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Der Blitz ist unberechenbar

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Der Knall war bis nach Gurmels und Freiburg zu hören: Ein Blitz schlug am Sonntagabend kurz vor 20 Uhr in das Haus der Familie Knutti in Bösingen ein. Er suchte sich seinen Weg über den Kamin durch Wasser-, Elektro- und Heizungsleitungen in den Boden. Mit wahnsinniger Wucht sprengte er Ziegel und Badzimmerplättchen weg, zerstörte Kaffeemaschine, Fernsehgerät und die Heizungssteuerung. «Wir sind unglaublich erschrocken», sagt Familienvater Michel Knutti. Zehn Minuten zuvor sei seine Frau noch im Badezimmer gewesen, und seine Tochter habe eigentlich duschen wollen. «Zum Glück hat sie das nicht getan.»

Nachdem der Blitz eingeschlagen hatte, rief Michel Knutti die Feuerwehr. Diese stellte sicher, dass es nirgends zu brennen begann, und machte Schadensbegrenzung: Sie setzte die Ziegel auf dem Dach wieder ein, damit es nicht ins Haus regnete. Auch bei den direkten Nachbarn–Knuttis wohnen in einem Doppelhaus–und in umliegenden Häusern zerstörte der Blitz elektrische Geräte.

200 bis 300 Häuser pro Jahr

 Im Kanton Freiburg schlägt der Blitz gemäss Angaben der Kantonalen Gebäudeversicherung KGV pro Jahr in 200 bis 300 Häuser ein. Dabei gebe es zwei Arten von Schäden, sagt Thomas Beutler, Inspektor für elektrische Installationen bei der KGV. Zum einen sind dies Gebäudeschäden: bei der Familie Knutti das beschädigte Dach etwa oder die Holzbalken. Zum anderen sind es sogenannte Überspannungsschäden. Diese entstehen, wenn der Blitz durch Elektro- oder Wasserleitungen weitergeht und elektrische Geräte im Innern des Hauses oder bei den benachbarten Häusern zerstört.

Die KGV empfiehlt als Schutz Blitzableiter und Überspannungsschutz. Beides ist für Wohnhäuser freiwillig, beispielsweise für grosse Bauernhäuser sind sie jedoch Pflicht. «Trotz des Schutzes kann ein Blitz einschlagen, die Schäden sind aber viel geringer», sagt Thomas Beutler. Da ein Blitzableiter einen grossen Teil der Energie des Blitzes absorbiere, komme es auch deutlich weniger häufig zu Bränden.

Blitzableiter subventioniert

Das Wohnhaus in Bösingen ist mit keinem Blitzableiter ausgestattet, dennoch übernimmt die KGV die Gebäudeschäden und die Mobiliarversicherung jene der Geräte. «Dafür sind wir da», sagt Thomas Beutler. Die KGV unterstütze jedoch die Installation von Blitz- und Überspannungsableitern; diese werden zu je 25 Prozent subventioniert.

«Es ist Zufall, wo der Blitz einschlägt», sagt Thomas Beutler. Es spiele keine Rolle, ob das Haus wie in Bösingen mitten im Wohnquartier stehe, einen Baum daneben habe oder alleine auf einem Hügel stehe. «Der Blitz kann auf der Seite eines Hauses einschlagen, wenn sich dort Leiter wie Metallleitungen befinden», sagt Beutler.

Befindet man sich bei einem Gewitter im Haus, rät Beutler, alle elektrischen Geräte auszuziehen. Auch sei es ratsam, sich nicht in Räumen aufzuhalten, in denen es viele Metallleitungen habe, wie etwa im Badezimmer.

Glimpflich ausgegangen

Trotz Schreck und Schäden in Bösingen: Keinem der vier Familienmitglieder oder den Nachbarn ist etwas passiert: «Es ist glimpflich ausgegangen», sagt Michel Knutti.

Der Blitz hat die Badezimmerplättchen weggesprengt. Bild Aldo Ellena

Tipps

Autos und Höhlen können schützen

Die Kantonale Gebäudeversicherung KGV gibt Tipps zum Verhalten bei Gewittern, wenn man sich draussen aufhält:Unterschlupf suchenkann man in Häusern; in Autos oder Wohnwagen mit kompletter Metallkarosserie; in Eisenbahnwagen; in grossen Höhlen, aufrecht stehend, dabei Decke und Wände nicht berühren; unter Hochspannungsleitungen, jedoch nicht in der Nähe von Masten. Unbedingtvermeidensollte man alleinstehende Bäume, Bergkämme und Gipfel; Hochspannungsmasten und Kräne; Schwimmbäder und Seen; Zelte; die Nähe zu Autos und elektrischen Weidezäunen; das Anlehnen an Felswände in den Bergen, das Tragen von langen Gegenständen (Pickel, Angelruten, Skis, Regenschirme und so weiter).

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