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Der erste Backstein in der Mauer der Blue Factory

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mit dem Einzug des Zentrums für Gesundheitswissenschaften SICHH auf dem Cardinal-Areal in den nächsten Wochen nimmt der Technologiepark Blue Factory endlich Gestalt an. Sobald die Räume bereit sind, werden die Diagnosegeräte installiert, die das Herz der zukünftigen Arbeit des SICHH bilden, hiess es vor der Presse. «Wir sind der erste grosse Stein auf der Baustelle Blue Factory», freute sich Diego Braguglia, der neue Firmenchef der SICHH AG.

Das Konzept eines Dienstleistungszentrums für Bio- und Medizinaltechnik ist neu. Und es wurde in Freiburg entwickelt. Die Lancierung des Blue Factory-Konzepts nach der Schliessung der Cardinal eröffnete der Universität Freiburg Möglichkeiten, sich im lukrativen Tech-Bereich breitzumachen, sagte Rektor Guido Vergauwen: «Wir haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt.» Das SICHH ermögliche den Wissensaustausch zwischen Akademikern und der Industrie ausserhalb der Mauern der Uni und bringe dieser auch Renommee. Sie hat eigens für die SICHH eine Aktiengesellschaft gegründet (Kasten).

Ressourcen für gute Ideen

Das SICHH bietet Forschenden, Kliniken und Firmen Fachwissen und Ausrüstung an, zum Beispiel Genanalysen und Mikroskopie für die Erforschung von Proteinen im menschlichen Körper. «Wir stellen Ressourcen zur Verfügung, damit aus Ideen konkrete Innovationen werden», erläuterte Braguglia.

Für die nötigen Apparaturen und den Betrieb in der Startphase braucht die SICHH AG gegen zwölf Millionen Franken. Zuerst als Fremdkapital, doch so bald wie möglich will das Jungunternehmen selbsttragend sein. Der Kanton hilft zwar, doch nicht à fonds perdu.

«Findet uns eine Lösung»

Für die Gesundheitsindustrie ist der Geräte- und Expertenpark ein willkommenes Angebot. Die Branche ist ge- prägt von Kleinbetrieben und Neugründungen. Sie verkaufen den grossen Konzernen fertig entwickelte Produkte, haben gute Ideen und Grundlagen, können diese aber mangels Ressourcen nicht weitererforschen. Sie kaufen dieseDienstleistungen deshalb beimSICHH ein. Denselben Kostenvorteil erhoffen sich übrigens auch die Hochschulen.

«Hier arbeiten an einem Ort Fachleute aus vielen Bereichen, die über dasselbe Problem nachdenken und gemeinsam eine Lösung suchen», erklärt Stéphane Bernard, Vizedirektor des Partnerunternehmens Debiopharm, die praktischen Vorteile des Diagnostikzentrums. Das SICHH helfe seiner Firma zum Beispiel, ein einmal entdecktes Molekül in ein wirksames Medikament umzusetzen.

Premiere: Die Universität Freiburg wird zum Mehrheitsaktionär

D ie Universität hat eine Aktiengesellschaft gegründet, seines Wissens eine Premiere, sagte Rektor Guido Vergauwen. So werde die Autonomie der SICHH AG von der Uni, aber auch von der Wirtschaft gewahrt. Für die Gründung warf die Uni 100 000 Franken aus eigenen Mitteln auf. Sie will aber ihr Aktienkapital so rasch wie möglich auf 51 Prozent reduzieren und Minderheitsaktionäre zulassen, allen voran das Freiburger Spital. Dieses ist ein wichtiger Partner vor allem in der Übertragung technologischer Modelle auf den Menschen und für die Verbindung zur medizinischen Praxis. Dennoch zeige ihre Aktienmehrheit, dass die Uni die Kontrolle nicht aus den Händen geben wolle, betonte Vizerektor Titus Jenny.

Bisher haben 30 Firmen aus verschiedenen Branchen ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. Der Businessplan sieht vor, Einnahmen aus dem Einsatz der Geräte, der Beratung sowie der Übertragung von Patenten zu generieren. Rund 20 Personen werden bei SICHH angestellt. Am 15. Oktober ist ein Tag der offenen Tür vorgesehen. fca

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