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«Der Grossteil akzeptiert die Gebühren»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: karin aebischer

An Spitzentagen sollen sich in den letzten Wochen bis zu 10 000 Personen nach Schwarzsee begeben haben. Hat das System der Parkplatzbewirtschaftung in dieser Flut von Autos funktioniert?

Ja hat es. Wir wurden allerdings schon ein bisschen überrumpelt von den vielen Gästen. Die Spitzentage haben uns herausgefordert. Das hat aber auch seine Vorteile. Wir konnten herausfinden, wo das System Schwächen aufweist.

Und wo weist es Schwächen auf?

Viele haben nicht gewusst, dass bei grossem Verkehrsaufkommen ein kostenloser Pendelbus zirkuliert, der die Gäste zwischen der Rohrmatte und der Seeweid zu den gewünschten Orten transportiert. Wir müssen vermehrt auf dieses Angebot aufmerksam machen.

Für eine bessere Parkordnung haben wir ab dem 2. Januar zusätzlich die Feuerwehr eingesetzt, welche die Autofahrer auf die richtigen Plätze eingewiesen hat. Sie wird auch in Zukunft an Spitzentagen zum Einsatz kommen.

Zudem bemängelten einige Gäste die Signalisation. Sie hätten gar nicht bemerkt, dass man fürs Parkieren bezahlen müsse.

Was haben Sie mit diesen Gästen gemacht?

Mit der Möglichkeit, eine Nachzahlgebühr von zehn Franken zu bezahlen, haben wir die Autobesitzer auf die neue Situation hingewiesen. Damit möchten wir auch unsere Gastfreundschaft unter Beweis stellen. Wir schätzen den Gast und sind dankbar, wenn er den Tourismusort Schwarzsee besucht.

Sind Sie seitens der Tagestouristen auf grossen Widerstand gestossen?

Die meisten haben die Gebührenpflicht akzeptiert und verstanden, dass diese indirekt wieder dem Gast zugute kommt. Andere wiederum meinten, die Parkplatzbewirtschaftung sei Geldmacherei und sie kämen nie mehr nach Schwarzsee.

Machen Ihnen solche Aussagen Angst?

Nein. Vor der Einführung hat man uns prophezeit, der Schwarzsee werde aufgrund dieses Systems viel schwächer frequentiert sein. Nun läuft die Gebührenpflicht seit sechs Wochen, und wir haben so viele Leute wie selten einmal. Wenn in Schwarzsee die Infrastruktur stimmt, kommen die Gäste. Und dies ist auch der Grund für die Einführung der Parkplatzgebühr. Wir wollen Geld einnehmen, um dem Gast eine gute Infrastruktur bieten zu können.

Wenn der Gast nur zum Skifahren nach Schwarzsee käme, könnten wir die Kosten über das Skibillett abwälzen, doch bei uns wird auch Schneeschuh gelaufen, geschlittelt, Schlittschuh gefahren, spaziert etc.

Gemäss Hochrechnungen wird die Gemeinde Plaffeien dadurch pro Jahr 400 000 Franken einnehmen. Dieses Geld will sie für den Unterhalt, die Entschädigung der Grundeigentümer und zur Deckung der Betriebskosten einsetzen. Der Rest ist für die Förderung von touristischen Einrichtungen bestimmt. Wann können diese voraussichtlich profitieren?

Es kann sein, dass bereits im ersten Betriebsjahr ein kleiner Gewinn herausschaut und wir diesen zweckgebunden für touristische Projekte einsetzen. Momentan sind wir optimistisch, dass wir das Budgetziel erreichen, das wir uns gesteckt haben.

Für Diskussionen hat die Einjahres-Parkkarte gesorgt, da sie für Zweitfahrzeuge mit eigenem Kontrollschild nicht gültig ist. Wie beurteilen Sie diese Reklamationen?

Fakt ist, dass wir über 1400 Jahreskarten verkauft haben. Die Käufer kommen nicht nur aus Plaffeien, sondern aus dem ganzen Sensebezirk, der Stadt Freiburg mit Agglomeration und aus anderen Teilen der Schweiz. Mit 65 Franken pro Jahr haben wir den Preis absichtlich tief gehalten.

Momentan gibt es nur die Möglichkeiten, für das Zweitfahrzeug ebenfalls eine Jahreskarte zu kaufen oder eben vor Ort pro Stunde zu bezahlen. Eine andere Variante lässt das System nicht zu. Der Gemeinderat klärt ab und wird für das nächste Jahr eventuell eine andere Lösung anbieten können.

Durch die Asphaltierung und das Markieren der Felder ist Platz verloren gegangen. Reichen die rund 1500 Parkplätze aus?

Wenn die Gäste disziplinierter parkieren würden, ständen noch einige Plätze mehr zur Verfügung. Ausgenommen gestern Sonntag hat trotzdem noch immer ein jeder einen Platz gefunden – wenn auch vielleicht nicht dort, wo er es gewünscht hätte.

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