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Der Captain setzt ein Zeichen

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Topskorer, Captain, Identifikationsfigur–Julien Sprunger ist Mister Gottéron. Und er wird es in den kommenden vier Jahren auch bleiben. Der 30-jährige Stürmer, der mit Freiburg bereits 14 Saisons in der NLA absolviert hat, hat seinen 2017 endenden Vertrag bis 2020 verlängert. «Es ist positiv für die ganze Organisation, wenn ein Topspieler wie Julien bleibt. Das ist ein starkes Zeichen», sagt Sportchef Christian Dubé. «Zudem ist er nicht nur auf dem Eis wichtig, sondern für die gesamte Organisation überhaupt. Er gehört zu den bekanntesten Personen des Kantons, ist eine Art Wahrzeichen Freiburgs.»

«Eine Ehre»

Vor allem ist Julien Sprunger einer der torgefährlichsten Stürmer der Schweiz. Seine Statistik: 637 NLA-Spiele, 245 Tore, 245 Assists. Klar, dass er so ziemlich bei jedem Team unterschreiben könnte. Warum hat er sich entschieden in Freiburg zu bleiben? «Es macht mich stolz und ist eine Ehre für mich, so lange für denselben Club zu spielen, für den Verein, der schon bei den Junioren mein Club war. Ausserdem ist in meiner familiären Situation ein Verbleib in Freiburg ebenfalls das Sinnvollste», so Sprunger. Er ist Vater eines Sohnes, der bereits zur Schule geht. Lange überlegen musste er deshalb nicht. «In meinem Alter wünscht man sich ein langjähriges Engagement. Freiburg war meine erste Priorität und hat mir das geboten.» Mit anderen Clubs habe er noch nicht gesprochen. «Es ist ja ein sehr früher Zeitpunkt für eine Verlängerung. Es ist erst Mai, und ich bin noch ein Jahr unter Vertrag. Und ich hatte keine Lust, mit andern Clubs in Kontakt zu treten, nur um irgendwie meinen Lohn in die Höhe zu treiben.»

 Er wolle nicht behaupten, der Lohn habe bei den Verhandlungen keine Rolle gespielt. «Aber das war nicht der wichtigste Faktor. Freiburg ist nicht eine Wahl des Portemonnaies. Ich hätte sicher in anderen Clubs ein paar Franken mehr herausholen können. Aber ich fühle mich in Freiburg privilegiert, der Club hat mir immer gegeben, was ich gebraucht habe.» Deshalb nehme er auch eine kleine Lohneinbusse in Kauf. «Ich werde weniger verdienen als mit dem aktuellen Vertrag. Aber natürlich weiss ich, dass ich immer noch sehr, sehr gut verdiene.»

Und Bykow?

Als Sprunger 2013 das letzte Mal seinen Vertrag frühzeitig verlängerte, unterschrieb gleichzeitig auch Andrei Bykow–ebenfalls bis 2017. Die Message war klar: Das Duo gehört zusammen–und ist das Fundament Gottérons. Dieses Mal sieht es anders aus. Andrei Bykow hat seinen Vertrag noch nicht verlängert. In seiner Causa hat der Club offenbar keine Eile. «Es sind für mich zwei komplett verschiedene Spieler. Nach dem Saisonende hatte für mich die Vertragsverlängerung von Julien Priorität», sagt Dubé. «Meine nächste Priorität ist nun die Verpflichtung eines fünften Ausländers für die kommende Saison. Danach schauen wir weiter. Es ist ja noch sehr früh. Aber natürlich ist Andrei ein sehr wichtiger Spieler für den Club.»

Sprunger hat vor seiner Vertragsverlängerung mit Bykow gesprochen. «Er war einer der Ersten, der auf dem Laufenden war. Ich hoffe, dass unsere gemeinsame Zeit weitergeht und er bald ebenfalls verlängert. Aber wir sind zwei eigenständige Spieler mit unterschiedlicher Geschichte. Er ist auch jünger und hat eine andere Familiensituation. Deshalb war für mich klar, dass ich meinen Entscheid nicht von einem anderen Spieler abhängig mache.»

 «Nicht Jahr für Jahr in den Strichkampf involviert sein»

 Wenn Sprungers Vertrag endet, wird er 34 Jahre alt sein. Gottéron für immer also? «Momentan sieht es danach aus. Aber im Spitzensport weiss man nie. Ich denke nicht, dass ich mit 34 meine Karriere bereits beenden werde. Und wie man bei uns oder auch in anderen Clubs gesehen hat, kann es plötzlich schnell gehen. Goran Bezina etwa hat ebenfalls ewig für Genf gespielt–und plötzlich hiess es dann: Danke und Tschüss!»

Bis 2020 heisst es das bei Sprunger ziemlich sicher noch nicht. Welche Ziele verfolgt der Stürmer mit dem Club bis dahin? «Ich hoffe, dass wir bald wieder dieselben Ambitionen hegen wie vor zwei, drei Jahren, dass wir wieder um die vordersten Plätze im Klassement spielen und nicht Jahr für Jahr in den Strichkampf involviert sind. Ausserdem würde ich gerne in dieser Zeit in einer neuen Eishalle spielen.» Und ein Meistertitel. Ein Meistertitel wäre für Sprunger das höchste der Gefühle. «Aber ich weiss, dass das mit Gottéron kein leichtes Unterfangen sein wird. Ginge es mir darum, unbedingt den Titel zu holen, müsste ich für vier Jahre in Zürich oder Bern unterschreiben. Dann wäre die Wahrscheinlichkeit gross. Aber natürlich wäre das nicht dasselbe wie mit Freiburg …»

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