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Der Freiburger Holz-Lobbyist ist 25-jährig

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Lignum Freiburg vereinigt mehrere Verbände des Kantons wie diejenigen der Waldbesitzer, Sägereien, Schreinereien, Zimmereien usw. sowie an Holz interessierte Privatpersonen. Der jahrelange Einsatz der Vereinigung hat sich gelohnt, denn Holz als Bau- und Brennmaterial hat sehr an Bedeutung gewonnen.

Nicht nur, weil der Staat heute bei öffentlichen Bauten dem Baumaterial Holz Rechnung tragen muss. Gerade auch die Architekten wüssten Holz dank seiner wertvollen Eigenschaften – es ist ökologisch, nachhaltig, ästhetisch, hat gute thermische Werte – wieder zu schätzen, wie dies an der von Pascal Corminboeuf präsidierten Versammlung am Donnerstagabend angetönt wurde. Der ehemalige Freiburger Land- und Forstwirtschaftsdirektor ist seit 2012 Präsident von Lignum Freiburg. Vor allem das Referat von Markus Mooser, Direktor von Lignum Westschweiz, zeigte auf, dass Bauherren grosses wirtschaftliches Interesse haben, bei der Renovation und Aufstockung von Altbauten auf Holz zu setzen.

Für einheimisches Holz

Die Waldbesitzer und das Holzgewerbe haben mittlerweile auch im Kantonsparlament ihre Lobby. 50 Grossräte haben sich dem Wald- und Holzklub des Grossen Rates angeschlossen. Wie dessen Präsident Gilles Schorderet (SVP, Zénauva) sagte, kann der Klub Erfolge verzeichnen, etwa die Erhöhung der Subventionen für Schindeldächer um zehn Prozent.

Freude bereitet Schorderet das geplante neue Polizeigebäude–ein 43-Millionen-Projekt mit einem Holzkonzept. Wie er weiter festhielt, haben die Grossräte Yvan Hunziker (FDP, Semsales) und Pascal Grivet (SP, Semsales) eine Motion eingereicht, die verlangt, dass die Unternehmen das Label COBS besitzen müssen, wollen sie bei Bauten des Kantons oder bei Projekten mit finanzieller staatlicher Unterstützung zum Zuge kommen. «Es ist das einzige Label, das die Verwendung von einheimischem Holz garantiert», hielt dazu Sekretär Michel Niquille fest.

Lignum setzt sich denn auch für die Verwendung einheimischen Holzes ein. So beklagte sich Pascal Corminboeuf über das mangelnde Interesse an Schweizer Holz zugunsten von ausländischem Holz. «Wir müssen darüber sprechen», hielt er fest und wies auf die manchmal unlautere ausländische Konkurrenz hin.

Vorstoss: Poya-Projekt gibt zu reden

I n Bezug auf die Konkurrenzsituation mit dem Ausland sorgte kürzlich die Decke der Eingangsgalerie der Poyabrücke für Wirbel. Die Decke wurde von der Zimmerei Vial in Le Mouret mit Holz aus Österreich versehen. Lignum-Sekretär Michel Niquille sprach dabei von einem «coup de cochon». Wie er sagte, spielte Lignum Freiburg mit dem Gedanken, in einem Rechtsgutachten zu prüfen, ob einheimisches Holz bei öffentlichen Bauten aufgezwungen werden könne.

Gar keine Freude an den Äusserungen des Sekretärs hatte der anwesende Grossrat Jacques Vial (CVP, Le Mouret). Gemäss ihm ist sein Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen einer starken Konkurrenz ausgesetzt. Er gab zu verstehen, dass Aufträge oft nur mit billigerem Holz aus dem Ausland einzuholen seien. So machte er keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die Haltung von Lignum. «Es ist nicht die Vereinigung Lignum, die mir die Arbeitsplätze garantiert», hielt er fest und lud die Mitglieder ein, mit ihm die Poyabrücke zu besichtigen. Jacques Vial war kürzlich auch in Kritik geraten, weil er als Auftragnehmer gleichzeitig in der Parlamentarischen Untersuchungskommission sitzt, welche die Mehrkosten der Poyabrücke unter die Lupe nimmt. Grossrat Pierre Mauron (SP, Bulle) hatte diesen Punkt letzte Woche in einer Anfrage an den Staatsrat vorgebracht. az/uh

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