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Der Geschäftsgang in der Industrie steht vor weiterer Verschlechterung

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Autor: walter buchs

«An den monatlichen und vierteljährlichen Resultaten der Umfragen kann man deutlich den gegenwärtigen konjunkturellen Rückgang erkennen. Überall ist der Bestellungseingang in der Industrie klar rückläufig, sowohl gegenüber den Vormonaten als auch im Vergleich zu den gleichen Monaten des Vorjahres.» Dies stellt Viviane Collaud, stellvertretende Direktorin der Handelskammer Freiburg, in ihrem Kommentar zum soeben veröffentlichten Freiburger Konjunkturspiegel 2009/2 fest.

Nicht mehr nur Exportindustrie betroffen

Was sich bereits in der ersten Umfrage des laufenden Jahres abzeichnete, wird jetzt noch deutlicher: Das Jahr 2009 wird als eines der düstersten in die Geschichte der Freiburger Maschinen- und Fahrzeugindustrie eingehen. Der Sammelindex des Geschäftsgangs befindet sich auf einem Tiefststand, und 70 Prozent der Unternehmer, die an der Konjunkturumfrage teilnahmen, beurteilen die gegenwärtige Geschäftslage als schlecht. Die Nachfrage, namentlich aus dem Ausland, ist regelrecht eingebrochen. Ein Ende des Tunnels ist nicht zu erkennen, denn in den kommenden Monaten wird eine weitere generelle Verschlechterung erwartet.

Nicht besser geht es dem grafischen Gewerbe. Laut Konjunkturdaten befinden sich der Bestellungseingang und damit die Auftragsbestände sowie die Produktion im freien Fall. Das hat zur Folge, dass der Geschäftsgang sich auf einem Tiefststand befindet, während die Lager randvoll und die Personalbestände zu hoch sind.

Sich abzeichnende Besserung

Ein Hoffnungsschimmer ist in der Metallindustrie zu erkennen. Nach einem düsteren Jahresbeginn mit tiefem Auftragsbestand scheint die Produktion nun für ein Jahr gesichert zu sein, stellt Viviane Collaud in ihrem Kommentar fest. Noch vor dem Sommer dürfte der Bestellungseingang zunehmen, was zu einer Stabilisierung der Produktion führen wird.

Ähnlich sieht es in der holzverarbeitenden Industrie aus. Seit April verzeichnet diese Branche wieder eine leichte Zunahme des Bestellungseingangs und somit der Auftragsreserven. Die Unternehmen rechnen aber für die kommenden Monate mit einer Abnahme der Ausfuhren, der Verkaufs-, aber auch der Einkaufspreise.

Nahrungsmittelindustrie resistent

Wie es im Kommentar zum jüngsten Konjunkturspiegel weiter heisst, «scheint im Kanton Freiburg bloss die Konsumgüterindustrie von der Krise verschont zu bleiben». Sie weise positive Zahlen auf, was auch auf Landesebene der Fall ist.

Die Wettbewerbsposition der Branche sei «gut und sehr zufriedenstellend», nicht nur auf dem Binnenmarkt, sondern auch auf dem europäischen Markt. Mit einer gesicherten Produktion in den kommenden zwölf Monaten seien die Aussichten in der Branche ermutigend. Man rechne nämlich mit einer Zunahme des Bestellungseingangs, der Produktion und des Einkaufs von Halbfabrikaten.

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