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Der HCD mit «Volvo» zurück in der Spur

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Ziemlich genau vor einem Jahr wurde der HC Davos in seinen Grundfesten erschüttert: Trainer-Ikone Arno Del Curto erklärte seinen Rücktritt. Der Engadiner stand beim Rekordmeister seit 1996 an der Bande und führte den Club in dieser Zeit zu sechs Meistertiteln. Doch in der Saison 2018/19 ging gar nichts mehr. Nur eines von zehn Heimspielen gewonnen, Platz 11 in der Tabelle und die Playoffs in weiter Ferne, zog Del Curto einen Schlussstrich. Nachfolger Harijs Witolinsch vermochte die Wende nicht mehr herbeizuführen, der stolze HCD musste in die Playouts.

Während des Sommers hat der Traditionsclub die Weichen neu gestellt. Mit dem 42-jährigen Christian Wohlwend, auch er wie Del Curto ein Engadiner, kam ein neuer Trainer, und mit dem weiteren Bündner Raeto Raffainer ein neuer Sportchef – ganz nach dem Motto «Zurück zu den Wurzeln». Nach gut der Hälfte der Qualifikation gilt es festzuhalten: Die Rechnung der Club-Verantwortlichen ist aufgegangen. Mit 45 Punkten aus 22  Spielen liegen die Davoser auf Rang  3, berücksichtigt man den Punkteschnitt pro Partie liegt der HCD (2,05) gar an der Spitze vor Tabellenleader ZSC Lions (1,96). Wohlwend verkörpert die moderne Generation von Trainern, die ein offensives Tempohockey spielen lassen und für die die offene Kommunikation mit den Spielern ein zentrales Element darstellt.

Leidenschaftlich, emotional

«Er kann seine Passion für das Eishockey voll in ein Team einbringen», sagt Philippe Furrer. Der routinierte Gottéron-Verteidiger kennt den Davoser Trainer gut, sei es aus seiner Zeit in Lugano, als Wohlwend Assistent war und interimistisch für einige Partien gar als Headcoach fungierte, oder aber aus der Nationalmannschaft, wo Wohlwend als Assistent von Patrick Fischer wirkt. «Die beste Rede, die ich je im Hockey gehört habe, kam von ‹Volvo›, als wir mit Lugano auf dem zwölften Rang lagen. Vor einem Match in Biel sprach er über Leidenschaft, das war unglaublich», erinnert sich Furrer. «Er kann extrem viel Energie reinbringen.» Wohlwend sei ein sehr ehrlicher und direkter Typ, der das Ziel habe, jeden Spieler besser zu machen.

Ganz ähnlich charakterisiert Sandro Schmid den HCD-­Coach. Der junge Gottéron-Stürmer kennt Wohlwend aus der U20-Nationalmannschaft, die er bis zu seinem Engagement in Davos betreut und die er zuletzt bis in den WM-Halbfinal geführt hatte. «Wohlwend ist ein sehr emotionaler Trainer, der nahe an seinen Spielern ist.» Dass Wohlwend zuweilen auch ziemlich impulsiv sein kann, musste der Murtner am eigenen Leib erfahren, als ihn der Trainer im WM-Viertelfinal auf der Spielerbank regelrecht zusammenfaltete. «Es hat doch jeder Momente, in denen er die Kontrolle verliert. Nach dem Spiel hat er sich bei mir entschuldigt. Das gehört dazu», schmunzelt Schmid im Rückblick.

Wieder mit Speed wie zu Del  Curtos besten Zeiten

Die Emotionen und die Leidenschaft sind das eine, die Spielweise das andere. «Tempo, das ist die DNA des HCD, wir wissen alle, was Arno Del Curto hier für einen fantastischen Job gemacht hat», sagte Wohlwend kürzlich gegenüber der NZZ. Dementsprechend rekrutierte er im Zusammenspiel mit Raffainer das Personal für die beiden offenen Ausländerplätze. Die beiden laufstarken Stürmer Aaron Palushaj und Mattias Tedenby stehen exemplarisch für das praktizierte Tempo-Eishockey. «Nach dem Rücktritt von Arno war in Davos der Speed nicht mehr vorhanden. Jetzt haben sie diese Schnelligkeit wieder, und wir alle sehen, wo sie damit in der Rangliste stehen», sagt Furrer.

