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Der Gemeinderat ruft für eine Analyse des Dorfkerns eine Arbeitsgruppe ins Leben

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Autor: karin aebischer

Die Ortsplanungskommission und eine Arbeitsgruppe sollen sich der Situation im Dorfzentrum von Schmitten annehmen. Dies hat der Gemeinderat gemäss Ammann André Burger am Montagabend beschlossen. Denn die Situation ist nicht alltäglich: Im Dorfkern stehen gleich fünf zusammenhängende Parzellen mit insgesamt 7500 Quadratmetern zum Verkauf (FN vom 20. Januar). An einem Diskussionsabend vom vergangenen Dienstag hatten sich der Gewerbeverein sowie Bürgerinnen und Bürger dafür ausgesprochen, dass Coop im Dorfkern bleiben und nicht an die Bahnhofstrasse ziehen soll. Der Gemeinderat müsse in dieser Sache die Zügel in die Hand nehmen, hiess es. Dies tut er nun auch. «Es war eine intensive und lange Diskussion», erklärte André Burger gestern gegenüber den FN.

Reglement überprüfen

Die Schmittner Ortsplanungskommission soll gemäss André Burger nun das Baureg-lement und die Zonenplanung mit Fokus Dorfkern überprüfen. Rahmenbedingungen wie der geforderte Gewerbe-Anteil einer Liegenschaft, Umgebungs- und Strassenraumgestaltung, die Verkehrs-, Parkplatz- sowie die rechtliche Situation sollen im Hinblick auf eine mögliche Gesamtüberbauung oder eine Neunutzung der bestehenden Liegenschaften analysiert werden. Bei Bedarf werden gemäss Burger auch Experten wie Ortsplaner und kantonale Stellen beigezogen. Die erste Sitzung der Ortsplanungskommission zu diesem Thema ist auf den 2. Februar terminiert.

Investoren an Land ziehen

In einer Arbeitsgruppe will der Schmittner Gemeinderat die «richtigen Personen» zusammenbringen und damit eine Plattform schaffen, um mögliche Investoren zu finden. Ein weiteres Ziel der Arbeitsgruppe sei es, Ideen für machbare Lösungen im Dorfkern zu entwickeln. Die «richtigen Vertreter» sind Personen aus dem Gewerbeverein, die Eigentümer der Liegenschaften, ortsansässige Architekten, der Geometer sowie André Burger als Vertreter der Gemeinde. «Nur diese kompetenten und engagierten Fachleute mit ihren Beziehungen zu Investoren und ihren Ideen, sind kurzfristig in der Lage, das Dorfzentrum aufzuwerten», sagt Burger. Er zähle auf die volle Unterstützung dieser Personen. «Wir wollen keine Chance verpassen.» Darum sollen beide Arbeitsgruppen bis Ende Februar erste Lösungen präsentieren, die abgestimmt sind. Der Taktgeber dieses ambitiösen Terminplans sei einerseits die Versteigerung der Liegenschaft Zosso im März und andererseits das weitere Vorgehen mit Coop. «Wenn die Gemeinde Geld in die Hand nehmen muss, müssen wir es bis zu diesem Zeitpunkt wissen.» Sonst werde es für die nächste Gemeindeversammlung zu knapp.

Wettlauf gegen die Zeit

Dass Anfang März die Versteigerung der Liegenschaft Zosso ansteht, bereitet dem Gewerbeverband Sorgen. Denn die Parzelle gehört zusammen mit Coop, dem Restaurant zum Weissen Kreuz sowie zwei weiteren Parzellen zu den 7500 zusammenhängenden Quadratmetern.

«Ohne diese Liegenschaft brauchen wir nicht mehr über das Dorfzentrum zu diskutieren», sagt Gewerbevereinspräsident Pascal Rappo. Er hat deshalb mit dem Gläubiger das Gespräch gesucht und versucht, den Versteigerungstermin hinauszuschieben. Dies sei ihm aber nicht gelungen. «Es ist aber noch nicht aller Tage Abend. Wir kämpfen, bis wir umfallen», sagt Pascal Rappo. Ein weiterer Hoffnungsschimmer sei die erfolgte Einsprache des Gewerbevereins gegen die Erweiterung der Kernzone. Die Zonenerweiterung sei für den geplanten Neubau an der Bahnhofstrasse nötig, da dieser die Kernzone um vier Meter überschreite.

Pascal Rappo unterstützt die Idee des Gemeinderates, für die Dorfkern-Planung eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen: «Ich bin sofort einverstanden, in dieser Arbeitsgruppe mitzumachen. Wir haben einfach nicht unendlich viel Zeit.»

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