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Der erste «Klassiker» seit 41 Jahren

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Man kann fragen, wen man will. Das 4:2 für den FCB vom Mittwoch sei eine gute Einstimmung oder ein «wilder Vorspann» (Titel der «NZZ») auf das gewesen, was Zuschauer und Spieler in der Endausmarchung des Cups erwarte, heisst es allenthalben.

Das aufwühlende Duell von Mitte dieser Woche ist verarbeitet, der Fokus war bereits tags darauf auf die Partie um die Sandoz-Trophäe gerichtet. Viele neue Erkenntnisse gab es ohnehin nicht. «Wir kennen Basel in- und auswendig», sagte Urs Meier. «Und sie waren sehr gut auf unser 3-5-2 eingestellt.» Nun gelte es eine Lösung zu finden, nicht wieder so früh unter Druck zu geraten. «Wir legen grossen Wert darauf, diesmal in Führung zu gehen. Wer das 1:0 erzielt, wird taktisch im Vorteil sein.» Meier sprach davon, effizienter werden zu müssen. «Das gelang uns in Basel erst, als wir 0:3 in Rückstand waren.» Viel erhofft er sich von Stürmer Franck Etoundi, der seit der Winterpause grosse Fortschritte gemacht hat und nach dem späten Eintritt in Basel wieder in die Aufstellung rücken wird.

Klare Rollenverteilung

 Es ist nicht so, dass sich die Startformationen der beiden Teams anhand der abwesenden Spieler von selber ergeben würden. Allzu viele Optionen bieten sich den Coaches aber nicht. Grosse Veränderungen wird vor allem FCZ-Coach Meier vornehmen müssen. Mit den gesperrten Pedro Henrique und Marco Schönbächler fehlen beide Spieler für die rechte Aussenbahn, dazu auch der mit einer harten roten Karte in Basel bestrafte Linksfuss Loris Benito. Murat Yakin, der auf die (wieder) verletzten Marco Streller und Fabian Schär verzichten muss, dürfte im Angriff auf Matias Delgado setzen.

In der Rangliste der Super League trennen Leader Basel und den sechstklassierten FCZ 17 Punkte. Deshalb, findet zumindest Urs Meier, seien die Rollen klar verteilt. Er rückte den finanziell und sportlich besser aufgestellten Gegner in die Position des Favoriten. «Wir dürfen uns nicht anmassen zu sagen, dass wir gewinnen müssen.» Für den Basler Fabian Frei geniesst der 19. Cupfinal der Vereinsgeschichte–ohne dass er es explizit so formuliert hätte–Priorität «1b». «Ein Meister wird in 36 Runden ermittelt, im Cup muss man als Super-League-Klub maximal zwei Teams aus der eigenen Liga schlagen.»

Hoher sportlicher Wert auch für FCB

Von hohem sportlichem Wert ist das Kräftemessen für beide Mannschaften. Basel hat nach der Final-Niederlage 2013 im Penaltyschiessen gegen die Grasshoppers etwas gutzumachen. Auf dem Weg ins letzte Sechstel der Super-League-Saison kann der Cupsieg entscheidenden Einfluss haben–im positiven wie im negativen Sinn. «Wenn unsere neuen Spieler sehen, wie man auf dem Barfüsserplatz Titel feiert, kann das eine Schubwirkung haben», formulierte es Frei. «Vielleicht kann eine Niederlage aber auch das Gegenteil bewirken.»

Für den FCZ, der nach neun Jahren wieder im Endspiel steht, bietet sich die Chance, den ersten Titel seit der Meisterschaft 2009 und dem Beginn der erdrückenden Serie des FC Basel zu gewinnen. «Dieser Final ist für uns darum so extrem wichtig, weil wir uns mit diesem Titel nach allen Widerständen und Ups und Downs den Lohn abholen wollen. Es ist zum Markenzeichen des FCZ geworden, nach Rückschlägen wieder aufzustehen», so Urs Meier. Den Beweis dafür kann Zürich nach dem 2:4 bei erster Gelegenheit liefern. Der achte Cupsieg hätte einen angenehmen Nebeneffekt: Der FCZ wäre vorzeitig für den Europacup qualifiziert und nach zuletzt sechs sieglosen Spielen nicht mehr von einer Klassierung in den Top 5 der Super League abhängig. Si

 

Cupfinal

Die letzten 15 Duelle

2013GC – Basel 1:1;4:3 n.P.

2012Basel – Luzern 1:1;4:2 n.P.

2011Sion – Xamax 2:0

2010Basel – Lausanne 6:0

2009Sion – YB 3:2

2008Basel – Bellinzona4:1

2007Basel – Luzern 1:0

2006Sion – YB 1:1;5:3 n.P.

2005Zürich – Luzern 3:1

2004Wil – GC 3:2

2003Basel – Xamax 6:0

2002Basel – GC 2:1 n.V.

2001Servette – Yverdon3:0

2000Zürich – Lausanne2:2;5:2 n.P.

1999Lausanne – GC 2:0

Der Weg in den Final

1/32-Finals:Bassersdorf (2./auswärts) 6:0.1/16-Finals:Stade Lausanne-Ouchy (2.i./a) 3:2.Achtelfinals:Baden (1. C/a) 4:1.Viertelfinals:St. Gallen (a) 1:0.Halbfinals:Thun (h) 0:0 n.V.; 5:4 i.P.

1/32-Finals:Old Boys (1. Promotion/a) 1:0 n.V.1/16-Finals:Münsingen (1. Classic/a) 1:0.Achtelfinals:Tuggen (1. P/a) 3:1.Viertelfinals:Le Mont (1. P/h) 6:1.Halbfinals:Luzern (h) 1:0.

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