Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Der Basketball verfolgt mich»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Zu sagen, dass mit dem Engagement von Marielle Giroud auch der Erfolg zu Elfic zurückgekehrt sei, ist sicherlich nicht zu weit hergeholt. Nachdem die Freiburgerinnen 2011 letztmals den Meisterpokal geholt hatten und in der Folge in unzähligen Cup- sowie Playoff-Finals als Verliererinnen vom Parkett gegangen waren, gewannen sie im letzten Jahr in der ersten Saison mit der erfahrenen Walliserin gleich das Triple mit Cup, Championat und Liga Cup. Für die 31-jährige Giroud war der totale Triumph der Elfen Courant normal: Nach zuvor fünf Meistertiteln mit Hé­lios war es ihr sechster in Folge. Nun strebt sie heute im Final gegen Winterthur mit Elfic Freiburg ihren zweiten Sieg im Cup an, nachdem sie mit den Walliserinnen bereits dreimal gewonnen hat.

Trotz der Erfolge noch nervös

Denn trotz all der Erfolge, die Motivation Girouds ist ungebrochen. Sie ist alles andere als müde zu siegen. «Ich verspüre bei jedem Titelgewinn die gleiche Freude, denn jeder Sieg ist anders, so wie auch das Team und der Kontext anders sind», sagt Giroud. Deshalb ist sie trotz ihrer Routine auch noch vor ihrer x-ten Finalteilnahme ein bisschen angespannt. «Ich bin immer ein wenig gestresst, gerade vor einem Cup-Final. Es hat jeweils sehr viele Zuschauer, die Mediatisierung ist ungleich grösser als sonst. Aber wenn das Spiel dann beginnt, ist diese Nervosität weg.» Das ist wichtig, denn von der routinierten Nationalspielerin wird erwartet, dass sie nicht nur wie gewohnt Punkte liefert, sondern auch ihre zum Teil noch jungen Teamkolleginnen anführt. «Es gibt schon einige, die sehr aufgeregt sind. Dann liegt es an mir oder zum Beispiel Alexia Rol, diese Spielerinnen zu beruhigen.» Druck sei das eine, sich davon nicht aus der Spur bringen zu lassen, das andere.

Im bisherigen Saisonverlauf gelang Elfic das ausgezeichnet. Die Freiburgerinnen dominieren das nationale Geschehen noch mehr als die Saison zuvor. «Der neue Trainer (Jan Callewaert – Red.) hat eine neue Art des Spielens und Trainierens mitgebracht.»

Eine ganzjährige Leidenschaft

Offensichtlich eine Veränderung, die Giroud zupasskommt. Sie ist noch präsenter als zuvor, obwohl die Belastung hoch ist. Denn neben den täglichen Trainings besucht sie in Biel die Pädagogische Hochschule, nachdem sie bereits den Master in Sportwissenschaften und Biologie in der Tasche hat. Basketball und Studium unter einen Hut zu bringen, würden eine gute Organisation voraussetzen. «Natürlich gibt es jedoch auch bei mir Tage, an denen sich meine Lust zu trainieren in Grenzen hält. Aber dann freue ich mich darauf, meine Mitspielerinnen zu sehen. Basketball ist eben meine Leidenschaft.» Die geht so weit, dass Giroud selbst im Sommer, wo sie es ein wenig ruhiger angehen könnte, nicht vom orangen Leder lassen kann. Im 3×3, einer Basketball-Variante, in der jeweils drei Spielerinnen im Halbfeld auf einen Korb spielen, träumt Giroud von Tokio 2020, wo diese junge Sportart erstmals olympisch sein wird. «Der Basketball verfolgt mich», lacht Giroud. «Es wird zwar schwierig, sich zu qualifizieren, aber ich werde alles dafür geben», sagt die Ausnahmekönnerin, die zusammen mit ihren Elfic-Team­kolleginen Rol und Nancy Fora und der vom Hallen-Basketball zurückgetretenen Sarah Kershaw denselben Traum verfolgt.

