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Der Freiburger Patrick Aebischer hat die ETH Lausanne weltweit bekannt gemacht

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Patrick Aebischer, Sie sind in Freiburg aufgewachsen, lebten aber auch in Genf und den USA und nun seit Jahren in Lausanne. Wo fühlen Sie sich am wohlsten?

Patrick Aebischer: In Europa. Ich bin sehr verbunden mit Freiburg; ich bin in der Unterstadt aufgewachsen und habe dort gelebt, bis ich zwanzig war. Danach war ich in den USA, an der Universität. Ich mag die Romandie – und weil ich mich so europäisch fühle, bin ich auch wieder aus den USA in die Schweiz zurückgekehrt.

Gefiel es Ihnen in den USA weniger?

Die Aufregung und Neugierde in der Forschung hat mir sehr gefallen. Aber der Lifestyle ist in Europa viel angenehmer: die Märkte, die Schulen, die Kultur, die Lebensart. Wir haben an der EPFL zusammen mit zahlreichen Professoren, die ebenfalls an Universitäten in den USA gewesen sind, eine Mischung aus den USA und Europa geschaffen.

Kann man denn die beiden Mentalitäten überhaupt mischen? Da ist die Wettbewerbsorientierung der USA, hier die Gemächlichkeit Europas.

Wir haben das Beste aus beiden Kulturen geholt: Die Ausrichtung auf Wettbewerb und Verdienst in den USA, die sichere Finanzierung durch den Staat in der Schweiz. So haben wir viele Europäer zurückgeholt, die an amerikanischen Universitäten unterrichtet und geforscht haben. Und wir haben es geschafft, ein Hybrid aus kompetitiver und intensiver Forschungsarbeit und einem Alltag, in dem die Kinder alleine zur Schule gehen können, aufzubauen.

Ist das Leben in Europa nicht zu langsam und zu gemächlich für eine intensive Forschungsarbeit?

Die EPFL zeigt, dass dem nicht so ist. Das Leben auf unserem Campus ist sicher nicht langsam. 70 Prozent unserer Professorinnen und Professoren stammen aus dem Ausland, und die Studierenden repräsentieren fast 120 Nationen. Der Wechsel hin zu einer kompetitiveren Hochschule ging aber nicht von einem Tag zum anderen, das brauchte einige Zeit.

Der Campus hat sich unter Ihrem Präsidium verändert, auch baulich. So entstand unter anderem das Rolex Learning Center, erschaffen vom japanischen Architekturbüro Sanaa. Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Campus?

Dass er lebendig ist. Mir war es wichtig, dass der Campus auch am Abend und am Wochenende lebt. Daher gibt es heute auch Studentenwohnungen auf dem Areal, sowie kleine Läden. Früher musste man ja nach Lausanne fahren, wenn man mal eine Kopfwehtablette brauchte. Heute sind tagsüber 16 000 Personen auf dem Campus – 30 000, wenn wir die Universität Lausanne mitzählen. Das ist eine Stadt.

Was war Ihre Vision für die EPFL, als sie vor 16 Jahren das Präsidium antraten?

Ich wollte aus einer guten Ingenieurschule eine Universität mit weltweiter Ausstrahlung machen. Meine Generation hat ihren Aufstieg an Universitäten in den USA erlebt. Wir wollten, dass die nächste Generation dies in Europa erleben kann.

Sie setzten auf Wettbewerb. Die Assistenten mussten sich beweisen, um eine Professur zu erhalten; nur die Treue zur EPFL reichte plötzlich nicht mehr aus. Ihre Ideen kamen am Anfang an der Hochschule gar nicht gut an.

(Lacht.) In den ersten Wochen wusste ich nicht, ob ich überleben würde. Es gab eine Petition gegen mich. Heute sind 86 Prozent der Professoren an der EPFL von mir ernannt. Und ich bin viel länger geblieben, als ich damals gedacht habe.

Warum sind Sie geblieben?

