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Der Grundstein der Nespresso-Fabrik sind Kaffeekapseln aus Aluminium

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Volkswirtschaftsdirektor Beat Vonlanthen eilt zurzeit von einem feierlichen Anlass zum anderen. Gestern stand die Grundsteinlegung der Nespresso-Fabrik in Romont auf der Agenda, eine der Termine, die sich Vonlanthen dick angestrichen hat. Mit ihm waren viele Behördenvertreter, Firmenmitglieder und zukünftige Nachbarn auf die Riesenbaustelle gekommen. Die «Grundsteinlegung» bestand aus dem Einschluss einer Kiste mit Kaffeekapseln, einer Kaffeemaschine und einer Tageszeitung in einen Sockel. Auf diesem steht seit gestern eine überdimensionierte Kaffeebohne, die der Freiburger Künstler Jérôme Berbier aus über 800 Kaffeekapseln hergestellt hat. Die Skulptur wird im Foyer der Fabrik aufgestellt.

Tempo ist entscheidend

In der ersten Jahreshälfte 2015 soll die Produktion anlaufen. Das 300-Millionen-Bauprojekt ist wesentlich für die Freiburger Wirtschaft. Schon bei der ersten Ankündigung, dass die Nestlé-Tochter im Glanebezirk bauen will, hatten die Behörden betont, dass sie dem Kaffeekapsel-Riesen entgegengekommen sind, damit er sich im Süden des Kantons niederlässt.

Entsprechend würdigten die Verantwortlichen des Unternehmens die Effizienz der staatlichen Stellen. Nestlé-Generaldirektor Patrice Bula sprach vom positiven politischen Umfeld, von dem seine Firma profitiere. Nespresso-Chef Jean-Marc Duvoisin unterstrich die Bedeutung des Projektes für die Strategie der Firma, deren Kapazitäten mit dem Wachstum aktuell kaum Schritt halten.

Der Syndic von Romont, Roger Brodard, strahlte gestern vor Freude, als er sagte: «Von diesem Tag haben wir vor eineinhalb Jahren noch nicht einmal geträumt.» Damals, als die ersten Kontakte begannen.

Vielleicht kommt Clooney

Im November begannen die ersten Arbeiten auf dem Gelände. Laut Architekt Vincent Aubert verlief die Vorbereitungsphase reibungslos. Das ist auch nötig, denn die Architekten mussten nach der Standortwahl im letzten Frühling innert kürzester Zeit ihr Konzept den Gegebenheiten auf dem Gelände anpassen. Der Zeitdruck, um die Vorgaben einzuhalten, sei massiv.

Vonlanthen betonte, dass Nespresso eine Chance für die wirtschaftliche Entwicklung des Kantons sei. «Das Projekt ist fantastisch und erfüllt uns mit Zuversicht, mit unserer Wirtschaftsförderung weiterzumachen.» Man müsse weiterhin den Mut haben, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Unternehmen an einer Ansiedlung im Kanton interessiert sind.

Die Produkte der Firma seien qualitativ hochstehend und mit vielen Emotionen verbunden, so Vonlanthen weiter. Er sagte: «Wenn ich ab 2015 in Schanghai oder San Francisco Kaffee trinke, denke ich daran, dass er aus Romont stammen könnte.» Er hoffe, betonte Vonlanthen, dass bei der Eröffnung der Fabrik auch der prominente Werbeträger von Nespresso, der Schauspieler George Clooney teilnehme. Firmenchef Duvoisin versprach, sich dafür einzusetzen. Vonlanthen entgegnete: «Ich hoffe, wir haben dann genug Platz hier, falls alle Freiburger Frauen hierher nach Romont an die Einweihung kommen.»

Zum Projekt

Angerichtet wird mit der grossen Kelle

In Romont entsteht für 300 bis 500 Millionen Franken der dritte Produktionsstandort von Nespresso. Die beiden anderen Fabriken stehen in Orbe und Avenches (beide VD). Vorgesehen sind ein 40 Meter hoher Silo, ein Administrationsbau, die Fabrik und Verkehrsinfrastruktur. Die Gebäude haben eine Fläche von 21000 Quadratmetern. In einer ersten Phase sollen 400 Angestellte in Romont arbeiten. In einer zweiten Phase ist ein Ausbau auf bis zu 800 Mitarbeiter geplant. Für sie und weitere Zuzüger wird Wohnraum für 1000 Menschen erstellt. Diskutiert wurden im Vorfeld die Vorleistungen der staatlichen Wirtschaftsförderung. Für zehn Jahre werden der Firma die Gewinnsteuern erlassen und die Bezahlung von 8,8 Millionen Franken für das Grundstück gestundet. Zudem musste die Gemeinde das Grundstück für drei Millionen sanieren.fca

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