Der logische Finalgegner

Doch zuvor strebt Giroud heute Elfics vierten Cup-Sieg nach 2018 sowie 2002 und 1998 (damals noch als City Freiburg) an. Dass der Gegner Winterthur heisst, entspricht einer gewissen Logik: Die Zürcherinnen beendeten die NLA-Qualifikation auf dem zweiten Rang hinter Elfic und sind auch der Konkurrent im Playoff-Final. Und Winterthur ist das einzige Team, das Freiburg im laufenden Championat hatte bezwingen können. «Diese Niederlage war gar nicht mal so schlecht, im Gegenteil, sie tat uns sogar gut. Sie half uns, damit wir mit den Füssen auf dem Boden bleiben», sagt Giroud. Wichtig sei heute, dass Elfic die Schweizer Spielerinnen von Winterthur kontrolliere. «Die Ausländerinnen werden ihre Punkte so oder so machen. Deshalb ist entscheidend, die anderen abzublocken.» Gelingt das den Freiburgerinnen, steht dem Cupsieg und damit der Revanche für die Finalniederlage 2017 gegen Winterthur nichts im Weg.

Schweizer Cupfinals

Das Programm

Biel. Tissot Arena. Schweizer Cupfinals. Heute. 16.00 Uhr, Frauen: Elfic Freiburg – BC Winterthur. 18.00 Uhr: Patrick Baumann Swiss Cup Show. 20.15 Uhr, Männer: Freiburg Olympic – Genf.

 

Olympic gegen Genf – ein mentaler Kampf

 

Genf hatte die Tabelle der NLA bis zum letzten Samstag angeführt. Im abschliessenden Spiel der Qualifikationsphase jedoch verloren die Genfer gegen Olympic – und mussten so die Poleposition für die Playoffs noch an die Freiburger abgeben. «Nach dieser Niederlage sind die Genfer mental angeschlagen», ist Petar Aleksic überzeugt. Das gelte es im Cupfinal auszunutzen, sagt Olympics Trainer. In Genf habe seine Mannschaft gut gespielt, heute aber müsse sie noch besser spielen. «Wir hatten vor einer Woche ein paar Blackouts, als Genf eine Punkteserie hinlegen konnte. Das müssen wir heute besser kon­trollieren.» Überhaupt ist Kontrolle das Schlagwort des Bosniers. «Wir müssen jeden Ballbesitz kontrollieren, und das über die gesamten 40 Spielminuten.» Die Genfer dürften nicht in den Rhythmus kommen. Und freie Würfe des Gegners seien absolut zu vermeiden. «Deshalb ist eine aggressive Spielweise gefragt.»

Grosse Rivalität

Die Rivalität zwischen den beiden Equipen ist gross. Zahlreiche Spieler haben das Lager gewechselt. So spielten die jetzigen Genfer Marko Mladjan, Arnaud Cotture und Roberto Kovac einst für Olympic, während die heutigen Freiburger Babacar Touré, Florian Steinmann, Dusan Mladjan, Paul Gravet und Jérémy Jaunin früher das Genf-Trikot trugen. «In meinen sechs Jahren als Olympic-Trainer war diese Rivalität immer gross. Ich möchte deshalb Genf nichts zugestehen», spricht Aleksic Klartext.

Um den Cuptitel aus dem Vorjahr zu verteidigen und den insgesamt neunten Pokal zu holen, erwartet Aleksic, ein Team zu sehen, dass voller Energie und Selbstvertrauen in den Final steigt. «Jetzt ist es nur noch eine Kopfsache. Vielleicht sind meine Spieler nach dem Qualifikationssieg ein wenig selbstzufrieden, wir werden sehen.» Doch es wäre sicherlich nicht im Sinne des fordernden ­Trainers, wenn dies der Fall sein sollte. Vielmehr erhofft er sich einen weiteren psychologisch wertvollen Sieg im Hinblick auf ein mögliches Finalduell in den Playoffs mit Genf. «Der Cupsieg wäre auch ein gutes Zeichen hinsichtlich der Meisterschaft.» Damit das gelingt, müsse seine Mannschaft als eine Einheit auftreten. «Einzelaktionen will ich nicht sehen. Stattdessen soll sich jeder für das Team auf­opfern.»

Wieder mit Jurkovitz

Als nicht zu unterschätzenden Joker hat Aleksic heute wieder Natan Jurkovitz im Kader, der vor Wochenfrist verletzungshalber noch pausieren musste. Zudem erwartet er eine Reaktion von Routinier Mladjan, der in Genf nicht auf Touren gekommen war.

Olympic oder Genf? Die Affiche im Cupfinal der Männer heute Abend in der Bieler Eishalle verspricht viel Spannung. Und es scheint, dass viel mehr als «nur» der Cupsieg auf dem Spiel steht.

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema