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Den Sensler Eigenarten auf der Spur

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 Die Seisler Mäss in Tafers ist die erste Gewerbeausstellung für den ganzen Sensebezirk. Was gibt es da Passenderes im Abendprogramm als ein Theater über eben diese Sensler? Christian Schmutz und Mark Kessler vom Theaterverein Hintercher haben sich des Themas angenommen und im Hinblick auf die Messe eine 45-minütige Tragikkomödie geschrieben, welche die Sensler und ihre Eigenarten thematisiert. Kein Schwank sollte es sein. Stattdessen werden Vorurteile auf eine schräge, satirische Art zerpflückt oder auch bestätigt, zum Beispiel jenes, dass der Sensler nie geradeaus sagt, was er will.

Gericht als roter Faden

Den Hauptteil des Theaters bilden unterschiedliche Gerichtsszenen aus dem Sensebezirk der 1950er- und 1960er-Jahre, deren Stil an die Theater «Falli Hölli» und «D Hintercher-Banda» erinnert. Da sitzt zum Beispiel die arme Frau Fasel auf der Anklagebank, weil sie Kartoffeln gestohlen haben soll. In einem anderen Fall hat der welsche Richter über einen Dorfstreit zwischen Plasselb und Plaffeien zu urteilen; es geht um eine gestohlene Kirchenglocke. Und im dritten Fall will ein Grossrat aus dem Unterland die Rechnung des Hochzeitsessens seiner Tochter nicht bezahlen, weil der Bräutigam sein Knecht ist.

 «Wir hatten drei, vier Konzepte auf dem Tisch und haben uns dann auf die Gerichtsszenen geeinigt, weil man mit diesen verschiedene Geschichten erzählen kann», sagt Textbuchautor und Regisseur Mark Kessler. Die Szenen sollen das Zeitkolorit der 1950er-Jahre zeigen und damit eine bestimmte Stimmung vermitteln. So nehmen sie unterschiedliche Themen auf wie eben das Gegeneinander zwischen den Dörfern, die Armut oder auch die unterschiedlichen Typen von Senslerinnen und Senslern. Da gibt es die Gerichtsschreiberin, für die es zwischen Saane und Sense «scho as bitzeli eng» geworden ist und lieber weg möchte. Der Weibel hingegen ist im Gegensatz zum charmanten Richter aus dem Welschland ein richtiger Müürggù, der den Sensebezirk nie verlassen würde.

Gesprochen wird auf Senslerdeutsch. «Die Zuschauer erwarten eine urchige Sprache», sagt Mark Kessler. Die Intermezzi zwischen den Gerichtsszenen spielen auf einer Metaebene und reflektieren das Thema. «Die Welt ist nicht so schwarz-weiss, als dass alle 40 000 Sensler in eine Schublade passen würden», sagt etwa ein Schauspieler.

Stück wird ausgebaut

«Wysoo sy si so, wy si sy»? Diese Frage wird im Theater immer wieder gestellt. «Das Theater könnte auch eine Diskussionsgrundlage bilden», sagt Christian Schmutz. Nach den vier Auftritten an der Seisler Mäss gehen die sieben Schauspielerinnen und Schauspieler vom 23. Oktober bis zum 6. November mit einer ausgebauten Version des Stücks auf Tournee. Um auch in Freiburg, Überstorf, Plaffeien und Bösingen die Frage aufzuwerfen, wieso denn die Sensler so sind, wie sie eben sind. Jeden Abend an der Seisler Mäss lancieren die Schauspieler vom Theaterverein Hintercher mit einem «satirischen Tagesrückblick» zudem das Abendprogramm. Sie machen sich Gedanken zur Seisler Mäss, und dies von Mittwoch bis Samstag jeden Abend auf eine andere Art.

Seisler Mäss, Kulturzelt, Dorfschaftsstrasse, Tafers. Mi., 2., bis Sa., 5. September, Theater-Beginn jeweils um 19 Uhr.

Zahlen und Fakten

Heute beginnt die Seisler Mäss

Heute um16Uhröffnet die Seisler Mäss ihre Tore. Die Gewerbeausstellung in Tafers dauert bis Sonntag. Das Rahmenprogramm hält heute im Festzelt das Gustav-Konzert«Gustav Oktett»mit Big Band bereit (20.30 Uhr). Im Kulturzelt läuft die Theater-Premiere «Wysoo sy si so. wy si sy?». DreiPendelbus-Linienfahren aus dem Bezirk und dem Schönberg aufs Gelände. Die Freiburgischen Verkehrsbetriebe teilen mit, dass sie während der Ausstellung bei der Landi in Taferszwei zusätzliche Haltestellenin beide Fahrtrichtungen einrichten.ak

Schauspieler: Mitglieder des Theatervereins

M it «Wysoo sy si so, wy si sy?» steht der Theaterverein Hintercher nach «Falli Hölli» erstmals wieder auf der Bühne. Im Theaterstück spielen Olivier Bongard, Sara Jeckelmann, Brigitte Käser, Werner Linder, Markus Mülhauser, Joe Perler und Christiane Thalmann. Regie führt Mark Kessler, für die Technik ist Martial Lehmann zuständig, für die Organisation André Riedo. Die beiden Sensler Autoren Christian Schmutz und Mark Kessler hatten schon für die Freilichtspiele «D Hintercher-Banda» und «Falli Hölli» zusammengearbeitet. ak

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