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«Der Ball liegt nun beim Kanton»

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Dass es Gemeinden mit Ortsplanungsrevisionen manchmal schwer haben können, ist weitgehend bekannt. Auch für die Seeländer Gemeinde Fräschels wurde die bereits 2011 begonnene Planung zur Revision des Ortsplans zu einer unerwartet langwierigen Angelegenheit. «Als wir damals anfingen, hätten wir nicht gedacht, dass alles so lange dauern wird», räumte Peter Hauser, Ammann von Fräschels, am Montagabend anlässlich der Gemeindeversammlung ein.

Das Projekt kostet dem Gemeinderat nicht nur viel Zeit und Nerven, sondern geht der Gemeinde auch ins Geld. Wie Gemeinderat Urs Schwab am Freitag den 29 anwesenden Bürgern erklärte, beträgt der Kostenüberschuss für die Umsetzung des Projekts mittlerweile fast 54 000 Franken. «Unsere Ortsplanungsrevision wird nicht scheitern, aber sie wird teuer», kommentierte Ammann Peter Hauser eine Zusammenstellung der bisher aufgelaufenen Kosten. Einen Nachtragskredit will der Gemeinderat seinen Bürgern allerdings erst nach dem Abschluss der Revision zur Abstimmung vorlegen.

«Gute Nachrichten»

Schwierigkeiten bereiteten der Gemeinde neben dem neuen Raumplanungsgesetz vor allem diverse Einsprachen. Diese beziehen sich auf vier Punkte: die Landwirtschaftsschutzzone, die Grösse des neuen Perimeters diversifizierte Landwirtschaft, die Abgrenzung des Naturschutzgebietes Fräschelsweiher sowie die Pufferzone für das Naturschutzgebiet (die FN berichteten).

Bezüglich der Einsprachen konnte der Gemeinderat am Freitag mit einer erfreulichen Nachricht aufwarten. Die Einsprachen, welche Pro Natura gegen den neuen Ortsplan der Gemeinde erhoben hatte, scheinen fast vom Tisch zu sein. Die Gemeinde Fräschels hatte die Einsprachen nicht akzeptiert. Die anschliessenden Verhandlungen mit Pro Natura sind laut Hauser zwar konstruktiv gewesen, hätten aber zu keiner Einigung geführt. Nun hat die Naturschutzorganisation der Gemeinde mitgeteilt, dass sie ihre Einsprachen nicht weiterziehen will. «Der Ball liegt nun beim Kanton», fasste Hauser zusammen. Wenn dieser die Einsprachen nicht weiterzieht, hat die Gemeinde in der Revision der Ortsplanung ein Problem weniger. Eine Einsprache von einem Einwohner von Fräschels sei aber noch immer hängig.

Arbeiten sind auf Kurs

Die umfassenden Renovationsarbeiten am Schulgebäude und am Archiv der Gemeinde kommen derweil gut voran. «Wir sind gut auf Kurs», bilanzierte Gemeinderat Schwab. So ist die Arbeit an der Vorplatzgestaltung des Archivs weitgehend abgeschlossen, und im Schulhaus beginnen demnächst die Malerarbeiten. «Wir sind zuversichtlich, dass die Arbeiten im Herbst abgeschlossen und sich die beiden Bauten dann wieder in neuem Glanz zeigen werden», so Schwab.

Auch die Sanierung der öffentlichen Beleuchtung der Gemeinde hat der Fräschelser Gemeinderat ins Auge gefasst. Laut Gemeinderätin Sandra Nagel Bolliger werden die Arbeiten diesen Sommer beginnen, und sie sollten etwa zwölf Wochen dauern.

Rechnung: Jahresabschluss der Gemeinde ist besser als budgetiert

D er Gemeinderat von Fräschels präsentierte seinen Bürgern an der Gemeindeversammlung vom Montagabend eine positive Bilanz für das Jahr 2014. Die Laufende Rechnung schliesst mit einem Gewinn von rund 8000 Franken bei einem Aufwand und Ertrag von rund 2,2 Millionen Franken. Budgetiert war eigentlich ein Aufwandüberschuss von rund 50 000 Franken gewesen.

Der Grund für die positive Differenz zwischen dem Budget und der Rechnung ist laut dem Gemeinderat in erster Linie die wesentlich tiefer ausgefallene Abrechnung der Primar- und Orientierungsschule Kerzers, an welcher Fräschels beteiligt ist. Dank des guten Resultats konnte die Gemeinde freie Abschreibungen in einer Gesamthöhe von gut 344 000 Franken vornehmen.

Die Investitionsrechnung der Gemeinde für das vergangene Jahr weist Nettoinvestitionen in der Höhe von gut 471 000 Franken aus. Die 29 anwesenden Bürgerinnen und Bürger gaben in der Abstimmung sowohl der Laufenden Rechnung für das Jahr 2014 als auch der Investitionsrechnung einstimmig grünes Licht. lr

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