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Der begehbare Rückblick der Pressezeichner

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Freiburg/ZuzwilWirtschaftskrise, Libyenaffäre, Minarettdebatte: Diese und viele andere ernste Themen beherrschten die Presse im Jahr 2009. Zeitungsleserinnen und -leser hatten wahrlich nicht viel zu lachen und dürften sich umso mehr gefreut haben, dass es wenigstens noch die Gilde der Pressezeichner gibt, die jedem noch so düsteren oder tragischen Ereignis eine witzige, satirische oder auch mal nachdenklich-philosophische Seite abgewinnen.

Über 50 Zeichner aus der ganzen Schweiz

Was dabei im Laufe eines Jahres an Karikaturen und Cartoons zusammengekommen ist, ist vom 3. bis zum 6. Dezember in Zuzwil bei Bern zu sehen, in der zweiten Ausgabe von «Gezeichnet», der gemeinsamen Jahresrückblick-Ausstellung der Schweizer Pressezeichner. Unter den 52 vertretenen Zeichnern aus der ganzen Schweiz finden sich so bekannte Namen wie Nico, Chappatte oder SWEN. Und auch die Freiburger Szene ist gleich dreifach vertreten, mit FN-Karikaturist Marco Ratschiller alias Karma und den beiden Liberté-Zeichnern Alex Ballaman und Marc Roulin.

Marco Ratschiller, hauptberuflich Chefredaktor der Satirezeitschrift «Nebelspalter», ist auch Mitglied des Organisationskomitees von «Gezeichnet 09». Die Ausstellung bezeichnet er als «grossen begehbaren Rückblick». Darin zeigen alle teilnehmenden Zeichner ihre fünf besten Karikaturen aus dem zu Ende gehenden Jahr. Ratschiller selbst hat fünf Arbeiten ausgewählt, die er als Karma für die FN realisiert hat und die auch im nationalen Kontext relevant waren: Themen rund um die Wirtschaftskrise oder um die Bundesratskandidatur von Urs Schwaller.

Bundesrat Merz als dominante Figur

Die beliebteste Zielscheibe des Jahres sei aber eine andere gewesen, so der FN-Karikaturist: Bundesrat Hans-Rudolf Merz und seine Auftritte rund um die Bankenkrise und den Libyenkonflikt.

Das hätten auch andere Zeichner so gesehen. «Merz ist die dominante, tragische Figur der ganzen Ausstellung.»

Marco Ratschiller freut sich auf die viertägige Ausstellung und hofft auf ein ähnlich volles Haus wie bei der ersten Ausgabe im vergangenen Jahr. Und er hat noch einen weiteren Wunsch: «Vielleicht bringen wir den einen oder anderen Zeitungsverleger in der Deutschschweiz dazu, darüber nachzudenken, warum er keine Karikaturen in seinem Blatt hat, obwohl Pressezeichner in der Romandie oder im Ausland Zeitungen erst ihr spezifisches Gesicht geben.»

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