Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der Ameisenhügel wächst und wächst

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Waldameisen (oder Rote Waldameisen) sind deutlich an ihrer Zweifarbigkeit und vor allem an ihren grossen Ameisenhaufen zu erkennen. Einen solchen hat es seit kurzem auch im Naturschutzzentrum La Sauge in Cudrefin in der Ausstellung zum Thema «Wunderwelt Wald».

Eingefangen vor rund zwei Wochen bei kaltem und feuchtem Wetter, seien die Ameisen in den geheizten Räumlichkeiten schnell aktiv geworden, sagte der Zentrumsleiter François Turrian an der gestrigen Medienkonferenz. Schon am ersten Tag hätten die fleissigen Tiere die zur Verfügung stehenden kleinen Zweige durch Röhren in die grösste Kammer transportiert. Bereits am zweiten Tag habe sich der Hügel leicht gewölbt, und nach rund 14 Tagen präsentiert sich bereits ein stattlicher Ameisenhaufen.

Klimatisierter Kern

In der Natur erlaubt das Bauwerk laut Turrian dem Volk, den Winter vor der Kälte geschützt zu verbringen und beachtliche Schneemassen zu tragen sowie während des Sommers im inneren Kern des Hügels eine konstante Temperatur zu wahren.

Die Anlage in La Sauge besteht aus drei Kammern, die mit verschiedenen durchsichtigen Röhren miteinander verbunden sind. In der grössten Kammer bauen die Insekten ihr architektonisches Meisterstück. In einer der kleineren Kammern finden die Ameisen Futternachschub und in der anderen Baumaterial. Stetig sind die Insekten unterwegs, um Material für ihr Nest und Futter für die Larven zu besorgen. Als Allesfresser haben Waldameisen mit tierischer Nahrung und Honigtau von Blattläusen zwei Hauptnahrungsquellen. Die kleinen Insekten können leicht ihr mehrfaches Körpergewicht tragen. Ist die Beute dennoch zu gross für eine einzelne Ameise, vereinen sie ihre Kräfte. «Dies sind die Stärken des Gemeinschaftslebens», erklärte Anne Freitag, Konservatorin im Zoologischen Museum Lausanne, an der Medienkonferenz. «Ameisen bilden Gemeinschaften, als Einzeltiere sind sie nicht überlebensfähig.»

Im Vergleich zu anderen Arten hat die Waldameise laut Freitag keinen Stachel: «Sie kann daher nicht stechen, kann sich deswegen aber nicht weniger gut verteidigen. Denn die Waldameise schleudert ihren Angreifern Ameisensäure entgegen oder beisst sie.»

Für die ökologische Qualität unserer Wälder sind die Waldameisen laut Freitag wichtig: «Obwohl sie nur ein Glied im Waldökosystem bilden, spielen sie eine nicht vernachlässigbare Rolle durch ihre grosse Anzahl und ihre grosse Aktivität.» Sie reduzierten die Zahl der Waldschädlinge, beteiligten sich an der Verbreitung von zahlreichen Pflanzenarten und durchlüfteten und durchmischten den Boden um den Ameisenhaufen. «Und das sind nur die wichtigsten Vorgänge», so Freitag.

Diese nützlichen Funktionen haben den Waldameisen seit 1966 den Schutzstatus auf Bundesebene eingebracht. Trotz diesem Schutz seit fast 50 Jahren seien die Waldameisen jedoch nicht ausser Gefahr.

Programm

Ausstellung zur Wunderwelt Wald

Das Naturschutzzentrum La Sauge in Cudrefin steht dieses Jahr im Zeichen der Biodiversität der Schweizer Wälder. Eine Ausstellung dazu soll breites Wissen vermitteln. Zu sehen gibt es unter anderem eine Waldameisenkolonie (siehe Haupttext). Das Zentrum ist jeweils montags geschlossen und von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 9 bis 18 Uhr geöffnet.emu

Mehr zum Thema