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Der Baumaschinenhersteller Liebherr will dank Wasserstoff nachhaltiger werden

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Das Unternehmen Liebherr glaubt, dass Wasserstoff der wichtigste nachhaltige Kraftstoff für Verbrennungsmotoren von Baumaschinen wird. Bis 2050 soll jeder zweite in Bulle produzierte Motor so betrieben sein.

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Das Unternehmen Liebherr glaubt, dass Wasserstoff der wichtigste nachhaltige Kraftstoff für Verbrennungsmotoren von Baumaschinen wird. Bis 2050 soll jeder zweite in Bulle produzierte Motor so betrieben sein.

Liebherr zählt zu den grössten Baumaschinenherstellern der Welt. Das Unternehmen in Bulle ist aber auch in vielen anderen Gebieten als Anbieter technisch anspruchsvoller Produkte und Dienstleistungen anerkannt.

Bekannt ist, dass die Politik beim Umweltschutz nicht nur die Autoindustrie in die Pflicht nimmt, sondern ebenso die Nutzfahrzeuge. In diesem Bereich soll der CO2-Ausstoss bis 2030 um 30 Prozent, bis 2050 sogar um 90 Prozent gesenkt werden. Die Industrie setzt sich deshalb sehr intensiv mit der Reduktion von CO2-Emissionen auseinander. «Es ist aber eigentlich falsch, sich nur auf den CO2-Ausstoss während des Betriebs von Fahrzeugen zu konzentrieren», sagte Ulrich Weiss, technischer Geschäftsführer von Liebherr Bulle, an einer Medienorientierung.

Anders als bei der aktuellen CO2-Verordnung ist bei einer künftigen Emissionsgesetzgebung ein Gesamtkonzept wichtig. Neben dem Betrieb sollen auch andere Aspekte wie Rohstoffe, Produktion, Lagerung, Transport und Vertrieb berücksichtigt werden. Unter diesen Gesichtspunkten mache sich Liebherr intensiv Gedanken über das ideale Antriebssystem der Zukunft.

Verbrennungsmotor bleibt wichtigste Technologie

Liebherr geht davon aus, dass auch 2030 der Verbrennungsmotor weiterhin die bedeutendste Technologie sein wird in den für das Unternehmen relevanten Anwendungsbereichen wie etwa dem Baumaschinenmarkt. Vollelektrische Antriebe und Brennstoffzellen erreichen in Offroad-Anwendungen vielfach physikalische und kommerzielle Grenzen. Ein Verbrennungsmotor dagegen funktioniert auch noch unter sehr extremen Betriebsbedingungen.

Doch, lässt sich dies mit den Forderungen nach mehr Umweltschutz vereinbaren? So sagte Ulrich Weiss:

Nicht der Verbrennungsmotor ist das Problem, sondern das, was verbrannt wird.

Die Dekarbonisierung des Verbrennungsmotors werde bis 2050 unaufhaltsam voranschreiten. Deshalb ist die Suche nach alternativen Brennstoffen, die das Klima weniger belasten, essenziell.

Liebherr in Bulle hat vor einigen Jahren begonnen, mit Biokraftstoffen zu arbeiten. Dieser Weg wurde 2021 mit der Freigabe von synthetischen Kraftstoffen und hydrierten Pflanzenölen (HVO) fortgesetzt. Als HVO werden Pflanzenöle bezeichnet, die durch eine Reaktion mit Wasserstoff in Kohlenwasserstoffe umgewandelt werden. Durch diesen Prozess werden die Pflanzenöle in ihren Eigenschaften an fossile Kraftstoffe, insbesondere Dieselkraftstoff angepasst, damit sie diese als Beimischung ergänzen oder auch vollständig ersetzen können.

Als wichtigster, wenn auch nicht als der einzige nachhaltige Kraftstoff für Verbrennungsmotoren im Anwendungsbereich von Liebherr wird aber Wasserstoff angesehen. Wasserstoff hinterlässt beim Verbrennen praktisch keine Abgase. Das macht das Gas zur umweltfreundlichen Alternative zu Kohle, Öl und Erdgas.

Motorenprüfstände eingeweiht

So hat Liebherr mehr als fünf Millionen Franken in die Einrichtung von Prüfständen für seine Wasserstoffmotoren investiert, die Anfang November jetzt eingeweiht wurden. Motorprüfstände dienen dazu, Motoren unabhängig von ihrem normalen Einsatzumfeld zu untersuchen, und laufen sieben Tage die Woche rund um die Uhr. Ab 2025 soll der Wasserstoff-Verbrennungsmotor von Liebherr die Serienreife erreicht haben.

Nach Einschätzung des Unternehmens werden von den jährlich in Bulle produzierten 10‘000 bis 20‘000 Motoren bis 2030 circa 20 bis 30 Prozent Wasserstoffmotoren sein. Bis 2050 sollen es sogar 50 bis 60 Prozent sein. 

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