Dieser Job ist der beste Job der Welt. Das habe ich aber erst mit den Jahren gemerkt, am Anfang war es wirklich sehr hart. Aber dann sah ich immer mehr, wie die Schule sich veränderte, wie sie mehr Einfluss erhielt. Meine Arbeit beschränkt sich nicht auf Administratives. Da ist auch ein grosser kreativer Teil drin. Ich muss beispielsweise die besten Köpfe anziehen.

Und jetzt geben Sie das Präsidium trotzdem ab.

Die EPFL braucht neues Blut. Ich bin nun 62-jährig und will nicht das berüchtigte Mandat zu viel machen.

62-jährig – da könnten Sie doch noch drei Jahre weitermachen und dann in Pension gehen.

(Lacht.) Ich habe jetzt noch zehn Jahre vor mir, in denen ich anderes machen kann. Als ich nominiert wurde, war ich 43 Jahre alt – ich war noch ein «gamin».

Sie beklagen, die Rahmenbedingungen seien heute für Hochschulen schwieriger als noch vor fünfzehn Jahren.

Die Reformen, die ich bei meinem Amtsantritt durchgeführt habe, brächte ich heute nicht mehr durch. Wir hatten damals ein Globalbudget. Heute gibt es ein Budget für die Bauten und eines für Lehre, Forschung und Innovation. Heute spielt das Controlling eine grosse Rolle. Das macht mir Sorgen. Denn das lähmt die Leute. An einer Hochschule wie der unseren ist das grösste Problem, dass man in der Forschung etwas verpassen könnte. Die Forschung muss Risiken eingehen. Doch wird den Leuten Angst vor Risiken eingeimpft.

Der Staat gibt Ihnen Geld – ist es da nicht normal, dass er mitreden will, wie das Geld benutzt wird?

Solange die Performance stimmt, ist doch alles gut. Wenn die Leistung nicht mehr stimmt, kann man mich entlassen. Aber solange sie stimmt, möchte ich Vertrauen geniessen und mehr Freiheiten haben. Das heutige Kontrollniveau ist absurd hoch.

Sie haben die Westschweizer Ingenieurschule zu einer Universität gemacht, die weltweit einen guten Ruf geniesst. Worauf sind Sie besonders stolz?

Darauf, dass wir weltweit einen guten Ruf haben. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so gut werden. In Rankings sind wir weltweit immer unter den ersten hundert, oft unter den besten dreissig bis zwanzig. Und dann bin ich stolz auf unser Campus-Leben – und die Gebäude wie Rolex Learning Center und Projekte wie ArtLab oder all die Start-ups.

48 der 350 Lehrstühle an der EPFL werden von Dritten finanziert. Der Nahrungsmulti Nestlé beispielsweise sponsert mit 5 Millionen Franken zwei Lehrstühle. Verstehen Sie die Ängste, dass solch potente Sponsoren die Forschung beeinflussen könnten?

In den USA ist die Kultur der gesponserten Lehrstühle sehr verbreitet, hier ist es ein Problem. 48 unserer Lehrstühle sind oder wurden in der Vergangenheit gesponsert, rund die Hälfte von der Industrie und die andere Hälfte von Philanthropen. Die Industrie will die Forschung nicht beeinflussen. Die Industrie hat Angst, neue Ideen zu verpassen. Die akademische Freiheit aber bleibt erhalten. Es ist auch unsere Aufgabe, Leute für die Industrie auszubilden, wir müssen Stellen schaffen. Der Staat kommt für die Grundlagenforschung auf, das ist sehr wichtig. Was darüber hinausgeht, finanziert die Industrie. Und eine Industrie, die sich entwickelt, zahlt Steuern an den Staat, der die Grundlagenforschung finanziert. In der Schweiz bewundern wir das Silicon Valley, aber aus Angst, die Industrie könnte etwas beeinflussen, wollen wir es nicht haben.

Streben Sie ein Silicon Valley am Genfersee an?

Wir haben ein Wirtschaftssystem der Entwicklung geschaffen. Auf unserem Campus haben die Start-ups in diesem Jahr fast 400 000 Millionen Franken an Risikokapital vereint.

