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Der Aufschwung hat sich gefestigt

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Der Aufschwung hat sich gefestigt

Freiburger Wirtschaft steht vor einem günstigen Jahresende

Der Geschäftsgang in der Freiburger Industrie gilt als gut. Der günstige Verlauf in den vergangenen drei Monaten weist auf einen viel versprechenden Trend für den Beginn des kommenden Jahres hin. Dies geht aus dem neusten Konjunkturspiegel hervor.

Von WALTER BUCHS

Der von der Konjunkturforschungsstelle der ETH in Zusammenarbeit mit der kantonalen Handelskammer durchgeführte und vom Amt für Statistik veröffentlichte Konjunkturtest kommt zum Schluss, dass sich «der Aufschwung in der Freiburger Wirtschaft im Verlauf des letzten Quartals nochmals gefestigt» hat. Die Betriebsleiter, die am Test teilgenommen haben, seien fast einhellig der Meinung, dass sich die gute Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten kaum verändern werde. Von 100 Unternehmen befürchten für den Beginn 2005 bloss acht eine Verschlechterung der Geschäftslage.

Kapazitäten gut ausgelastet

In ihrem Kommentar zum Konjunkturtest kommt die Freiburger Industrie-, Dienstleistungs- und Handelskammer zum Schluss, dass die Produktion und die Bestellungen im dritten Quartal im Vergleich zum zweiten stabil geblieben sind. Im Vergleich zur gleichen Vorjahresperiode lägen die Werte aber höher. Das gute Konjunkturklima äussert sich namentlich darin, dass der Auslastungsgrad der industriellen Produktionskapazitäten mit 83,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal sogar noch gestiegen ist. Viele Unternehmen gaben dabei an, dass sie die Kapazitäten gerne noch ausbauen würden, was darauf hinweist, dass sie den weiteren Verlauf des Geschäftsgangs positiv einschätzen.

Metallindustrie im Aufwind

Wie bereits in den früheren Quartalen ist ebenfalls im Konjunkturtest des letzten Quartals festzustellen, dass die Auslastung in jenen Branchen am besten ist, welche stark auf den Export ausgerichtet sind. Das ist namentlich in der Metallindustrie, die sich weiterhin im Aufwind befindet, mit einem Auslastungsgrad von 90,5 Prozent der Fall. Der «Geschäftsgang, dessen Aufwärtstrend anfangs 2002 begonnen hatte, erreicht Ende Oktober ein hervorragendes Niveau», heisst es hiezu im Kommentar der Handelskammer. Insgesamt seien die Auftragsbücher gut gefüllt, so dass die Aussichten für die kommenden drei Monate viel versprechend seien. Dabei wird aber darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Wettbewerbsposition, insbesondere ausserhalb der EU, verschlechtert hat.

Das vergangene Quartal war auch für die Freiburger Maschinen- und Fahrzeugindustrie gut, wo der Geschäftsgangsindex namentlich im August ein hohes Niveau erreicht hat. Dank dieser Situation habe sich die Ertragslage verbessert und die Produktionskapazitäten seien erhöht worden. Letztere sowie der Personalbestand werden von den meisten Unternehmern als ungenügend betrachtet. Deshalb ist in dieser Branche im Gegensatz zu den meisten anderen in den nächsten Monaten mit Neuanstellungen zu rechnen. Dies ist in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie nicht der Fall. Die Aussichten in dieser Branche seien zwar gut. Doch wie in der jüngsten Vergangenheit wird auch hier in naher Zukunft mit weiteren Berg- und Talfahrten gerechnet.
Trübsal herrscht im grafischen Gewerbe, wo der Geschäftsgang stark gesunken ist. So wie die Auftragsbestände und die Produktion ab-, haben die Lagerbestände zugenommen. Die Geschäftslage wird für das kommende Halbjahr eher pessimistisch eingeschätzt, auch wenn man gewisse Hoffnungen in den Export setzt. Der Holz verarbeitenden Industrie geht es demgegenüber gut, wo die Auslastung mit 88,7 Prozent über dem Landesdurchschnitt liegt. Die unmittelbare Zukunft wird aber keineswegs rosig gesehen

Reges Import-Export-Geschäft

In den ersten drei Quartalen 2004 haben die Freiburger Unternehmen Exporte im Wert von 3,8 Mrd. Fr. getätigt. Das ist eine halbe Milliarde oder 15,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zu den Märkten mit starker Expansion zählen namentlich die EU, Hongkong und die USA als Abnehmer von Uhren- und Bijouteriewaren sowie die EU für Maschinen, Apparate und elektronische Geräte. Gemäss Konjunkturtest rechnet ein Drittel der Unternehmer mit einem weiteren Anstieg der Exporte im kommenden Quartal, während der Rest auf Stabilität setzt.

Die Importe haben sich im gleichen Sinne entwickelt. Die Einfuhren sind im erwähnten Zeitraum im Vergleich zu 2003 um 12,3 Prozent gestiegen und erreichten Ende September 1,9 Mrd. Fr. Der zusätzliche Import geht vor allem auf das Konto der EU-Länder.
Hochbau stützt das Baugewerbe

Laut der Basler Arbeitsgruppe für Konjunktur (Bak Basel Economics), die sich auf die Quartalserhebung des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) stützt, herrscht im Kanton Freiburg auf dem Bausektor ein kräftiges Wachstum. Das Bak geht davon aus, dass dieses auch 2005 anhalten wird.

Die Feststellung wird durch die kantonale Baustatistik bestätigt. So wurden zwischen Januar und September 2004 Bauten im Wert von 657 Mio. Fr. fertiggestellt . Das sind 5,2 Prozent mehr als in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Im selben Zeitraum wurden auch 351 Neuwohnungen mehr gebaut als 2003, was eine Steigerung von 50 Prozent bedeutet.
Etwas zwiespältig sind die Indikatoren für die nahe Zukunft. Verglichen mit dem Vorjahr hat der über die ersten drei Quartale kumulierte Umsatz der begonnenen Bauten um über ein Viertel und jener der bewilligten Bauten um beinahe ein Fünftel abgenommen.

Gemäss Erhebung des SBV lagen hingegen die Arbeitsreserven im Freiburger Bauhauptgewerbe am 1. Oktober 2004 für den privaten Bau um 13 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Beim öffentlichen Bau, der wertmässig bedeutsamer ist, sind die Arbeitsreserven aber rückläufig (-8,4%), was dem gesamtschweizerischen Trend entspricht. Ob die eingangs erwähnte Bak-Einschätzung eintrifft, ist deshalb mit Unsicherheiten behaftet. wb

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