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Den SP-Sitz im Visier

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Den SP-Sitz im Visier

Die beiden Freiburger Ständeräte Urs Schwaller, CVP, und Alain Berset, SP, werden im kommenden Herbst für eine zweite Amtsperiode antreten. Doch einfach durchgewunken werden sie nicht.

Autor: Von WALTER BUCHS

Alain Berset und Urs Schwaller wird zuerkannt, dass sie gute Arbeit leisten und sich mit solider Dossierkenntnis im Stöckli schnell Achtung verschafft haben. Wo Freiburger Interessen im Spiel sind, setzen sie sich gemeinsam dafür ein, und das Zusammenspiel harmoniert. Auf den ersten Blick hat man somit den Eindruck, dass sie dem Wahlherbst getrost entgegensehen können.Dennoch sieht es bereits zu Jahresbeginn danach aus, als ob sich bei den eidgenössischen Wahlen 2007 im Kanton Freiburg vieles auf die Ständeratswahlen und weniger auf den Nationalrat fokussieren wird. FDP und SVP haben deutlich gemacht, dass sie den SP-Sitz ins Visier nehmen wollen. Die Freisinnigen wollen den vor vier Jahren verlorenen Sitz zurückerobern. Zu diesem Zweck wird ihr Nationalrat Jean-Paul Glasson, Syndic von Bulle, nicht nur für die grosse Kammer, sondern gleichzeitig auch für den Ständerat kandidieren (siehe FN vom Montag).Mit Hilfe der weiterhin gültigen Allianz mit der CVP hofft die FDP, dieses Ziel zu erreichen, wie Kantonalpräsident Charly Haenni den FN gegenüber sagte. Jean-Paul Glasson wird unter Vorbehalt der Bestätigung durch die kantonale Delegiertenversammlung anfangs Mai, was kaum zu bezweifeln ist, zusammen mit Urs Schwaller auf der gleichen Liste antreten. Für den CVP-Ständerat wird damit die Ausgangslage nicht ganz einfach, wird er doch im Wahlkampf gelegentlich in den Clinch geraten mit dem guten Einvernehmen mit Alain Berset einerseits und der Treue zur Allianz andererseits.

Vorprellen der FDP

Mit der sehr frühen Ankündigung der Doppelkandidatur von Jean-Paul Glasson am vergangenen Samstag hat die FDP einen Überraschungscoup gelandet. Auch SVP-Nationalrat Jean-François Rime plant(e) eine Doppelkandidatur, um den SP-Ständeratssitz zu kippen. Jetzt gibt er sich zurückhaltend. Seine Ständeratskandidatur ist nun alles andere als sicher, denn er möchte es vermeiden, gegen den bürgerlichen Syndic seiner Wohngemeinde anzutreten.«Wir haben noch keinen Entscheid getroffen. Alle Optionen sind offen.» Dies sagt SVP-Kantonalpräsident Jean-Luc Rimaz angesichts der schlagartig veränderten Ausgangslage. Zuerst müsse die Partei noch einen Ständeratskandidaten finden. Es könnte ja auch sein, dass sich seine Partei für eine Unterstützung des FDP-Kandidaten entscheidet, ergänzt Rimaz. Man habe jetzt Zeit, die Situation eingehend zu analysieren. Jedenfalls müsse die SVP auf niemanden Rücksicht nehmen.Für FDP-Präsident Haenni wäre es ideal, wenn die SVP keinen Kandidaten stellt. «Dies würde die Rechte nur spalten, was man vermeiden muss», gibt er den FN gegenüber zu bedenken. Seine Partei werde aber der SVP gegenüber keine Avancen machen, weil sie der Allianz mit der CVP verpflichtet ist.SP-Ständerat Alain Berset darf seinerseits davon ausgehen, dass ihn die Linken geschlossen unterstützen werden. Sowohl die CSP als auch die Grünen konzentrieren sich auf die Nationalratswahlen. Die Listenverbindung mit der SP bei den Nationalratswahlen wird diesen Parteien eine Unterstützung des amtierenden linken Ständerats wert sein.

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