Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der Ethik ihren Platz einräumen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Ereignisse auf den Finanzmärkten vor vier Jahren haben neben ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft auch das Ausbildungssystem infrage gestellt, ist Jean-Etienne Berset, Generaldirektor der vier Freiburger Fachhochschulen, überzeugt. Die Hochschulen hätten deshalb die Pflicht, die Inhalte ihrer Ausbildung zu hinterfragen und die tieferen Ursachen für die Verblendung eines ganzen Systems zu ergründen.

Das Resultat dieses Infragestellens ist eine Sommerakademie in angewandter Ethik. Diese und vergangene Woche findet in Freiburg ein interdisziplinäres Seminar statt, das Studierenden aller vier Fachhochschulen offensteht.

Teilnahmerekord

Wie Berset gestern an einem Pressegespräch sagte, hätten bei der diesjährigen dritten Austragung der Sommerakademie mit 36 Studierenden mehr denn je teilgenommen. Während jeweils einem halben Studientag konnten sich die Teilnehmer mit der ethischen Dimension von Themen wie «Technologie und Gesundheit», «Bewertung von Windanlagen auf dem Schwyberg», «falsche Medikamente» oder «Identität und Personendaten» auseinandersetzen.

Dies gab beispielsweise einem Studenten der Ingenieurschule Gelegenheit, sich Gedanken über Ethik im Gesundheitswesen zu machen. «Das Ziel ist, dass sich die Studenten der verschiedenen Schulen durchmischen», so Berset. «Das wird an dieser Sommerakademie auch durchwegs geschätzt. Der Horizont soll über die eigene Studienrichtung hinaus erweitert werden.»

Erklärtes Ziel der Freiburger Fachhochschulen ist es auch, möglichst zweisprachig aufzutreten. Die Sommerakademie bot zwar Workshops ausschliesslich in französischer Sprache an, aber die Abschlussarbeiten können auch in Deutsch geschrieben werden. Gemäss der Dozentin Marlise Colloud von der Ingenieurschule nahmen auch deutschsprachige Studenten am zweiwöchigen Anlass teil.

Allerdings wies Colloud darauf hin, dass es zwei Wochen vor dem offiziellen Unterrichtsbeginn für einige Studenten schwierig sei, sich die Zeit für die Sommerakademie zu nehmen. Auffällig ist zudem, dass, wie schon in den ersten Austragungen, die Teilnehmer sich ausschliesslich aus der Hochschule für Wirtschaft und der Hochschule für Technik und Architektur rekrutieren.

Jean-Etienne Berset begründete das unter anderem damit, dass die drei zu verdienenden Credits in diesen beiden Schulen zu den 180 Credits (ECTS-Punkte) für den Bachelor gezählt werden können. Bei der Fachhochschule für Gesundheit und jener für soziale Arbeit sind die 180 Credits aber vorgegeben. Die Sommerakademie wäre also dort freiwillige Extraarbeit. Und spätestens da hört die Ethik auf.

Mehr zum Thema