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Der Gemeindepräsident tritt zurück und arbeitet neu in der Bauverwaltung

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Autor: Lukas Schwab

Rolf Schorro, warum treten Sie als amtierender Gemeindepräsident im Herbst nicht mehr zu den Wahlen an?

Einerseits hat sich nach zwei Jahren gezeigt, dass die zeitliche Belastung als Gemeindepräsident zu gross ist. Ich musste feststellen, dass sich das Amt mit meinem Beruf als Versicherungsberater kaum unter einen Hut bringen lässt. Zum anderen trete ich im Herbst neu eine 80-Prozent-Stelle als Fachbereichsleiter Tiefbau, Umwelt, Ver- und Entsorgung in der Bauverwaltung von Laupen an. Ein Verbleib im Gemeinderat kommt daher für mich nicht in Frage.

Der Wechsel vom Gemeindepräsidenten zum Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung ist nicht gerade alltäglich. Wie kam es dazu?

An meiner bisherigen Stelle als Versicherungsberater zeichnete sich eine Veränderung ab. Statt in Laupen hätte ich künftig wohl in Bern arbeiten müssen. Weil ich mir das Pendeln nicht antun wollte, habe ich mich nach einer passenden Stelle in Laupen umgesehen.

Und dabei stiessen Sie auf die Stelle in der Bauverwaltung.

Ja, ich habe erfahren, dass Rita Löffel gekündigt hat und ihre Stelle neu besetzt wird. Grundsätzlich habe ich aber einfach einen Job in Laupen gesucht. Dass ich in der Gemeindeverwaltung fündig wurde, war Zufall. In Laupen sind nicht viele Stellen ausgeschrieben und diese hat voll und ganz meinen Vorstellungen und Wünschen entsprochen.

Wie ist Ihre Bewerbung abgelaufen? Als Gemeindepräsident konnten Sie sich ja sozusagen selber anstellen und wählen.

Nein, alles lief korrekt. Die Stelle wurde ausgeschrieben, und ich habe meine Bewerbung fristgerecht eingereicht. Nach 30 Jahren erstmals wieder eine Bewerbung zu schreiben war gar nicht so einfach (lacht).

Gab es viele Bewerbungen?

Es gab fünf weitere Bewerber, von denen einer gemeinsam mit mir in die engere Auswahl kam. Am Ende hat sich der Gemeinderat für mich entschieden, was mich sehr gefreut hat. Beim Entscheidungsprozess bin ich natürlich in den Ausstand getreten.

Was hat den Ausschlag zu Ihren Gunsten gegeben?

Der Gegenkandidat war jünger als ich und arbeitete bereits in einer Bauverwaltung. Der Gemeinderat scheint aber die Tatsache, dass ich die Dossiers, die Gemeinde und die Angestellten der Verwaltung bereits bestens kenne, stärker gewichtet zu haben. In meinem beruflichen Alltag war ich zudem stets operativ tätig und als gelernter Bauzeichner ist mir das Metier nicht fremd.

Was möchten Sie auf der Bauverwaltung erreichen?

Ich bin Bauverwalter Hans-Rudolf Moser unterstellt und habe nicht die Absicht, den Laden von Grund auf umzukrempeln. Eines meiner Ziele wäre, das Image der Bauverwaltung zu verbessern. Der Ruf der Abteilung ist eher schlecht, was aus meiner Sicht ungerechtfertigt ist. Mit einer offenen Kommunikation möchte ich zeigen, dass die Abteilung heute gute Arbeit leistet.

Wie sehen Sie in Ihrer neuen Rolle Ihr Verhältnis zum Gemeinderat?

Öffentlich und in Ratssitzungen werde ich sicherlich keine Kritik oder Bedenken anbringen. Im persönlichen Gespräch unter vier Augen werde ich mich aber durchaus äussern, wenn ich es für nötig halte.

Bedauern Sie Ihren Rücktritt aus dem Gemeinderat?

Ich wäre gerne länger im Gemeinderat geblieben, aber grundsätzlich sind acht Jahre genug. Die Arbeit war aber immer sehr spannend und befriedigend. Ich habe sehr viel Neues und Interessantes gelernt und würde das Amt allen empfehlen, die es sich zeitlich einrichten können.

Wer wird Ihr Nachfolger im Gemeinderat?

Meine Nachfolge wird im Rahmen der Gesamterneuerungswahlen im November geregelt. Wann genau ich meine Stelle offiziell antrete und als Gemeindepräsident zurücktrete, steht noch nicht fest.

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