Sie sitzen im Verwaltungsrat von Nestlé, Logitech und Lonza. Profitiert die Eidgenössische Hochschule davon?

Wenn nur Ausländer an der Spitze von Grossunternehmen sind, muss man sich nicht wundern, wenn sie anderswo investieren. Und wissen Sie: Das Geld, das ich als Verwaltungsrat erhalte, gebe ich der Schule ab. Und das ist mehr, als ich hier verdiene. Ich bezahle also dafür, dass ich arbeiten kann. (Lacht.)

Auch als EPFL-Präsident haben Sie immer geforscht.

Ja, das habe ich beibehalten. Das war mir wichtig, und es tut mir gut, wenn ich ins Labor gehe und mit Doktoranden diskutiere. Ich liebe die Forschung. Aber es sind halt noch mehr Stunden, die ich hier verbringe.

Wie viel arbeiten Sie?

Zwischen 80 und 100 Stunden in der Woche. Aber ich arbeite nicht: Ich bin aus Leidenschaft hier, und dann zählt man nicht.

Das Jahr 2016 geht zu Ende, mit ihm Ihre Zeit als EPFL-Präsident. Was ist Ihre Bilanz der letzten 16 Jahre?

Die sollten eigentlich andere ziehen. Man kann immer etwas noch besser machen. Wir konnten aber in relativ kurzer Zeit eine Universität mit weltweiter Ausstrahlung werden. Dazu brauchten wir die Mittel und die Offenheit. Meine Angst ist, dass die Schweiz sich wieder verschliesst. Unser Gedächtnis geht nicht über drei Generationen hinaus. Die nächste Generation wird nicht mehr wissen, dass meine Grosseltern die Armut kannten. Es ist wichtig, dass die Schweiz offen und multikulturell bleibt. Nestlé, Ciba, Geigy: Es waren alles Ausländer, die diese Unternehmen in der Schweiz gegründet haben. Wir haben immer wieder gezeigt: Wir haben die Kapazität, Ausländer zu integrieren, die dann schweizerischer als die Schweizer werden. Das sollten wir beibehalten.

Wie beeinflusst die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative die ETH Lausanne?

Sie hat einen enormen Einfluss. Im Jahr 2015 hat die EPFL fast 60 Millionen Euro aus europäischen Fonds erhalten. Wenn wir wegen der Masseneinwanderungsinitiative Quoten für ausländische Studentinnen und Studenten sowie Professoren erhalten, werden wir wieder zu einer regionalen Schule. Die Forschung war das Erste, das von der Masseneinwanderungsinitiative betroffen war. Mehr als sechs Prozent unseres Budgets und auch unser Prestige hängen von Europa ab.

Unter Ihrem Präsidium hat die EPFL Projekte gekannt wie das Human Brain Project, Alinghi oder Solar Impulse. Wie haben Sie es geschafft, immer wieder solche Projekte mit grossem Prestige und Ausstrahlung anzuziehen?

Das Unternehmertum ist an unserer Universität sehr stark; wir gehen immer bis an die Grenzen. Wir ermuntern unsere Studentinnen und Studenten, Dinge anzugehen, die als unmöglich erscheinen. So hat unsere Schule immer wieder die Möglichkeit, Neues, Grosses und Herausforderndes anzugehen.

Nächstes Jahr sind Sie einen Monat lang mit einem Expeditionsschiff in der Antarktis unterwegs, mit der Antarctic Circumnavigation Expedition (ACE). Was ist Ihre Rolle auf diesem Schiff?

Ich liebe solche Unternehmungen, bei denen eine hohe Forschungsqualität mit einer Expedition gemischt wird. Das Swiss Polar Institut forscht auf dem Schiff zur Klimaerwärmung, und da bin ich bei der zweiten Tour dabei. Wir brechen einmal mehr zu neuen Grenzen auf. Und dann ist die Antarktis einfach wunderschön. Ich bin richtig süchtig nach dem Licht, das dort herrscht. Nicht zuletzt ist es auch einfach angenehm, dass einem auf diesem Schiff niemand erreichen kann: Das Handy funktioniert dort nicht.

