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Der Kanton Freiburg will helfen

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Die Schäden im Gemüsegarten der Schweiz sind massiv

Autor: Von IRMGARD LEHMANN

Auf die Frage, was er heute, dem Tag danach, als Erstes an die Hand nehme, meint der Gemüseproduzent Manfred Wolf etwas resigniert: «Tief einatmen und abwarten.» Ihm und seinen 17 Angestellten seien zurzeit die Hände gebunden. «Uns bleibt nichts anderes als zu retten, was noch zu retten ist.» Wolf richtet sein Augenmerk daher auf die Anbauflächen, die nicht so arg in Mitleidenschaft gezogen wurden (Rüben-, Kartoffel-, Zwiebeln-, Sellerieanbau).

Salat wird mehr kosten

«Jetzt müssen wir Öffentlichkeitsarbeit leisten», fährt Wolf weiter. «Die Leute müssen verstehen, dass der Salat 20 bis 30 Rappen teurer sein wird.»Auf der Gemüseplantage von Manfred Wolf aus Ried wurden vorab die Salatfelder überschwemmt. «Sie sind alle futsch.» Nachpflanzen sei nicht mehr möglich, denn Mitte August müsse die Pflanzung abgeschlossen sein. «Höchstens noch Nüsslersalat können wir anpflanzen.»Wolf bearbeitet im Seeland eine Gemüsefläche von 20 Hektaren. 30 Prozent davon wurden überschwemmt.

Am Personal sparen

Manfred Wolf ist gegen Hagel und Unwetter versichert. Doch das grosse Geld sei dabei nicht zu erwarten. Denn die Entschädigung hänge vom Wachstumsstand des Gemüses ab. «Wir haben die Lagerware erst Ende Juli gesetzt.»Kosteneinsparungen sind gefragt. Aber wie? «Angestellte müssen die Überstunden kompensieren, und Saisonarbeiter muss ich früher nach Hause schicken.»Dem Gemüseproduzent bleibt noch die Sorge um die Lagerhaltung des übriggebliebenen Gemüses. Zum Lagergemüse gehören Kartoffen, Rüben, Zweibeln, Sellerie, Lauch. «Niemand weiss, wie sich die Kulturen nach der Unmenge von Wasser verhalten.»Wie Marc Etter, Gemeindeschreiber von Ried, gegenüber den FN sagt, war in Ried praktisch jeder Bauer von den Unwettern betroffen. Rund 30 wohnen in der freiburgischen Seelandgemeinde.

Hagelversicherung unerschwinglich

Ob Thomas Wyssa, Gemüseproduzent und Ammann von Galmiz, das Angebot des Staatsrates nutzen will oder nicht, weiss er noch nicht (siehe Kasten). Eine Hagelversicherung hat er jedoch keine. «Für die 17 Hektaren Anbaufläche müsste ich jedes Jahr 30 bis 40 000 Franken hinblättern.» Eine Versicherung können sich, so Wyssa, nur jene leisten mit einem kleinen Anteil an Gemüseproduktion, jene also mit gemischter Produktion (Gemüse und Mais, Weizen, Kartoffeln).In Galmiz waren 17 Gemüsegärtner von den Überschwemmungen betroffen. Da im Flusslauf der Bibera der Damm gebrochen ist, seien die Schäden besonders massiv, bemerkt Wyssa. Gemeinsam mit einem spezialisierten Unternehmen sind Wyssa und Mitarbeiter aus dem Dorf zurzeit daran, das Wasser abzupumpen.

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