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Den Wolf M46 hat es nie gegeben

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In den Freiburger Voralpen war in den vergangenen Jahren immer die gleiche Wölfin aktiv: F05. Anfang Mai kam es in diesem Jahr erstmals zu einem Schafriss im Kanton: auf einer Alp nahe von Jaun. Ein Wildhüter nahm DNA-Proben am getöteten Tier, das Biologielabor der Universität Lausanne untersuchte die Proben und kam zum Schluss: Es handelt sich um einen männlichen Wolf M46. Es hiess damals, dass dieser Wolf noch nie in der Schweiz beobachtet worden sei.

Die Entdeckung sorgte für einige Unruhe, da befürchtet wurde, dass sich in den Freiburger Voralpen nun ein Wolfsrudel bilden könnte.

Doch jetzt zeigt sich: Die ganze Aufregung war umsonst. «Den männlichen Wolf M46 hat es gar nie gegeben», sagt Elias Pesenti, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim kantonalen Amt für Wald, Wild und Fischerei.

Falsch interpretiert

Im Juli kam es auf derKaisereggalp zweimal zu Schafrissen. Einmal riss ein Wolf zwei Lämmer, einmal fünf Lämmer. Auch hier entnahm ein Wildhüter DNA-Proben, die ins Labor nach Lausanne geschickt wurden.

Jetzt liegen dem Amt für Wald, Wild und Fischerei die Resultate dieser Analysen vor, wie Elias Pesenti auf Anfrage der FN sagt. Auf der Kaisereggalp war eine neue Wölfin aktiv: F13. «Das ist ein Weibchen, das wir zuvor noch nie beobachtet hatten», sagt Pesenti. Und: Die Mitarbeiter des Labors in Lausanne verglichen die Resultate dieser Analyse mit jenen vom Frühling. «Sie merkten, dass es sich um den gleichen Wolf handelte: F13. Sie hatten sich im Frühling also geirrt, es war damals kein Männchen.» Weshalb es zur Verwechslung kam, weiss Pesenti nicht im Detail. «Wir erhalten keinen genauen Einblick in die Analysen.»

Die Labormitarbeiter hätten erklärt, dass sie die Analysen zwar richtig durchgeführt, sie jedoch falsch interpretiert hatten. «Offenbar kann das ziemlich schnell geschehen. Für die Bestimmung des Geschlechts gibt es nur einen genetischen Hinweis, wenn man den falsch liest, liegt man daneben.»

Rudel zurzeit unmöglich

Konsequenzen habe diese Fehlinterpretation für die Region keine, wie Pesenti sagt. «Die Leute müssen aber sicher nicht mehr befürchten, dass sich ein Wolfsrudel bilden könnte.» Im Moment gibt es auch keinen Hinweis, dass sich zwei Wölfe in der Region aufhalten: «Von der Wölfin F05 haben wir seit November 2013 keine Spur mehr.»

Zahlen und Fakten

Letztes Jahr gab es doppelt so viele Risse

Die neu identifizierte Wölfin F13 hat in den Freiburger Voralpen in diesem Jahr dreimal zugeschlagen: Am 1. Mai riss sie auf einer Alp nahe Jaun ein Lamm, am 12./13. Juli zwei und am 23./24. Juli sieben Lämmer auf der Kaisereggalp. Beim letzten Riss ging man zuerst von fünf Lämmern aus, zwei weitere wurden erst später gefunden, wie Elias Pesenti vom Amt für Wald, Wild und Fischerei sagt. Insgesamt sind dies bisher in diesem Sommer zehn Tiere – letztes Jahr um diese Zeit waren bereits über 20 Schafe vom Wolf gerissen worden.mir

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