Welche anderen Pläne haben Sie für das Jahr 2017?

Es ist einfach einmal schön, noch nicht genau zu wissen, was ich tun werde – ein wenig Zeit zu haben. Ich will hier in der Region bleiben. Andere Universitäten haben mir Angebote gemacht, ich hätte weggehen können. Aber ich möchte nun etwas mehr Zeit für mich haben, zum Lesen, zum Reisen. Darum habe ich Nein gesagt zu allem, was grösser war. Ich komme aus einer Künstlerfamilie, habe Medizin studiert und geforscht. Nun komme ich zurück zum Humanismus, beispielsweise mit dem Projekt ArtLab. Dann bin ich im Montreux Jazz Festival engagiert. Mich interessiert die Schnittstelle zwischen der kulturellen und der digitalen Welt. Ich habe viele Ideen, aber noch nichts entschieden. Ich werde zu 50 Prozent an der EPFL unterrichten, und mit 50 Prozent werde ich an Projekten arbeiten, die mir am Herzen liegen.

Sie freuen sich auf etwas mehr Freiheit?

Genau. Ich werde machen, was meinen Interessen und Stärken entspricht. Und das wird keine Gartenarbeit sein.

«Meine Generation hat ihren Aufstieg an Universitäten in den USA erlebt. Wir wollten, dass die nächste Generation dies in Europa erleben kann.»

«Wir haben das Beste aus beiden Kulturen geholt. Und wir haben es geschafft, ein Hybrid aus kompetitiver und intensiver Forschungsarbeit und einem Alltag, in dem die Kinder alleine zur Schule gehen können, aufzubauen.»

«Solange die Performance stimmt, ist doch alles gut. Wenn die Leistung nicht mehr stimmt, kann man mich entlassen.»

Blue Factory

«Freiburg darf nicht zur Vorstadt werden»

Die Eidgenössische Hochschule für Technik in Lausanne – mit der französischen Abkürzung EPFL – ist nicht nur für Lausanne wichtig, sondern für die ganze Westschweiz – auch für Freiburg, die Heimatstadt von EPFL-Präsident Patrick Aebischer. Die EPFL führt so genannte Forschungsantennen in verschiedenen Städten, darunter in Freiburg.

Eine Antenne in Freiburg

Die Idee dahinter: Die Kantone Genf, Waadt, Neuenburg, Wallis und Freiburg bilden unter der Führung der ETH Lausanne eine regionale Plattform für einen nationalen Innovationspark. Der Freiburger Satellit ist das Innovationsquartier Blue Factory, und dort namentlich das Forschungszentrum Smart Living Lab. Dieses Forschungszentrum für «intelligentes Wohnen» will die Möglichkeiten des Bauens und Wohnens ausloten und herausfinden, wie das Wohnen umweltfreundlich und gesellschaftsverträglich gestaltet werden kann. Aussergewöhnlich am Konzept in Freiburg: Die Wissenschaftler leben selbst in den Räumen, die sie planen und erforschen.

Patrick Aebischer, wie beeinflusst die EPFL die Westschweiz?

Die EPFL gibt der Romandie die Möglichkeit, sich wirtschaftlich zu entwickeln. Indem wir Antennen in Neuenburg, Genf, Freiburg und im Wallis haben, sind wir ein Motor, der hilft, hochqualifizierte Arbeitsstellen zu schaffen.

Hatte Freiburg einfach Glück, dass ein Freiburger an der Spitze der EPFL ist, und ist so an die Antenne in der Blue Factory gekommen?

