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«Der Abend geht in die Geschichte ein»

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Erleichterte Gesichter am Freitagabend im Saal der Alpenrose in Alterswil, als das sechste Traktandum abgeschlossen war und das grösste Bauprojekt, das die Gemeinde je in Angriff nahm, die wichtigste Hürde genommen hatte. Die Stimmbürgerinnen und -bürger stimmten dem Kredit von 14,3 Millionen Franken für ein neues Mehrzweckgebäude mit Vereins- und Schulräumen und einer Dreifachturnhalle klar zu. Das Interesse war gross: 262 Bürger oder 16,52 Prozent der Stimmberechtigten kamen an die Gemeindeversammlung – so viele, dass einige von ihnen stehen mussten, weil alle Plätze belegt waren.

Ohne Steuererhöhung

«Die Zeit ist reif, packen wir die Chance. Denken wir an unsere Zukunft», sagte Ammann Hubert Schibli einleitend zur Präsentation des Grossprojekts. Baukommissionspräsident Pascal Julmy stellte die Pläne für das neue Mehrzweckgebäude vor und Hubert Schibli zeigt auf, wie viel es kostet. Der jährliche Unterhalt der neuen Anlage wird die Gemeinderechnung um rund 150 000 Franken zusätzlich belasten. Die Gemeinde rechnet mit Kosten für den Schuldendienst von 286 000 Franken und 429 000 Franken für die Amortisation. «Trotz dieser Belastung können wir das Projekt ohne Steuererhöhung finanzieren», betonte der Syndic. Das Amt für Gemeinden hatte Alterswil eine Investitionskapazität von 18 Millionen Franken bescheinigt.

Nur kurze Diskussion

Die Finanzkommission stellte sich einstimmig hinter den Gemeinderat. «Wir gehen mit dem Projekt zwar an die Grenzen der Finanzierbarkeit, doch es ist finanzierbar», sagte Präsident Manuel Mauron. Wichtig sei, dass der Kreditrahmen für die Baukosten eingehalten werde, ebenso die jährlichen Folgekosten. Zudem müsse der Gemeinderat allfällige zusätzliche Investitionen in den nächsten Jahren gut im Auge behalten. Die Argumente von Gemeinderat und Finanzkommission überzeugten eine Mehrheit der Bürger. Die Diskussion fiel kurz aus. Die CVP Alterswil sprach sich für das Projekt aus. «Investieren wir in die Zukunft», sagte Parteipräsident Peter Blanc. Ein Bürger bezeichnete das Vorhaben als «gute Sache», bezweifelte jedoch, dass ein kantonales Leistungszentrum für den Unihockeynachwuchs in Alterswil Sinn macht. Angesichts der schlechten Busverbindungen würden viele dieser jungen Sportler von ihren Eltern chauffiert, was Mehrverkehr auslöse. Aus ökologischer Sicht sei ein solches Zentrum im Alterswil deshalb «Nonsens». Eine Bürgerin wollte wissen, ob der heutige Skaterpark auch beim neuen Gebäude Platz haben wird. Gemeinderat Pascal Julmy bejahte dies. Ein anderer wollte wissen, was es mit den 15 000 Franken auf sich habe, die als künfti-­ ge Mieteinnahmen vorgesehen sind. Auch hier gab Pascal Julmy Entwarnung: Die Ortsvereine zahlen auch weiterhin keine Miete für die Räume. Fünf Minuten später war das Resultat klar: 252 Ja, 6 Nein, 4 Enthaltungen. «Der heutige Abend geht in die Geschichte von Alterswil ein», quittierte Hubert Schibli das klare Ergebnis.

Feuerwehr Sense-Nord

Alterswil sagt als erste Gemeinde Ja zum Reglement

Acht Gemeinden legen ab dem 1. Januar 2020 ihre Feuerwehren zusammen. Alterswil, Bösingen, Düdingen, Heitenried, Rechthalten, St. Antoni, St. Ursen und Tafers haben deswegen letzten Herbst eine interkommunale Vereinbarung unterzeichnet. Alterswil hat als erste Partnergemeinde das neue Feuerwehrreglement genehmigt. Das Konzept der Feuerwehr Sense-Nord sieht vor, dass diese von einem Vollzeit-Kommandanten geleitet wird. Jede Gemeinde behält eine Ortskompanie. Die Feuerwehr soll professioneller werden und so die technischen und gesetzlichen Anforderungen besser erfüllen können, sagte Gemeinderat Reto Wespi. Wesentliche Anpassung im Alterswiler Reglement ist eine leichte Erhöhung der Feuerwehrersatzpflichtabgabe, um die steigenden Kosten abzufedern.

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Zahlen und Fakten

Wieder ein guter Jahresabschluss

Die Rechnung 2018 der Gemeinde Alterswil schliesst mit einem Ertrag von 7,981 Millionen Franken und einem Aufwand von 7,980 Millionen Franken. Das ergibt einen Nettoertrag von 698 Franken, wie Finanzchef Marius Boschung an der Gemeindeversammlung vom Freitag ausführte. Die Gemeinde hat bei den Steuern Mehreinnahmen von 658 000 Franken verbucht. Sie konnte freie Abschreibungen von 1,4 Millionen Franken vornehmen, ein Rekordwert. Die Gemeinde hat 2018 nur 44 Prozent der geplanten Investitionen von 2,27 Millionen ausgeführt, weil Projekte verschoben wurden. Die Bürger genehmigten den Jahresabschluss diskussionslos. Der Finanzplan bis 2023 sieht vor, dass neben dem Mehrzweckgebäude auch Investitionen in Gemeinde- und Kantonsstrassen sowie in Projekte in den Berei-­ chen Wasser und Abwasser sowie in die Sanierung des Schiess­standes getätigt werden.

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