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Der Junior für die speziellen Tore

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Auf diese Saison hin hat der SC Düdingen zahlreiche vielversprechende Jungtalente in die Mannschaft eingebaut. Neben Claudio Buntschu (18), Manuel Schwarz (18), Loïc Marmier (18), Ardit Bytyqi (18), Fabian Suter (19), Nenad Petrovic (20), Lionel Buntschu (20) und Lukas Bucheli (20) ist Christoph Catillaz einer dieser aufstrebenden Youngster. Dass es Trainer Martin Lengen ernst meint mit dem Nachwuchs, zeigt das Beispiel des 19-jährigen Catillaz. Im ersten Saisonspiel eingewechselt, stand er in den folgenden beiden Partien gar in der Startelf, ehe er aufgrund einer Knochenhautentzündung am Fuss zuletzt zweimal pausieren musste.

Sieger im Online-Voting

«Ich will mir einen Platz im Team erkämpfen», macht Catillaz, der im Juni mit den Junioren A des SC Düdingen auf dem Berner Neufeld den Schweizer Meistertitel gewonnen hatte, keinen Hehl aus seinen Ambitionen. Mit seinem Treffer im Final gegen YF Juventus, dem einzigen der Partie, war Catillaz massgeblich daran beteiligt, dass die Junioren Vereinsgeschichte schrieben. Nie zuvor hatte eine Nachwuchsmannschaft des Clubs einen nationalen Titel für sich beanspruchen können. Überhaupt ist Catillaz so etwas wie der Spezialist für nicht alltägliche Tore. «Das kann man so sagen, bei den Junioren habe ich ab und zu eines erzielt», sagt der offensive Mittelfeldspieler, der seine Laufbahn einst als Stürmer begonnen hatte. So drosch er beim Finalturnier der A-Junioren das Leder mit zwei Ballkontakten aus der Drehung volley in die Maschen, nachdem er es zuvor mit dem Fuss aus der Luft angenommen hatte. Weil die Spiele gefilmt wurden, stand der spektakuläre Treffer Catillaz’ im August zur Auswahl für das «Coolest Goal of the Year», das vom Schweizer Fussballverband ausgezeichnet wird.

Kurze Zeit bei YB

Und tatsächlich machte der Düdinger bei der Online-Wahl das Rennen und war deshalb am 31. August zu Gast bei den Swiss Football Awards in Freienbach, zusammen mit weiteren Preisträgern wie Xherdan Shaqiri, Stephan Lichtsteiner oder Breel Embolo. «So etwas erlebt man nicht alle Tage.» Die Atmosphäre unter all den Fussballern sei gemütlich gewesen. Zu mehr als gegenseitigen Gratulationen habe es jedoch nicht gereicht, weil die Nationalspieler nur kurz blieben. Catillaz sah Shaqiri und Co. wenige Tage später jedoch bereits wieder im Basler St.-Jakob-Park. Das coolste Tor des Jahres hatten dem Freiburger nicht nur eine Trophäe, sondern auch vier Eintritte für das EM-Qualifikationsspiel zwischen der Schweiz und Slowenien eingebracht.

«Coolest Goal of the Year» hin oder her, im Fanionteam Düdingens bleibt Catillaz einer der Nachwuchsspieler, die sich erst noch beweisen müssen. «Sicher müssen wir Jüngeren die eine oder andere Aufgabe mehr als die älteren Spieler erledigen, wie zum Beispiel die Trinkflaschen füllen oder nach dem Training aufräumen, aber letztlich sind wir eine Mannschaft, in der wir uns gegenseitig helfen», schildert der Jungspund seine Stellung im Team. Der 19-Jährige, der diesen Sommer seine KV-Lehre abgeschlossen hat, hatte über den Nachwuchs von YB und das Team AFF/FFV den Weg zurück zu seinem Stammverein gefunden. «Training und Schule in Bern war damals zu viel für mich, also ging ich zu Freiburg. Dort habe ich nach einer Verletzung nicht regelmässig gespielt. Weil ich viele Kollegen in Düdingen habe, fiel die Entscheidung zur Rückkehr ziemlich rasch.» Einmal zurück im Birchhölzli hatte Catillaz die erste Mannschaft als Ziel vor Augen.

Erste Bilanz im Winter

Nun ging alles schneller als erwartet, könnte er doch noch bei den Inter A auflaufen. «Im Vorfeld der Saison habe ich deshalb mit dem Trainer gesprochen und gesagt, dass ich am Wochenende einfach auf dem Platz stehen und spielen will. Ich schaue, wie es bis zur Winterpause läuft. Wenn es nicht reicht, kann ich die Rückrunde immer noch mit den Junioren bestreiten.» Lehrreich ist der Aufstieg in die erste Mannschaft allemal. «Der Trainer versucht jeden Spieler weiterzubringen und reagiert im Training auf die Fehler, welche in den Spielen begangen werden und bringt seine Korrekturen an.» Gefordert ist Catillaz auf Erwachsenenstufe im physischen Bereich. «Meine Gegenspieler sind nun keine Junioren mehr, sondern 30-jährige, kräftige Männer.» Alles gehe viel schneller als bei den Junioren und auch technisch sei das Niveau höher.

Trotzdem will sich Catillaz in der für ihn neuen Liga durchsetzen und «eine tragende Rolle wie bei den Junioren spielen.» Den Traum von der grossen Fussballerkarriere gab der Düdinger vor Jahren auf, als die Berufslehre zur Priorität wurde. «Schliesslich ist es ungewiss, wie weit man es im Fussball bringt.»

 

Vorschau: SCD zu Gast beim Aufsteiger

D er SC Düdingen ist heute im Rahmen der 6. Runde der 1.-Liga-Meisterschaft zu Gast bei Aufsteiger Signal FC Bernex-Confignon (17 Uhr). Vor Wochenfrist mussten die Genfer in La Chaux-de-Fonds Lehrgeld bezahlen und gingen gleich mit 0:9 unter. In einem Nachholspiel vom Mittwoch gelang Signal jedoch die Rehabilitation, indem sie beim 2:0 gegen Lancy den zweiten Saisonsieg feiern konnten. Auf Wiedergutmachung ist auch Düdingen aus, dass zuletzt zu Hause Schlusslicht Oberwallis Naters unterlag. Trainer Martin Lengen erwartet heute von seinem Team deutlich mehr Engagement. Ob Christoph Catillaz, der nach einer Verletzung diese Woche wieder ins Training einstieg, die Reise mit antreten wird, ist offen. fs

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