Freiburg ist eine fantastische Stadt mit einer schönen Universität und der Hochschule für Technik und Architektur. Freiburg ist eine Studentenstadt. Ohne die Universität wäre die Stadt unbedeutend. Auch dank der Uni hatten wir absolut faszinierende Menschen bei uns zu Hause zu Besuch, als ich ein Kind war. Die Antenne der EPFL haben wir in Freiburg aber nicht eröffnet, weil die Stadt mir so gefällt – sondern weil wir etwas Passendes gefunden haben: das Bauwesen. An der Universität wird seit jeher Baurecht gelehrt, dann gibt es die Hochschule für Technik und Architektur. Freiburg ist also ideal für Themen rund um den Bau.

Wie wichtig ist die Blue Factory aus Ihrer Sicht für Freiburg?

Das Cardinal-Areal ist ideal für eine Weiterentwicklung Freiburgs, ein idealer Standort für die Forschung. Ich hoffe, dass der Staatsrat nun investieren wird. Der Kanton hat die Mittel dazu, er muss nur wollen. Das ist ein historischer Moment in der Entwicklung des Kantons. Die Nachhaltigkeit ist hier eine tragende Säule.

Fürchten Sie, dass der Kanton zu wenig investiert?

Man muss jetzt einen Schritt vorwärts machen. Da bietet sich eine Gelegenheit, Grosses zu entwickeln. Darum muss der Staatsrat nun in die Blue Factory investieren. Und nicht das tun, was man mit dem Gastspielhaus Equilibre gemacht hat: Immer weitere Abstriche machen, weil man sich davor fürchtet, die eigenen Ambitionen umzusetzen.

Fehlt es dem Freiburger Staatsrat an amerikanischem Ehrgeiz?

Dafür sind wir Freiburger da, die anderswo leben, wir bringen das ein und erinnern immer wieder daran. Ich bin immer noch sehr verbunden mit der Stadt Freiburg. Als Kind besuchte ich die Neiglen-Schule in der Unterstadt; damals war ich der einzige der ganzen Schule, der ins Kollegium ging. Freiburg ist eine sehr schöne Stadt, in der man sehr gut isst. Einfach an Hotels mangelt es. Aber die Stadt hat viel zu bieten. Jetzt darf Freiburg nicht zur Vorstadt werden, in der die Leute schlafen und von welcher aus sie nach Lausanne und Bern arbeiten gehen. Jetzt ist der Moment, Geld zu investieren und aus der Blue Factory etwas Grosses zu machen – das Geld dazu wäre da.

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«Das ist ein historischer Moment in der Entwicklung des Kantons Freiburg. Ich hoffe, dass der Staatsrat nun in die Blue Factory investieren wird.»

«Ich arbeite zwischen 80 und 100 Stunden in der Woche. Aber ich arbeite nicht: Ich bin aus Leidenschaft hier.»

Zur Person

Neurowissenschafter aus Künstlerfamilie

Der 62-jährige Patrick Aebischer ist Sohn des Freiburger Künstlers Yoki (1922–2012), der mit bürgerlichem Namen Émile Aebischer hiess. Seine aus Irland stammende Mutter Joan O’Boyle war Schauspielerin. Patrick Aebischer studierte Medizin an den Universitäten Genf und Freiburg und schloss 1980 ab; 1983 wurde er in Genf promoviert. Von 1984 bis 1992 war er an Universitäten in den USA tätig, zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Medizinwissenschaften an der Brown University. 1991 wurde er Vorsitzender der Arbeitsgruppe «Artificial Organs, Biomaterials and Cellular Technology» in der Abteilung Biologie und Medizin. 1992 kehrte er zurück in die Schweiz und nahm am Universitätsspital Lausanne eine Professur und die Direktion des Gentherapie-Zentrums an. Im März 2000 übernahm der Neurowissenschafter das Präsidium der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne EPFL; auf Ende Jahr tritt er nun zurück. Aebischer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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«Meine Angst ist, dass die Schweiz sich wieder verschliesst. Es ist wichtig, dass sie offen und multikulturell bleibt.»

«Die Schweiz bewundert das Silicon Valley. Doch aus Angst, die Industrie könnte etwas beeinflussen, wollen wir es nicht haben.»

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