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Der Batzen und die böse Überraschung

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Der Batzen und die böse Überraschung

Autor: Text Urs Haenni Bilder Corinne Aeberhard

Der Solibatzen gehört zur Murtner Solennität wie die Unterschriften auf dem Soli-Programm. Ein Zehnernötli von den Eltern, eines vom Götti, und schon sind die in Weiss gekleideten jüngsten Murtner Schüler gerüstet für die Gedenkfeier an die Murtenschlacht – die Solennität.

Von weitem sehen die Spielzeugstände der Marktfahrer an der Solennität gleich aus wie fast jedes Jahr. Es hat Plastik-Dinosaurier, Gummischlangen, Plüschtiere mit langem Schwanz, Schwert und Spiderman-Pfeilbogen, die Chäpslipistole, dazu Trommeln oder Plastikgitarren. Sogar Vuvuzelas. Für die Mädchen ist die Palette an Girl-Utensilien umfassend: Bürsten und Puppe, Puderdose und Haarschmuck, dieses Jahr neu im Sortiment sind auch die Glamour-Girl-Schuhe sowie ein Plastikhandy und Fotoapparat in Rosa.

Der Solibatzen ist der Teuerung von Jahr zu Jahr nur bedingt ausgesetzt. Made in China sei Dank. Es hat Spielzeuge für jedes Solennitäts-Budget, auch für die ganz kleinen, wo neben Spielzeug der Batzen auch noch für Zuckerwatte reichen muss. Ja, die Solennität sei für sie ein ganz wichtiger Anlass, sagt eine Marktfahrerin vor dem Berntor. Da müsse man auch mit den Modetrends mitgehen. Dieses Jahr sei «Hello Kitty» ganz besonders gefragt. Ein Katzengesicht auf Ballon, Handtäschli, Rucksack und so weiter.

Eine zweite Marktfahrerin beim Mittleren Brunnen hat vom traditionellen Solibatzen noch nichts gehört. Aber sie nimmt freudig zur Kenntnis, dass das Sackgeld für Spielzeug oder eine Glace zu den guten alten Solennitätstraditionen gehört. Mit der Erfahrung einiger Jahre weiss sie, dass die Wasserpistolen an der Murtner Solennität immer besonders gut laufen.

Kein Wunder. Fragt man einen Murtner Primarschüler, auf was er sich bei der Solennität am meisten freut, so kommt die Antwort wie aus der (Wasser-)Pistole geschossen: die Wasserschlacht auf dem Pausenplatz beim abendlichen Solipintli.

Dass das nasse Vergnügen dieses Jahr etwas getrübt sein könnte, liess sich schon zwischen den Zeilen aus einem Schreiben der Schulleitung herauslesen: «Als Wasserquelle für eventuelle Wasserschlachten sind diese Brunnen ungeeignet und für Badevergnügen sind sie verboten.» Den Worten folgten Taten: Der Brunnen Richtung Hotel Murten und der Brunnen bei der Sonnenuhr blieben dieses Jahr aufgrund eines Entscheides der Schulkommission trocken. Obwohl doch die Murtenschlacht 1476 im strömenden Regen auch eine Wasserschlacht gewesen sein muss. Viele Eltern hatten die trockene Ersatzwäsche für ihre Kinder vergebens ins Solipintli mitgenommen. «So fies!», war der Kommentar eines Schülers.

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