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Der bundesrätliche Besuch freut Freiburg

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Aufgeregt klatscht die junge Frau in die Hände. «Eines Tages sind wir vielleicht Präsidentin», sagt sie kichernd zu ihrer Freundin auf dem Rathausplatz in Freiburg. Grund für ihren Enthusiasmus: Eben hat sie mit dem Handy ein Foto von sich selbst und der Bundesratspräsidentin Simonetta Sommaruga gemacht. In der Nähe schart sich eine Gruppe junger Männer und Frauen um Bundesrat Ueli Maurer. Auch er hält bereitwillig hin für Selfies, plaudert, lacht. «Ich finde es cool, dass wir die Bundesräte treffen können», sagt einer der jungen Männer, ein Schüler der kaufmännischen Berufsfachschule. «Es ist schön, dass sie sich Zeit für uns nehmen.»

 

 Sich Zeit nehmen, der Bevölkerung zuhören, ihr Vertrauen gewinnen–genau das seien die Ziele der «extra muros»-Sitzung, die der Bundesrat gestern in Freiburg abgehalten hat, sagt Sommaruga. Für Freiburg habe sie sich aus persönlichen Gründen entschieden: Sie hatte sieben Jahre in der Stadt gelebt, am Konservatorium unterrichtet, an der Uni studiert, im Haus für geschlagene Frauen gearbeitet und war in Freiburg der SP beigetreten. «Und hier habe ich das Französisch lieben gelernt.» Für die Wahl gebe es auch politische Gründe: Als zweisprachiger Kanton mit starkem Bevölkerungswachstum und vielen Kulturen sei Freiburg in der Schweiz sehr wichtig.

 

 Vor dem Austausch mit der Bevölkerung ist für den Bundesrat Arbeit angesagt. Kurz vor neun Uhr morgens treffen die Regierungsmitglieder auf dem Rathausplatz ein–Alain Berset braust mit leichter Verspätung an: «Je näher man wohnt, desto schwieriger ist es, pünktlich zu sein», sagt er und eilt mit wehendem Mantel die Treppen zum Rathaus hoch. Der Freiburger Staatsratspräsident Erwin Jutzet drückt Simonetta Sommaruga die Hand, entlässt sie mit den Worten «A gueti Sitzig, gau», und auch sie verschwindet. Während zweier Stunden deuten auf dem Rathausplatz nur die Polizisten und die Absperrbänder darauf hin, dass besonderer Besuch zu Gast ist.

 

 Ab 11 Uhr tröpfeln die Freiburgerinnen und Freiburger langsam auf den Platz. Und als eine halbe Stunde später die Bundesräte, angeführt von der Bundesratspräsidentin, die Treppen hinunterschreiten, empfängt sie ein kräftiger, respektvoller Applaus. Sobald Simonetta Sommaruga, Eveline Widmer-Schlumpf, Doris Leuthard, Alain Berset, Didier Burkhalter, Ueli Maurer und Johann Schneider-Ammann jedoch Fuss auf den Platz setzen, ist es um die Zurückhaltung der Besucher geschehen.

 

 Der vielleicht 300 Meter lange Marsch vom Rathausplatz über das Hochzeitergässchen zum Grenette-Saal am Liebfrauenplatz dauert mehr als eine halbe Stunde. «Darf ich?»–Klick–«Ich gratuliere Ihnen.»–Klick–«Es freut mich, Sie zu treffen.»–Klick. Die Bundesräte schütteln Hände, diskutieren und posieren immer wieder für ein Foto. «Jetzt habe ich alle!», ruft eine Frau stolz, nachdem sie gemeinsam mit Doris Leuthard in die Handykamera gelächelt hat. Und auch die Magistraten gehen auf die Leute zu: Sommaruga kniet sich zu einem etwa fünfjährigen Jungen herab, fragt ihn nach seiner Zahnlücke und streicht ihm über den Kopf. Als sie weg ist, schaut er zu seiner Mutter hoch, die lacht. «Ich habs dir doch erklärt. Aber du weisst nicht, wer das war, oder?» Der Junge schüttelt den Kopf.

 

 Später, im gerammelt vollen Grenette-Saal, entspricht die dicke Luft nicht der Atmosphäre: Bei einem Glas Wein und einem Stück Greyerzer gehen die heiteren Diskussionen weiter. Gegen 13 Uhr bricht der Bundesrat auf–ein letztes Foto draussen vor dem Auto, dann sind die sieben weg.

Ueli Maurer scheut den Kontakt nicht.Alle wollen ein Foto von Doris Leuthard.Johann Schneider-Ammann stellt sich kritischen Fragen.Der Gang von der Arbeit ins Vergnügen.Didier Burkhalter diskutiert mit Alt und Jung.Eveline Widmer-Schlumpf ist zum Scherzen aufgelegt.

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