Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der FC Freiburg ohne Zug auf das Tor

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Kurt Ming

Fussball 1. Liga Immer wenn der FC Freiburg auf dem Weg Richtung Tabellenspitze ist, kommt ein sportlicher Rückschlag. So auch an diesem Wochenende in Meyrin, wo Freiburg nach drei Spielen ohne Niederlage gegen einen allerdings starken Widersacher verlor. Mangelnde Zweikampfstärke und der fehlenden Zug aufs gegnerische Tor waren laut Trainer Jacques Descloux die Hauptgründe für das Scheitern seiner Mannschaft in der Nähe der französischen Grenze.

Meyrin nutzte seine Chancen konsequent

Die Genfer, die ihrerseits aus einer Negativserie mit einer Heimniederlage gegen den SC Düdingen herauskamen, hatten sich offensichtlich für diesen wichtigen Match einiges vorgenommen und gingen viel bissiger und siegeshungriger in die Partie als der Gast. So war es nicht verwunderlich, dass der Heimklub nach gut einer Viertelstunde mit seiner ersten richtigen Torchance in Führung ging. FCF-Captain Fredy Piller verlor im Mittelfeld einen Zweikampf, der Steilpass kam zu Yannick Nkufo, dem jüngeren Bruder des früheren Internationalen Blaise Nkufo, der dem etwas weit vorne postierten Kelion Ruiz mit einem gekonnten Heber keine Abwehrchance liess. «Dieses unnötige Tor war irgendwie symptomatisch für unser ganzes Spiel in Genf, wir waren oft den entscheidenden Schritt zu spät», analysierte der enttäuschte FCF-Trainer diese vorentscheidende Spielszene nach dem Match.

Nach einer halben Stunde konnte dann Meyrin den Vorsprung sogar noch ausbauen. Nach einer Kopfballstafette vor dem Freiburger Tor landete der Ball zuerst am Pfosten, Ruiz konnte den Nachkopfball von Mikaël Cardoso noch wegboxen, der Schiedsrichter entschied jedoch nach kurzem Zögern trotzdem auf Tor. Die Freiburger ihrerseits kamen erst kurz vor dem Seitenwechsel zu ihrer ersten Torchance, als Goalie Bojan Grujicic einen Weitschuss von Yannick Zaugg aus gut 25 Metern zum Entsetzen seiner Vorderleute an die eigene Querlatte lenkte, von wo der Ball ins Aus flog.

Descloux riskierte alles

Nach der Pause stellte Freiburgs Coach um, brachte mit Sylvain Mora einen echten dritten Stürmer und verteidigte von nun an hinten nur noch mit drei Mann. Damit bekam Freiburg im Mittelfeld das Spiel wohl etwas besser in Griff, die echten Tormöglichkeiten der Gäste waren allerdings auch im zweiten Umgang an einer Hand abzuzählen. Dies war einerseits auf die relativ sattelfeste Abwehr des Siegers zurückzuführen, aber auch auf das mangelnde Durchsetzungsvermögen von viel gepriesenen Offensivleuten wie Yohan Viola und Jean-Michel Rodriguez. In der 69. Minute verpasste der schnelle Mora mit einem Kopfball aus kurzer Distanz das Tor allerdings nur knapp; ein Anschlusstor zu diesem Zeitpunkt hätte dem Match vielleicht noch ein bisschen Leben eingehaucht. Meyrin, unter der Führung seines starken Captains Jean-Philippe Lebeau, brachte den Sieg so allerdings ohne grosse Mühe über die Zeit; trotz gelegentlichen Kontern über die zwei neuen Stürmern konnte es aber auch keine Torgefahr mehr kreieren.

Fehlender Spielgestalter

Meyrins Trainer Hervé Musquère wirkte nach dem Schlusspfiff verständlicherweise viel glücklicher als sein Gegenüber Jacques Descloux und sprach von einem Sieg fürs Selbstvertrauen seines Teams, das zuletzt resultatmässig unten durch musste. Den Freiburgern bleibt nichts anderes übrig, als sich in dieser Woche für das Derby vom Freitag vorzubereiten. Dann wird es allerdings vorab im Offensivbereich eine viel stärkere Leistung brauchen, um zu Punkten zu kommen. Einmal mehr fehlte den Pinguinen auch ein Spielgestalter, der die Spitzen mit brauchbaren Bällen hätte einsetzen können. Aber dieses Übel ist beim FCF ja kein neues Kapitel.

Telegramm

Meyrin – Freiburg 2:0 (2:0)

Stade des Arbères: 345 Zuschauer.- SR Michael Ren.Tore: 17. Nkufo 1:0, 29. Cardoso 2:0.

Meyrin: Grujicic; Ratta, G. Golay, Soares, Katana; Cardoso, De Freitas, Lebeau, Lepape; Nkufo (60. K. Boughanem), Belladon (72. M. Quattara).

Freiburg: Ruiz; Déglise (46. Charrière), Bize, Prempeh, Brülhart; Pelle (46. Mora), Rodriguez (62. Sturny), Zaugg, Piller; Chammartin, Viola.

Bemerkungen: Meyrin ohne El Almami, Tsimba, Kusunga (alle verletzt), Wana-Esende (gesperrt), A. Golay (abwesend); Freiburg ohne Denervaud (verletzt). Pfostenschuss Lepape (29.), Zaugg (44.). Verwarnungen: Katana (48.), Cardoso (83.).

Mehr zum Thema