Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der Garten als zusätzliches Wohnzimmer

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Sieht sich der Besucher auf dem Areal der Kaderli Gartenbau AG in Jetschwil um, so stechen ihm als Erstes das 9000 Quadratmeter grosse Gelände voller Sträucher und Pflanzen ins Auge. «Mein Vater hat dieses Grundstück 1973 erworben», erzählt Erich Kaderli, jetziger Geschäftsführer des Gartenbauunternehmens, von den Anfängen des Familienbetriebs. Der Aufbau der in Jetschwil bei Düdingen ansässigen Firma begann bereits acht Jahre früher, etwas weiter nordöstlich: Beim Aebi Kaderli Gartencenter in der Stockera nahe Mariahilf (siehe Kasten).

Maschinen zentral

«Mein Vater übernahm die Landschaftsgärtnerei der Firma in der Stockera», erklärt Kaderli–und so entstand vor 50 Jahren die heutige Gartenbau Kaderli AG. In diesem halben Jahrhundert habe sich viel getan, meint der Düdinger und zeigt auf die Bagger und Transportfahrzeuge neben ihm: «Ohne Maschinen geht heute gar nichts mehr.» Diese Mechanisierung habe spürbare Änderungen im Gartenbau hinterlassen. «Früher machte man viel mehr von Hand», sagt Kaderli und verweist wieder auf seinen Vater. Dieser habe meist mit sechs Personen pro Baustelle gearbeitet. «Heute brauchen wir dank der Maschinen nur zwei bis drei Personen für dieselbe Baustelle», zeigt Kaderli die Auswirkungen des technischen Fortschritts beispielhaft auf.

Gleichzeitig sei wohl auch deswegen mehr Wissen gefragt. «Die Leute wollen Professionalität»–gut ausgebildete Arbeiter seien hoch im Kurs, meint Kaderli. Doch nicht nur wegen der technischen Entwicklungen ist gemäss Erich Kaderli mehr Know-how gefragt. Auch die Vielfalt im Angebot habe ihren Teil dazu beigetragen, dass der Gartenbauer heute über vieles Bescheid wissen müsse: «Man muss kreativer denken», sagt Erich Kaderli und zeigt gleich auf, was er damit meint: «Früher gab es vielleicht zwei Verbundsteinsorten, heute kann der Kunde zwischen Hunderten von Farben und Varianten für Pflaster- und Natursteine auswählen.» Letztere seien seit ein paar Jahren wieder mehr gefragt als früher: «Wir erleben eine Renaissance der Natursteine», fasst Kaderli diesen Trend zusammen.

Dazu habe der Gartenbauer infolge des in den 1960er- und 1970er-Jahren einsetzenden Baubooms zunehmend Aufgaben der Baubranche übernommen. «Diese haben sich damals nach und nach aus Umgebungsarbeiten zurückgezogen», sagt Kaderli zu diesem Wandel im Baugewerbe, der die Gartenbaubranche ebenfalls beeinflusst habe.

Kein Nutzgarten mehr

In den fünfzig Jahren ihres Bestehens hat sich bei der Kaderli Gartenbau AG, wie in anderen Betrieben der Region, neben der grösseren Vielfalt in den Gärten insbesondere der Bedeutungswandel dieses Plätzchens bemerkbar gemacht: «Die Kunden wollen keinen Nutzgarten mehr. Der Garten ist Dekoration und soll möglichst wenig zu tun geben», beschreibt Erich Kaderli seine Arbeitsumgebung. «Er ist, wie man heute sagt, ein zusätzliches Wohnzimmer.»

 An Vielfalt anpassen

Diesen Eindruck bekommt der Besucher auch bei Erich Kaderlis Garten selbst: Ein imposanter Naturschwimmteich dominiert neben dem vielen Grün das Grundstück. Gerade dieser Teich sei ein Beispiel, wie sich die Kaderli Gartenbau AG dem veränderten und vielfältigeren Umfeld anzupassen versuche: «Wir diversifizieren», bringt Kaderli das Zukunftsmodell seiner Firma einfach auf den Punkt: «Wir sind nun zum Beispiel bei der Installation von Schwimmteichen und Bewässerungssystemen, aber auch im Bereich der Kunstrasen aktiv.» Das sei heute umso wichtiger, als dass «der Kunde einen Ansprechpartner für mehrere Bereiche möchte». Erich Kaderli ist deshalb überzeugt, dass dem Unternehmen eine erfolgreiche Zukunft bevorsteht. Eins sei dazu besonders wichtig: «Wir dürfen einfach nicht stehen bleiben.»

Zahlen und Fakten

Eine 50-jährige Firmengeschichte

Fritz Kaderli, der Vater des jetzigen Geschäftsführers Erich Kaderli gründete 1965 neben der bestehenden «Aebi Kaderli AG» eine eigene Firma: Dies tat er, indem er den Bereich der Landschaftsgärtnerei aus dem Betrieb von Albert und Rosmarie Aebi-Kaderli ausgliederte. Letztere konzentrierten sich von nun in erster Linie auf die Baumschule und das Gartencenter. Nach der Erwerbung eines Grundstücks in Jetschwil baute Fritz Kaderli dort die Gärtnerei kontinuierlich aus, bis im Jahr 1999 sein ältester Sohn als Geschäftsführer die Geschicke der Firma in die Hand nahm und diese bis zum heutigen Tag leitet. Angefangen als Zwei-Mann-Unternehmen im Jahr 1965 beschäftigt die Firma aktuell 30 Angestellte inklusive fünf Auszubildende.ma

Meistgelesen

Mehr zum Thema