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Der Countdown läuft

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Autor: Michel Spicher

Es ist der Höhepunkt für jeden Schwinger: Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest, das nur alle drei Jahre stattfindet. Ende August, also in knapp vier Monaten, verwandelt sich Frauenfeld für drei Tage (20.-22.8.) zur Hochburg für die urschweizerischen Sportarten Schwingen, Hornussen und Steinstossen und nur die Bösesten der Bösen werden dabei sein. Auch die Freiburger Eidgenossen Stefan Zbinden, Hans-Peter Pellet und Michael Nydegger werden in der Thurgauer Kantonshauptstadt das Sägemehl pflügen, alle auf der Jagd nach einem Kranz. Diesen Sonntag nehmen sie zusammen mit 60 anderen Westschweizer Aktiven und an die einhundert Jungschwinger in Corminboeuf eine erste Standortbestimmung vor.

Club der Hunderter

Für Zbinden ist es der erste Ernstkampf seit seiner Ellbogenverletzung, die er sich letzten August in Riaz zugezogen hatte. Drei Monate musste der Sensler wegen eines abgesplitterten Knochenstücks pausieren und verpasste deswegen seinen Saisonhöhepunkt, das Berner Kantonalschwingfest in Laupen.

Seit November steht Zbinden wieder im Sägemehl, vier bis fünf Mal pro Woche, jeweils zwei Stunden. Zudem hat er zwei Trainingslager absolviert. Immer mit Blick in Richtung Frauenfeld. «Mein absolutes Ziel ist es, am Eidgenössischen einen Kranz zu holen», sagt er. «Wenn es mehr wird, umso besser. Ich bin aber realistisch. Es ist schwer genug, überhaupt einen Kranz zu erkämpfen.»

Momentan nennt Zbinden 87 Kränze sein eigen, mindestens dreizehn sollen es noch werden. «Wenn mein Körper gesund bleibt, möchte ich es gerne in den Hunderterclub schaffen», sagt der bald 33-jährige Sensler. «Ich bin aber keine 20 mehr, ich muss mir meine Kräfte einteilen.»

Zbinden Titelverteidiger

Deswegen wird er dieses Jahr kaum bei kleinen Schwingfesten antreten und wird voraussichtlich auch das Weissenstein-Schwinget auslassen. «Ich will nicht am Eidgenössischen ausgepumpt sein», erklärt der Gifferser. Dick angestrichen hat Zbinden in seiner Agenda hingegen das Schwarzsee-Schwinget (20. Juni) und das kantonale Schwingfest in Plaffeien (27. Juni). Beide Anlässe gehören für den Sensler neben dem Eidgenössischen zu den Höhepunkten. Auch bei der Saisonpremiere in Corminboeuf wird Zbinden in die Zwilchhose steigen. Als Titelverteidiger freut er sich, dass es endlich losgeht. «Es wird ein erster richtiger Test für mich. Ich habe diese Woche hart trainiert, mal schauen, was es unter Wettkampfbedingungen leiden kann.»

Nochmals Eidgenössisches

Zbindens grösster Konkurrent ist der Eidgenoss Hans-Peter Pellet. «Im Sägemehl sind wir zwar Konkurrenten, privat kommen wir aber gut zusammen aus», sagt Zbinden über seinen Clubkollegen, dessen Explosivität, extreme Schnellkraft und Coolness er bewundert. «Die Einladung für meine bevorstehende Hochzeit hat Hans-Peter jedenfalls angenommen», fügt Zbinden mit einem Lächeln an.

Die Saisonpremiere in der Reithalle in Corminboeuf wird Hans-Peter Pellet allerdings verpassen. Der Bauschreiner hat sich vor vierzehn Tagen den Fuss gequetscht, als ihm bei der Arbeit eine Türe auf den Fuss gefallen ist. «Es ist zwar nur eine kleine Sache, aber dass ich deswegen den Auftakt verpasse, ist ärgerlich», sagt die Freiburger Nummer eins. «Anderseits ist es mir lieber, so etwas passiert jetzt, als kurz vor dem Eidgenössischen.»

Damit macht Pellet auch gleich klar, wo für ihn in dieser Saison die Priorität liegt. «Ich möchte unbedingt einen Kranz am Eidgenössischen holen. Darauf arbeite ich die ganze Saison hin.» Für den bald 40-Jährigen wird Frauenfeld der letzte Auftritt auf der ganz grossen Schwingerbühne sein. Dabei kann der Senlser aber bestimmt wieder auf die Unterstützung der Zuschauer zählen, denn schon fast traditionellerweise gehört er am Eidgenössischen zu den Publikumslieblingen. Warum, kann er sich allerdings auch nicht recht erklären. «Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich ein Angriffsschwinger bin. Die Leute sehen, dass ich nicht einfach auf Stellen aus bin, und sie honorieren das.»

Pellets Rekordjagd

Wenn es dem Oberschroter diese Saison gelingt, seine Angriffe durchzubringen, könnte er bald der erfolgreichste Schwinger aller Zeiten werden. 127 Kränze hat Pellet schon gewonnen, fünf fehlen ihm noch, um die Rekordmarke von Markus Thomi zu «schränzen». An die Bestmarke des Winterthurers denkt der Sensler indes nicht: «Mein Ziel ist es, gesund zu bleiben. Ich nehme lieber Sonntag für Sonntag anstatt mir wegen des Rekords Gedanken zu machen. Diesen zu knacken wird sowieso sehr schwer werden.»

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