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Der Gemeinderat der Stadt Freiburg erteilt öffentlichen Toiletten gute Noten

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Menschen, die in einer Stadt unterwegs sind und plötzlich eine Toilette benötigen, stehen häufig vor einem Problem: Es sind nicht ausreichend öffentliche Toiletten vorhanden – oder sie sind verschmutzt. Wie die «Freiburger Nachrichten» auf einer Begehung feststellten, trifft dies auf die Stadt Freiburg aber nicht zu: Im Zentrum rund um den Bahnhof und entlang der Fussgängerzone sind genügend Toilettenanlagen vorhanden. Zum gleichen Schluss kommt auch eine Analyse der öffentlichen Toilettenanlagen, die der Gemeinderat der Stadt Freiburg in Auftrag gegeben hat.

Guter Abdeckungsgrad

«Der Abdeckungsgrad der öffentlichen Toiletten in der Stadt Freiburg ist ausreichend», sagt SP-Gemeinderätin Andrea Burgener Woeffray auf Anfrage. In der Stadt Freiburg kommt auf 1583 Einwohnerinnen und Einwohner eine Toilette. Dies ist gegenüber anderen Städten wie Luzern mit 1733, Zürich mit 3755 und Bern mit 4218 Einwohnern pro Toi­lette ein sehr hoher Wert. Die WC-Anlagen der Stadt Freiburg müssen aber zum Teil saniert werden.

Kritik an einzelnen Anlagen

So sind beispielsweise die Toi­letten im Pierre-Moehr-Gäss­chen im Burgquartier und jene beim Klein-St.-Johann-Platz alt. Das Waschbecken und die Toilettenschüsseln sind in die Jahre gekommen. Diese haben auch kein einheitliches Aussehen. Zudem befinden sich die Anlagen in schmalen Gassen und sind schwer auffindbar. «Für die Toilette in einem Privathaus beim Klein-St.-Johann-Platz ist die Stadt noch auf der Suche nach einem neuen Standort», so Burgener.

Die Toilette auf dem Ulmenplatz ist optisch kein Schmuckstück: Die Fassade hat Risse, und die Feuchtigkeit zieht an den Wänden hoch. Zudem wird der Zugang zur WC-Anlage durch parkierte Motorräder erschwert. Die Toilette für Menschen mit Behinderungen ist in das Frauen-WC integriert. Nur kleine Schilder an den Türen weisen auf die Toilette hin; eine deutliche Signalisation fehlt.

Dieser Meinung ist auch ­Burgener. «An den Toiletten auf dem Ulmenplatz werden vorerst aber keine Veränderungen vorgenommen. Erst wenn wir den Platz umgestalten, wird die Toilettenanlage saniert.»

Die Mehrheit der öffentlichen Toiletten in der Stadt Freiburg sei aber in einer ordentlichen Verfassung, so Burgener. Die WC-Anlage bei der St.-Johann-Brücke beispielsweise ist in einem sehr guten Zustand: Der Innenraum wirkt sauber und gepflegt. Mit dem schönen Standort an der Saane kann diese Toilette zusätzlich punkten. Weiter ist auch die kleine WC-Anlage unten beim Funiculaire in einem guten Allgemeinzustand. Sie hat jedoch nur einen Zugang für Frauen und Männer. «Diese Anlage war lange Zeit geschlossen. Der Brunnen vor der Toilette hatte einen Defekt. Da die Wassersysteme zusammenhängen, konnte die WC-Anlage nicht betrieben werden», erklärt die Gemeinderätin.

Wenige Toiletten ausserhalb

Aufgrund der tiefen Nachfrage gibt es in den Aussenquartieren im Gegensatz zur Innenstadt deutlich weniger öffentliche Toiletten. «Die Bewohnerinnen und Bewohner der Aussenquartiere gehen nach einem Besuch in der Innenstadt lieber die paar Schritte nach Hause, um ihre eigene Toilette zu benutzen», so Burgener.

Finanzieller Aufwand gering

Die Kosten für die Instand­setzungs- und Sanierungsarbeiten der öffentlichen Toi­letten sind tief. «Bevor wir neue WC-Anlagen bauen, werden die bestehenden Toiletten mit kleinen Sanierungen aufgefrischt, das Aussehen vereinheitlicht und die Signalisation verbessert», erklärt Burgener. Da die Stadt Freiburg vorerst keine neuen WC-Anlagen errichtet, benötigt sie auch keinen separaten Kredit: Die Kosten für die Sanierungen und Umbauten werden mit dem laufenden Budget ­gedeckt.

Keine «nette Toilette»

Weil es in der Stadt Freiburg vergleichsweise viele öffentliche Toiletten gibt, sieht die Gemeinderätin keinen Bedarf, das Angebot zu erweitern. Auch für die Einführung der sogenannten «netten Toi­lette», die in Bern erfolgreich als Pilotprojekt lanciert wurde (siehe Kasten), sieht sie aufgrund der aktuellen Situation keine Notwendigkeit.

 

«Nette Toilette»

Toilette nutzen ohne zu konsumieren

Rote Schilder an den Eingangstüren von Gaststätten weisen den Weg zu den «netten Toiletten»: Hier können sich Passantinnen und Passanten erleichtern, auch wenn sie im Restaurant nichts konsumieren. So seit letzten Sommer auch in Bern. Dort ist die «nette Toilette» aus einem politischen Vorstoss heraus entstanden, erklärt Dominique Steiner, stellvertretende Leiterin der Orts- und Gewerbepolizei Bern. «Der Auftrag war, mehr öffentliche Toiletten zu schaffen.» Zwölf Gastbetriebe waren im Juni 2016 mit der Idee einverstanden.

Die Stadt Bern hat mit den Gastbetrieben einen Vertrag. Dieser sieht vor, dass die Restaurants eine Entschädigung von 1000 Franken pro Jahr für die Reinigung erhalten. Mitmachen kann jeder Betrieb.

Ein Fragebogen, welchen die Restaurants erhalten, wird im Mai Daten über die Nutzung der «netten Toilette» liefern. «Nach der Auswertung entscheiden wir, ob wir dieses Projekt weiterführen», so Steiner. Bis jetzt gebe es keine negativen Reaktionen, daher spreche nichts gegen das Projekt. Die «nette Toilette» ist vor allem für ältere Menschen, Frauen mit Kindern und Touristen gedacht.

Eine App für das Smart­phone zeigt, wo sich die Toiletten befinden, und weist auf einer Karte den schnellsten Weg. Zudem verteilt das Tourismusbüro Bern Karten. chr

www.die-nette-toilette.de

 

 

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