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Der Kanton Freiburg will die Olympischen Spiele der Schwinger

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Autor: Matthias Fasel

Lang ist es her, dass ein Eidgenössisches Schwingfest im Kanton Freiburg stattgefunden hat. 53 Jahre, um genau zu sein. Seither hat Freiburg zweimal vergeblich versucht, den alle drei Jahre stattfindenden Grossanlass, der auch als die Olympischen Spiele der Schwinger bezeichnet wird, zum zweiten Mal in den Kanton zu holen. 1986 unterlag die Kandidatur der Stadt Freiburg derjenigen von Sitten, 2001 zog Bulle gegen Nyon den Kürzeren.

«Idealer Standort»

Der Turnus will es so, dass das Eidgenössische Schwingfest 2016 wieder in der Westschweiz stattfindet. Und dieses Mal schickt der Freiburger Schwingverband Estavayer ins Rennen. «Es gibt gute Gründe, daran zu glauben, dass es dieses Mal klappen wird. Denn der Schwingsport hat im Kanton eine grosse und immer noch sehr lebhafte Tradition», sagte gestern Staatsratspräsident Erwin Jutzet an einer Pressekonferenz in Estavayer. «Mit dem Flugplatzareal des Broyetals konnten wir zudem einen idealen Standort für den Anlass finden», ergänzte OK-Mitglied Oswald Kessler, der für die Infrastruktur und Logistik verantwortlich ist.

Erprobt durch Air Payerne

Einen solchen Standort zu finden ist aufgrund der Grösse der Veranstaltung gar nicht so leicht. Letztes Jahr zog das Eidgenössische in Frauenfeld 260000 Zuschauer an. Für Arena, Parkplätze, Campingplatz, Feld für die Hornusser, Kantinen, Schwingerunterkünfte und vieles mehr sind insgesamt rund 250 Hektaren Land notwendig. «Estavayer erfüllt sämtliche Kriterien. Der Standort liegt zudem in der Nähe von zwei Autobahnausfahrten und ist deshalb auch in Sachen Verkehr gut gelegen. Besonders in Sachen Restauration ist ausserdem eine gewisse Infrastruktur vorhanden», so Kessler. In Sachen Grossanlässe ist das Terrain bereits erprobt. 2004 fand bereits die Flugshow Air Payerne statt, die 275000 Zuschauer anzog.

Genf und Neuenburg als Konkurrenten

Neben Freiburg bewerben sich die Schwingverbände Neuenburg (Austragungsort Colombier) und Genf (Stade de la Praille) für die Austragung. Auf den ersten Blick wirkt Freiburg als Favorit. Der Schwingsport hat hier deutlich mehr Bedeutung und Tradition als in Neuenburg und Genf. Und so will man sich im Rennen um die Vergabe auch positionieren. «Es soll ein Fest für Schwinger, organisiert von Schwingern sein. Bei uns geht es nicht irgendwie um PR oder Tourismus, sondern um den Schwingsport», so der Präsident des Freiburger Schwingverbandes Guido Sturny.

Doch nicht erst seit der Vergabe der Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 wissen Sportbegeisterte, dass Tradition bei der Vergabe von Sportanlässen nicht alles ist. So hat zum Beispiel in Genf noch nie ein Eidgenössisches stattgefunden; allenfalls könnte der Anlass die Entwicklung der Sportart in der Region vorantreiben. Ein Vorteil für Genf? «Das ist möglich. Aber es wäre doch auch nicht schlecht, wenn im Austragungskanton auch ein Paar Schwinger aktiv wären», sagte Oswald Kessler. Wenn man von Freiburg als Kandidat spricht, ist im Übrigen doch noch eine Präzisierung angebracht. Das geplante Terrain liegt nämlich zu 48 Prozent auf waadtländischem Boden…

Entscheidung im März 2012

Wo das Eidgenössische 2016 stattfindet, entscheidet sich in rund zehn Monaten. Die Eidgenössische Delegiertenversammlung wird Anfang März 2012 den Austragungsort bestimmen.

Unterstützt wird die Kandidatur von der Gemeinde Estavayer und dem Kanton Freiburg. Falls der Grosse Rat zustimmt, erhalten die Organisatoren eine Defizitgarantie von 650000 Franken. Die Gemeinde garantiert denselben Betrag, so dass insgesamt eine Defizitgarantie von 1,3 Millionen Franken besteht. «Sieht man den Erfolg, den das letztjährige Eidgenössische in Frauenfeld hatte, ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Organisatoren davon Gebrauch machen müssen», so Jutzet, der den Staatsrates vertrat. Das Budget der Organisatoren in Frauenfeld betrug letztes Jahr 20 Millionen Franken.

Zunächst einmal braucht Estavayer 2016 aber Geld für eine gelungene Kandidatur und hat deshalb gestern eine Sammelaktion gestartet.

In Estavayer soll 2016 eine solche imposante Schwing-Arena stehen wie 2007 beim Eidgenössischen in Aarau.Bild Charles Ellena/a

Eidgenössisches

Der Grossanlass der Schwinger in Zahlen

Mit Blick auf das Eidgenössische 2010 in Frauenfeld präsentierte OK-Mitglied Oswald Kessler gestern noch einige Zahlen und Fakten. Ein Eidgenössisches Schwingfest bedeutet demnach:

• 250000 Besucher

• 180 OK-Mitglieder

• 3700 Helfer

• 69000 Arbeitsstunden

• 4500 Campierende

• 3000 Wohnwagen

• 3700 besetzte Betten in Kasernen, Zivilschutzkellern und Turnhallen

• 1200 besetzte Hotelzimmer

• 170 Vereine, die bei der Durchführung der Veranstaltung helfen.

• 1200 mobile Toiletten

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