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«Der FC Freiburg ist so lebendig wie schon lange nicht mehr»

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Obwohl der FC Freiburg in die 3. Liga abgestiegen ist, blickt der einstige Vorzeigeclub des Kantons zuversichtlich in die Zukunft. Bevor er sportlich aber wieder angreifen kann, muss er erst

….einige andere Dinge in Ordnung bringen.

Es gab sie, die ruhmreichen Zeiten des FC Freiburg: 1954 standen die Schwarz-Weissen im Final des Schweizer Cup, fünf Saisons lang gehörten sie in den 50er- und 60er-Jahren zur Nationalliga A. Auch in jüngerer Vergangenheit war der Verein lange das Aushängeschild des Kantons: Von 2000 bis 2019 spielte er auf nationalem Niveau in der 1. Liga, eine Saison gar in der Promotion League (2012/13). Und heute? Seit Freitag ist klar: Der FC Freiburg ist sogar auf regionaler Stufe nur noch zweitklassig. Die 1:5-Niederlage gegen den SC Düdingen besiegelte seinen Abstieg in die 3. Liga.

Fatale Forfait-Niederlage

Nach der wenig erfolgreichen Vorrunde mit nur drei Punkten glaubte zur Winterpause kaum jemand daran, dass die Pinguine in der 2. Liga den Klassenerhalt schaffen könnten. Doch in der zweiten Saisonhälfte traten sie wie verwandelt auf, holten 20 Punkte und waren damit das fünftbeste Team der Rückrunde. Gereicht hat es trotzdem nicht ganz. Wegen der höheren Strafpunkte hatte Freiburg gegenüber dem punktgleichen La Combert das Nachsehen. Besonders bitter: Ohne die Forfait-Niederlage gegen Sarine-Ouest hätte der FCF drei Punkte mehr auf dem Konto und würde nächste Saison noch in der 2. Liga auflaufen.

Wie der Phönix aus der Asche

Von Frust ist in der Kantonshauptstadt aber wenig zu merken, die Zuversicht überwiegt. «Selbst in der 3. Liga werden wir uns in einer viel besseren Situation befinden als vor einem Jahr», sagt Vereinspräsident Luca Scuderi. «Als wir im Mai 2023 den FC Freiburg übernommen haben, besass er kein Material und war mit einem Transferverbot belegt. Sieben Wochen vor Meisterschaftsstart hatten wir einen einzigen Spieler unter Vertrag. Was Cédric seither geschaffen hat, ist heldenhaft.»

Scuderi bedauert zwar, dass mehr als ein Jahr harte Arbeit und Opfer nicht belohnt worden ist, dennoch schaut er optimistisch in die Zukunft. Über Gerüchte, wonach der FC Freiburg seine erste Mannschaft im Falle einer Relegation in die 3. Liga auflösen werde, kann er nur den Kopf schütteln. «Der FC Freiburg ist so lebendig wie schon lange nicht mehr», sagt der Präsident. Mit dem Verein gehe es aufwärts, sowohl, was die sportlichen Leistungen betreffe, als auch bezüglich Anzahl Mitglieder und Juniorenmannschaften. «Die erste Mannschaft besteht ausschliesslich aus Spielern, die in Freiburg wohnen. Sie hat in der Rückrunde gezeigt, dass sie mit den Besten der 2. Liga mithalten kann. Die zweite Mannschaft bestreitet momentan die Aufstiegsspiele in die 4. Liga. Und heute zählt unser Verein über 100 Junioren, und wir haben auf jeder Nachwuchsstufe mindestens eine Mannschaft», freut sich Scuderi.

Die Basis konsolidieren

Das hatte vor einem Jahr noch ganz anders ausgesehen. Weil der FC Richmond und der FC Marly dem FC Freiburg die Zusammenarbeit bei der Nachwuchsgruppierung Team Freiburg Stadt gekündigt hatte, geriet der Verein unter Druck. Wollte er nach seinem Aufstieg in der 2. Liga regional eine Spielberechtigung erhalten, musste er entweder 18 eigene Junioren in einer Gruppierung stellen oder selbst mindestens eine Mannschaft bei den Junioren A, B oder C haben. «Ich weiss nicht genau, was zwischen den Vereinen und dem alten FCF-Vorstand vorgefallen war, aber als wir den Club übernommen hatten, mussten wir bei den Junioren quasi bei null beginnen», erklärt Scuderi. «Alle sprechen immer nur von der ersten Mannschaft, aber die Basis eines jeden Vereins sind die Junioren. Wenn wir als Verein weiter wachsen wollen, müssen wir zuerst die Basis konsolidieren». Das sei wichtiger als ein sofortiger Wiederaufstieg in die 2. Liga, versichert der IT-Manager. «Wir müssen Schritt für Schritt machen. Es wird noch Jahre und viel Arbeit brauchen, um den Club wieder auf Kurs zu bringen.»

Der Schuldenberg schrumpft nur langsam

Für Seitenwind sorgen nach wie vor die Schulden, die sich beim FC Freiburg in den vergangenen Jahren aufgetürmt haben, und die der neue Vorstand um Luca Scuderi abzutragen versucht. An der Generalversammlung Ende November letzten Jahres wurden die Verbindlichkeiten von 492’000 Franken auf 440’500 Franken gesenkt. Wie sieht es heute aus? «Wir arbeiten daran und können immer wieder ein bisschen was zurückzahlen», erklärt Scuderi. «Wir haben das Glück, dass viele unserer Gläubiger Privatpersonen sind, die Verständnis für unsere Situation aufbringen und bereit sind, auf ihr Geld zu warten.» Die dringlichen Rechnungen wie Steuern, Mehrwertsteuer, Sozialabgaben oder Beiträge an den Schweizer sowie den Freiburger Fussballverband habe man zuletzt immer bezahlen können.

Trikots aus dem eigenen Sack bezahlt

Als anfangs Saison das Geld aus der Vereinskasse nicht gereicht hat, haben Luca Scuderi und Cédric Tona die Trikots der Junioren und verschiedenes Material aus ihrem privaten Portemonnaie bezahlt. Ob er dieses Geld zurückbekommen wird? Scuderi zuckt mit den Schultern. «Zuerst sind diejenigen dran, die schon länger auf ihr Geld warten.»

Was die Strafanzeige gegen die ehemalige Präsidentin Magdalena Lauper betrifft, so nimmt die Angelegenheit ihren Lauf. «Die Staatsanwaltschaft hat ihre Arbeit schon vor einiger Zeit aufgenommen. Wie der aktuelle Stand ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht haben wir schon morgen einen Brief in unserem Postfach, vielleicht auch erst in einem Monat oder später.» Auch in dieser Angelegenheit wartet auf den FC Freiburg noch ein langer Weg.

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