«Ich glaube, wir stehen da, wo wir hingehören», liess sich Wohlwend in der NZZ zitieren und liegt damit zweifelsohne richtig. Wie die Equipe mit der Zusatzbelastung Spengler Cup umgehen kann, wird sich indes noch erweisen müssen. Wohlwend aber ist es allemal zuzutrauen, dass er es auch dann schafft, seinen Spielern Beine zu machen.

«Die beste Rede, die ich je im Hockey gehört habe, kam von ‹Volvo›. Vor einem Match in Biel sprach er über Leidenschaft, das war unglaublich.»

Philippe Furrer

Gottéron-Verteidiger

Der heutige Gegner

Fakten zum HCD

• Mit im Schnitt 3,55 erzielten Toren pro Partie ist Davos das offensiv gefährlichste Team der National League.

• Zur Torproduktion tragen die Verteidiger massgeblich bei. Bereits 19 Tore erzielten die HCD-Backs, das ist ein Viertel aller Treffer und damit so viele wie bei keinem anderen Team.

• Ein Grund, weshalb es dem HCD so gut läuft, ist die Schusseffizienz: 11,7 Prozent der Abschlussversuche sind erfolgreich. Das ist Liga-Höchstwert.

• Eine Schwachstelle ist derweil das Unterzahlspiel. Die Erfolgsquote von 70,3  Prozent ist die schlechteste im Liga-Vergleich.

• Topskorer ist Perttu Lindgren mit 8 Toren und 17 Assists in 22  Partien.

• Im Saisonvergleich mit Gottéron steht es 1:1 nach Siegen (je ein Heimerfolg).

• Verletzt sind Marc und Dino Wieser, abwesend ist Benjamin Baumgartner (mit Österreichs U20).

Vorschau

Comeback von Philippe Furrer

Im Heimspiel heute (19.45  Uhr) gegen den HCD kann Gottéron-Trainer Christian Dubé wieder auf Verteidiger Philippe Furrer zählen, der sich vor zwei Wochen am Fuss verletzt hatte, als ihm in Genf Goalie Reto Berra auf den Fuss gefallen war. Furrer, der nach zwei Jahren Absenz kommende Woche wieder mit dem Nationalteam auflaufen wird und die Heim-WM vom Frühling als Ziel hat, ist überzeugt, dass er schnell wieder in den Rhythmus kommt. «Meine Verletzungspause dauerte nicht so lange.» Im Training gestern fehlte David Desharnais. Der Kanadier ist zum zweiten Mal Vater geworden. Der einzige verletzte Gottéron-Spieler ist Verteidiger Marco Forrer.

fs

 

 

National League. Heute spielen (19.45  Uhr): Gottéron – Davos. Servette – Biel. Lausanne – Bern. SCL Tigers – Lugano. ZSC Lions – Rapperswil-Jona Lakers.

Rangliste: 1. ZSC Lions 25/49 (85:57). 2.  Biel 26/46 (69:62). 3. Davos 22/45 (78:65). 4. Servette 26/43 (73:66). 5.  Lausanne 25/41 (73:67). 6. Zug 23/40 (77:67). 7. SCL Tigers 24/33 (61:70). 8.  Gottéron 24/32 (57:62). 9. Lugano 26/31 (64:74). 10. Bern 25/29 (66:82). 11.  Rapperswil-Jona Lakers 25/28 (65:82). 12. Ambri-Piotta 25/27 (58:72).

«Wohlwend ist ein sehr emotionaler Trainer, der nahe an seinen Spielern ist.»

Sandro Schmid

Gottéron-Stürmer

 

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