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Der Hafen prägt die Stadt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es gibt deutsche Städte, die in der Schweiz gerne mit Schweizern in Verbindung gebracht werden. Wie etwa Frankfurt mit Josef Ackermann an der Spitze der Deutschen Bank, Tübingen mit dem Theologen Hans Küng oder Hamburg mit den weltbekannten Architekten Herzog & de Meuron. Die Elbphilharmonie, das prominenteste Bauwerk in der Hamburger Hafencity, trägt deren Handschrift. Ein Bauwerk, das seit 2007 die Gemüter erhitzt.

Streitereien, Kompetenzfragen und die enorme Budgetüberschreitung verzögern die Bauarbeiten. Von 77 Millionen Euro ging man aus. Jetzt sollen es rund 500 Millionen Euro sein. Das Gebäude soll das Wahrzeichen Hamburgs werden. Mit drei Konzertsälen, einem Hotel und Eigentumswohnungen umfasst es eine Gesamtgeschossfläche von etwa 120 000 Quadratmetern. Auf einem ehemaligen Kakaospeicher ist das Konzerthaus errichtet. Ein imposanter Aufbau aus Glas und geschwungenen Formen, gekrönt von einem einzigartigen Wellendach.

 Grosses Interesse

Die Fertigstellung war für 2010 geplant. Doch der Eröffnungstermin verschob sich laufend. 2015 soll es nun so weit sein. Bereits jetzt finden an Sonntagen Sonderführungen statt. Die Nachfrage ist gross. Zwei Monate vorher muss man sich per Internet anmelden. In Gummistiefeln und Stahlhelm marschieren jeweils 15 Gäste über die Rampen in die siebte Etage hoch und lassen sich die ausgeklügelte Technik der Konzertsäle erklären. Die öffentlich zugängliche Aussichtsplattform auf 37 Metern Höhe gibt den Blick frei auf Kirchtürme, Rathaus und Speicherstadt.

Immenses Baugelände

Seit elf Jahren wird in der Hafencity gebaut. Zwölf Quartiere entstehen dort, die die Innenstadt bis ins Jahr 2025 um 40 Prozent erweitern. Bereits jetzt säumen mondäne Büros und sündhaft teure Wohnungen das Hafenbecken. Shoppingzentren gibt es keine, dafür viel Grün und kleine Läden. Die Stadtplaner haben auf Nachhaltigkeit gesetzt. So gilt Hamburg als die grünste Metropole Europas. Eine europäische Kommission hat ihr letztes Jahr den Titel «Umwelthauptstadt 2011» verliehen. Die Hamburger S-Bahn fährt ausschliesslich mit Ökostrom aus Wasserkraft. «Der Hansestadt ist es gelungen, die CO2-Emissionen seit 1990 um 15 Prozent zu verringern», sagt die Stadtführerin. Bis 2020 sollen sie gar um 40 Prozent reduziert werden.

 Am Hafen angekommen

Der Hafen Hamburgs als ein Ort der Sehnsucht und des Fernwehs übt geradezu eine magnetische Anziehungskraft aus. Wer dort steht, hat das Gefühl, angekommen zu sein. Bei den Landungsbrücken, dem über hundert Jahre alten Abfertigungsgebäude, warten unzählige Boote und Schiffe. Gewaltige Docks, vorbeiziehende Hafenbarkassen, Luxusliner, gigantische Containerschiffe mit Kurs auf Schanghai oder Buenos Aires fesseln den Besucher. An sonnigen Tagen sind Hunderte von Touristen da.

Der Elbe entlang hat sich Fernweh in Architektur verwandelt. Bürohäuser und unzählige Szene-Restaurants reihen sich an der Hamburger Elbefront wie auf einer Perlenkette. Von den Landungsbrücken ist es nicht weit ins St. Pauli-Quartier, Hamburgs berüchtigtes Vergnügungsviertel mit den vielen Beizen und Sexklubs. «Hier ist es nicht mehr, wie es war. Die Kunden fehlen», sagt ein Beizer.

Die einstigen Lagerhäuser

Berühmt ist Hamburg aber auch durch die Speicherstadt. Ein Lagerhauskomplex, den Kaufleute Ende des 19. Jahrhunderts errichten liessen. Immer noch hängen an den neugotischen Backsteinfassaden die Haken für die Seilwinden, mit denen man früher die Kaffee- und Gewürzsäcke in die Böden hochgezogen hat. Heute lagern dort vorab Orientteppiche. «Wir hoffen sehr, dass unsere Speicherstadt einst auf die Liste des Weltkulturerbes kommt», bemerkt die Stadtführerin.

 Der Hauptbahnhof in Hamburg ist mit fast einer halben Million Reisenden und Besuchern pro Tag der meistfrequentierte Bahnhof in Deutschland. Ein Bahnhof, in dem klassische Musik ertönt. «Damit sollen die Junkies vertrieben werden», sagen Bahnhofangestellte.

Obdachlose und Millionäre

 Dafür aber führt der rote Doppeldecker die Gäste an der Kersten-Miles-Brücke, am kleinen Schandfleck Hamburgs, vorbei. Dort sorgen Obdachlose für Aufregung. Ihr Lager unter der Brücke erinnert an eine Müllhalde. Die Stadtverwaltung will die Sache in die Hand nehmen. Sie sei kein gutes Beispiel für die hohe Aufenthaltsqualität Hamburgs. Hamburg ist mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern eine Stadt der Superlative. Hier wohnen die meisten Millionäre Deutschlands und viele Modedesigner haben hier ihre Karriere gestartet, zum Beispiel Jil Sander. Die Stadtführerin: «In dieser Stadt gibt es sehr viel Privatvermögen und über 1000 Stiftungen.» Notabene: Auch die Beatles haben von Hamburg aus ihre Karriere gestartet. In St. Pauli ist ihnen ein Museum gewidmet.

Die Speicherstadt wurde im 19. Jahrhundert erbaut.Löschen und Laden der Containerschiffe im Hafen.Die Hafencity ist eine der grössten Baustellen Europas.

Tipps und Infos

Sehenswertes und Kulinarisches

Hamburg Card:Freie Fahrt für ÖV und ermässigte Eintritte. Drei Tage ca. 20 Euro.

Stadtrundfahrt:«Die roten Doppeldecker».

Kirche St. Michaelis:Wahrzeichen der Hansestadt mit Ausblicksplattform.

Jungfernstieg und Alster:Herzstück der Innenstadt mit bekannter Flaniermeile.

Fernsehkoch Tim Mälzer:Sein Restaurant «Bullerei» befindet sich in einem alten Schlachthof (Lagerstrasse 34). Empfehlenswert auch: «Chili Club» (Am Sandtorkai 54); «Wasserschloss Speicherstadt» (Dienerreihe 4).

Fischmarkt:Sonntags ab 5 Uhr morgens.

Stadt der Musicals:Hamburg hat über 40 Theater und 60 Museen.

Ausflüge:Blankenese gilt als schönster Stadtteil Hamburgs. Mit Bus oder Rad entlang der traumhaften Elbe.

Hotel:Radisson Blu, Mareiller Strasse 2: das höchste Hotel der Stadt.il

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