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«Der 84-jährige Syndic aus Nova Friburgo schaut in die Zukunft»

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Autor: irmgard Lehmann

Mit eine Reise nach Nova Friburgo im Oktober hat die Vereinigung Nova Friburgo ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Chöre, Musikgesellschaften und eine offizielle Delegation mit Staatsrat und Gemeinderäten der Stadt haben die Mitglieder begleitet.

Nun gibt es einen Gegenbesuch. Am Samstag kommt Heredoto Bento de Mello, Oberamtmann von Nova Friburgo, nach Freiburg. Im Mittelpunkt seines fünftägigen Besuches steht ein Treffen mit den Gemeinderäten der Stadt Freiburg wie auch mit dem Freiburger Staatsrat auf dem Programm.

Mit 84 Jahren

Wie Raphael Fessler, Präsident der Vereinigung, sagt, zielen die Visionen des Brasilianers auf wirtschaftliche Beziehungen. «Der Mann ist 84-jährig und schaut vor allem in die Zukunft.» Daher ist nächste Woche auch eine Begegnung mit der Freiburger Handelskammer geplant. In Brasilien, so Fessler, verfüge der Prefet über eine grosse Macht. «In seiner Funktion als Syndic und Prefet regiert er acht Bezirke mit insgesamt 250 000 Einwohnern.»

Existenzminimum

Die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist für Nova Friburgo mit seinen 180 000 Einwohnern lebenswichtig. Müssen doch rund 160 000 Menschen mit einem Mindesteinkommen von 250 Franken auskommen. «Der Grossteil der Bevölkerung ist sehr arm», bemerkt Fessler. «Doch bringen dieses Einkommen mehrere Mitglieder in die Familie und so kann man einigermassen leben.»

Spenden für Kinder

Anlässlich der Jubiläumsreise haben die 330 Reiseteilnehmer 15 000 Franken gespendet. Die Gelder kamen den Schulen Vale de Luze und der Stiftung Inec zugute, die Kinder aus armen Familien aufnehmen.

Kulturzentrum beleben

Im Jubiläumsjahr will die Vereinigung «Fribourg – Nova Friburgo» vorab dem Kulturzentrum «Casa Suiça» neuen Schwung geben. Das Haus – 1996 gegründet – umfasst ein Museum, ein Auditorium und eine Bibliothek. Das vierjährige Projekt sieht u. a. vor, das Archiv der 1818 eingewanderten Familien aufzuarbeiten.

Mauricio Pinheiro hat im Juli die Leitung übernommen. Pinheiro stammt aus Nova Friburgo und hat u. a. in Bern studiert. Verheiratet ist er mit Marie-Anne Fankhauser, die gut acht Jahre das Sensler Museum geleitet hat. Per Ende August hat sie gekündigt und ist ihrem Mann nach Nova Friburgo gefolgt.

Das Projekt «Casa Suiça» wird vom Kanton Freiburg und der Loterie Romande mit jährlich rund 50 000 Franken finanziell unterstützt. «Wir wollen aber dort keineswegs ein Swiss Miniature bauen», räumt der Präsident ein.

Vor 190 Jahren

Weil die Schweiz von Hungersnot und Elend heimgesucht wurde, sind im Jahre 1819 rund 2000 Schweizerinnen und Schweizer nach Brasilien ausgewandert – darunter auch 830 Freiburger. 130 Kilometer von Rio de Janeiro entfernt gründeten sie Nova Friburgo.

Vor 30 Jahren wurde die Vereinigung «Fribourg – Nova Friburgo» gegründet. Erster Präsident war Martin Nicoulin, ehemaliger Direktor der Kantons- und Universitätsbibliothek. Vor drei Jahren hat Raphael Fessler die Nachfolge angetreten. Der Vereinigung gehören 300 Mitglieder an. «Viel zu wenig, um auch künftig Wesentliches zu bewirken», bemerkt der Präsident. Weitere Mitglieder sind willkommen. (www.novafribourg.ch oder raphael@fesslercom.ch)

Seit ihrer Gründung hat sich die Vereinigung nebst der Casa Suiça am Bau von Schulen, einem Behindertenheim und einer Käserei-Schule beteiligt.

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