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Der alten Kur neues Leben einhauchen

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Am alten Talweg in Jaun, nur einen Katzensprung von der ehemaligen Pfarrkirche und dem heutigen Cantorama entfernt, liegt die Alte Kur. Das Holzhäuschen mit der kunstvoll gearbeiteten Schindelfassade und den einladenden Balkonen ist von aussen ein wahrer Blickfang mit viel Charme. Dass das Haus aber in die Jahre gekommen ist und dringend eine Renovation benötigt, erschliesst sich dem Betrachter, wenn er einen Blick ins Innere der Alten Kur zu erhaschen vermag. An den seit mehreren Jahren leer stehenden Räumen nagte sichtlich der Zahn der Zeit.

Ergänzung zum Cantorama

«Kaum vorstellbar, aber zuletzt wohnte hier eine betagte Frau ganz alleine», erinnert sich Werner Schuwey an die letzte Bewohnerin der Alten Kur. Der hölzerne Fussboden knarzt unter seinen Schritten, als er durch die frühere Wohnstube schreitet. Der pensionierte Lehrer ist unglücklich über den schlechten Zustand des Gebäudeinnerns. Schuwey gehört zum Vorstand der Stiftung «Cantorama Alte Kirche Jaun», die das Gebäude 1996 erworben hat (siehe Kasten) und sieht im alten Haus viel Potenzial: «Die frühere Kur wäre eine ideale Ergänzung zum Cantorama, welches dringend zusätzliche Räumlichkeiten benötigt.»

Die Idee des Stiftungsrats: Den ersten Stock der Alten Kur renovieren und die neu geschaffenen Räume dem Cantorama-Betrieb einverleiben. «Gerade wenn grössere Gruppen und Chöre im Cantorama zu Gast sind, fehlt es uns an Abstellflächen, Schränken, einer genügend grossen Garderobe, einer kleinen Küche und einem warmen Lokal zum Einsingen», präzisiert Schuwey den derzeit herrschende Platzmangel. Heute müssten grosse Sängergruppen häufig ins Freie gehen, um ihre traditionellen Gewänder und Trachten anzuziehen: «Das ist ganz und gar nicht ideal.» Im ersten Stockwerk der Alten Kur würden die Chöre hingegen genügend Platz vorfinden, um sich auf ihre Auftritte vorzubereiten, ist Werner Schuwey überzeugt: «Damit könnten wir der Alten Kur endlich neues Leben einhauchen.» Die Voraussetzung dafür: Das Innenleben der Alten Kur müsste teilrenoviert werden.

Hoffen auf die Freunde

Es wäre die dritte Renovationsetappe, welche die Stiftung für das 1996 erworbene Haus vorsieht. In einem ersten Schritt wurden Kanalisation und ARA-Anschluss und im Untergeschoss WC-Anlagen erstellt. In der zweiten Etappe wurde das Haus mit Ziegeln gedeckt und das Scheunendach teilweise erneuert. Insgesamt beliefen sich die Investitionen–inklusive des Kaufpreises des Gebäudes–auf rund 200 000 Franken, die durch die grosszügige Unterstützung diverser Patenschaften, Stiftungen, Gönnern und Spendern realisiert werden konnten.

Die Kosten für die derzeit geplanten Zimmerei-, Schreiner-, Maler- und Plattenlegerarbeiten, für elektrische Installationen, Sanitäreinrichtungen und das Mobiliar summieren sich auf einen Gesamtbetrag von 45 000 Franken. «Damit soll der erste Stock einer sanften Renovation unterzogen werden», erklärt Schuwey das Projekt. «Der Saal und die frühere Küche werden mit einem minimalen Aufwand so hergerichtet, dass sie als Probe- und Abstellraum sowie als Garderobe benutzt werden können.» Derzeit verfügt die Stiftung über einen angeäuften Fonds von 20 000 Franken. Für den Restbetrag von 25 000 Franken hofft die Stiftung auf die Unterstützung durch die Mitglieder des Vereins «Freunde des Cantoramas» und auf den Erlös des Verkaufs eines bestehenden Vorrats an Lithografien mit dem Motiv der Alten Kur. Die Lithografien des 1991 von Fernand Jaquet angefertigten und 58 auf 50 Zentimeter grossen Bildes können bei Werner Schuwey für 360 Franken, gerahmt–beziehungsweise 250 Franken, ungerahmt–bezogen werden. «Ich hoffe auf viele Bestellungen», lacht Schuwey herzhaft und seine tiefe Stimme hallt durch das alte Haus.

Zahlen und Fakten

Das älteste von vier Pfarrhäusern in Jaun

Die Alte Kur wurde 1555 durch Baumeister Christen Nühhus erbaut und ist damit das älteste von den vier noch vorhandenen Pfarrhäusern in Jaun. Zwischen 1731 und 1733 wurde das Gebäude vergrössert und 1838 mit einem Schindeldach versehen. Nachdem das Gebäude 130 Jahre als Pfarrhaus gedient hatte, gelangte es 1864 in Privatbesitz; zuletzt gehörte es der Familie des im Kanton bekannten Chorherren und 2004 verstorbenen Chorherrn Athanas Thürler. 1996 konnte die Stiftung «Cantorama Alte Kirche Jaun» die Liegenschaft für 30 000 Franken erwerben. Das vierstöckige Gebäude mit angebauten Stallungen figuriert im Inventar der schützenswerten Bauten.mz

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