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Der Gemeinderat geht auf Werbetour

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Der Freiburger Gemeinderat will den Generalrat und die Stadtbevölkerung über den revidierten Ortsplan informieren. «Das ist ausserordentlich», sagte Stadtarchitekt Thierry Bruttin gestern vor den Medien. «Er ist dazu ja nicht verpflichtet.» In der Tat: In den Kantonen Freiburg und Solothurn können Gemeinderäte in Sachen Raumplanung alleine entscheiden; die Bevölkerung und das Parlament haben dazu nichts zu sagen. Der Gemeinderat hat die dringend nötige Revision des Ortsplans, der aus dem Jahr 1991 stammt, jedoch partizipativ durchgeführt. So läutete er die Revisionsarbeiten 2008 mit einem Gänsespiel ein und organisierte Ateliers, in denen die Bevölkerung und verschiedene Organisationen befragt wurden.

Das Handbuch

Nun liegt der technische Bericht–er ist 400 Seiten lang–vor. Eine zweisprachige Broschüre fasst die wichtigsten Punkte zusammen. «Die Broschüre ist auch ein Handbuch, das uns in den nächsten fünfzehn Jahren begleiten wird», sagte Bruttin. Auf zahlreichen Karten zeigt die Broschüre, dass bestehende Parks und die Naherholungsgebiete–zum Beispiel die Saaneufer–aufgewertet werden sollen. In den Quartieren wird verdichtet gebaut, damit mehr Wohnraum entsteht: Schliesslich gehen die Planer davon aus, dass die Stadtbevölkerung in den nächsten fünfzehn Jahren um 11 000 Personen wachsen wird. Zwischen den Quartieren entsteht ein Netz an Velo- und Fusswegen, der öffentliche Verkehr wird ausgebaut.

Der Verkehr

Die wohl umstrittensten Massnahmen betreffen den Verkehr. «Die Einschränkung des Zugangs mit dem Auto zu den Zentrumsbereichen wird unausweichlich sein», heisst es in der Broschüre. Das Autobahnnetz und eine grosse Ringstrasse bilden das Hauptgerippe für den Zugang zur Stadt. Der öffentliche Grund soll aufgewertet werden–die Autos gehören in Parkhäuser. «Das private Parkieren wird eingeschränkt, um die Benützung des öffentlichen Verkehrs und des Langsamverkehrs zu begünstigen», heisst es weiter.

Das Parkplatzkonzept

Ein neues Parkplatzkonzept besteht jedoch noch nicht. Das Lausanner Büro Transitec wird dieses ausarbeiten. «Es hat sich gezeigt, dass eine einfache Überarbeitung des bestehenden Konzeptes nicht ausreicht», sagte Baudirektor Jean Bourgknecht (CVP). Dieses Mandat wird 80 000 Franken kosten und ist im Kredit über 380 000 Franken inbegriffen, über welchen der Generalrat am 7. April befindet (siehe blauer Kasten).

Nun werden die Absichtserklärungen in Reglemente gegossen: Die Baudirektion schreibt das Gemeindebaureglement und den Zonennutzungsplan um. Ende Jahr muss der Gemeinderat den revidierten Ortsplan beim Kanton zur Überprüfung abgeben. Mitten in dieser Zeit wechselt Stadtarchitekt Bruttin zum Kanton; er ist ab dem 1. Juli Kantonsarchitekt. Sein Abgang beeinflusse die Arbeiten nicht, sagt Bourgknecht: «Hinter der Ortsplanrevision steht ein ganzes Team.»

Die Informationsabende

Im Mai und Juni wird der Gemeinderat den Ortsplan der Bevölkerung vorstellen. An Informationsabenden wird er in den Quartieren einen Film zum Ortsplan zeigen und Fragen beantworten.

Der technische Berichtund dieBroschürezum Ortsplan sind ab nächster Woche auf der Homepage der Stadt Freiburg zu finden: www.ville-fribourg.ch

TPF: Ein Tram-Zug oder ein Super-Bus für das Perollesquartier

V om Bahnhof bis zuhinterst in die Perollesebene, zu Chocolat Villars, führte früher ein Industriegeleise. 2010 liessen die Freiburger Verkehrsbetriebe TPF, welchen das Land gehört, die Schienen entfernen; der Korridor aber besteht noch und führt geradlinig durch das Quartier. Seither forderten mehrere Vorstösse im Freiburger Generalrat einen Velo- und Fussweg auf dieser Strecke. Die TPF lehnten dies ab. Nun ist klar weshalb: «Wir wollen dieses Land früher oder später für den öffentlichen Verkehr nutzen», sagte TPF-Sprecher Martial Messeiller gestern den FN. Er bestätigte damit eine Aussage des Stadtarchitekten Thierry Bruttin, die TPF planten eine Linie für einen «Tram-Zug». «Welches Verkehrsmittel dereinst zwischen Perolles und Bahnhof verkehrt, ist noch offen», sagt Messeiller. Dies könne ein «Tram-Zug» sein: Das ist ein Tram, das auch Zugschienen befahren kann. Es könnte aber auch ein Hochleistungsbus eingesetzt werden, der extra lang und breit ist. Oder ein automatisches System. Eine Vorstudie der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich zeigt, dass der Korridor «eine strategische Achse für den öffentlichen Verkehr ist», wie Messeiller sagt. «Soll aus den Vorstudien ein konkretes Projekt werden, braucht es nun politischen Willen.» njb

Zahlen und Fakten

Kreditantrag von 380000 Franken

Seit 2008 wird der Freiburger Ortsplan revidiert. Nun legt der Gemeinderat dem Generalrat einen Kredit für die letzte Etappe über380000 Frankenvor. 45000 Franken haben zusätzliche Ateliers mit der Bevölkerung gekostet. 195000 Franken sind für externe Auftragsarbeiten vorgesehen. 60000 Franken kostet die Information–eine Broschüre, ein Film und Informationsabende in den Quartieren. 80000 Franken sind für das Mandat für ein Parkplatzkonzept eingeplant. Damit wird die Ortsplanrevision insgesamt1,255 MillionenFranken kosten.njb

Fusion: «Eine neue Dynamik»

P roaktiv informieren und seine eigene Position darstellen: Das ist das Ziel des Freiburger Gemeinderats, wenn es um Fragen rund um Fusionen geht. Deshalb hat er für 7000 Franken ein Kommunikationsbüro mandatiert und ein Argumentarium zusammenstellen lassen. Nach wie vor strebt der Gemeinderat eine Fusion mit Villars-sur-Glâne, Marly, Givisiez, Granges-Paccot und Pierrafortscha an – wie vom Oberamtmann vorgesehen. Allerdings stimmen Givisiez, Granges-Paccot, Corminboeuf und Chésopelloz am 30. März über eine Viererfusion ab. Villars-sur-Glâne, Marly und Freiburg ihrerseits haben die Arbeiten für eine Fusion eingestellt (die FN berichteten). «Nun wollen wir eine neue Dynamik in die Debatte bringen», sagte Syndic Pierre-Alain Clément (SP) vor den Medien. Die Grossfusion sei das einzige Mittel, ein starkes Kantonszentrum zu errichten. njb

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