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Der Kanton Freiburg will Kulturregionen einführen

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Mehr Koordination wünscht sich der Staatsrat in der Kulturpolitik und der Kulturförderung. Darum geht es in der Revision des Gesetzes über die Förderung kultureller Aktivitäten.

Das kulturelle Leben und Schaffen fördern, den Zugang zur Kultur vereinfachen und das Freiburger Kulturerbe aufwerten: Das sind die drei Hauptziele des kantonalen Gesetzes über die Förderung kultureller Aktivitäten. Der Staatsrat hat nun eine Totalrevision zur Vernehmlassung vorgelegt. Denn das bisherige Gesetz stammt von 1991, ist also mittlerweile 33 Jahre alt. Die Vernehmlassung läuft bis zum 21. Oktober.

Zusammenschluss von Gemeinden

Ein wesentliches neues Element des revidierten Gesetzes sind die Kulturregionen. Der Kanton wünscht, dass sich die Gemeinden zu solchen Regionen zusammenschliessen. Gemeinsam sollen sie im Amateurbereich kulturelle Aktivitäten von regionaler Bedeutung und den regionalen professionellen Nachwuchs unterstützen. Zudem sollen sie den Zugang zur Kultur, die kulturelle Teilhabe im professionellen Bereich und kulturelle Einrichtungen von regionaler Bedeutung fördern.

«Mit der Agglomeration Freiburg, Option Gruyère oder Coriolis hat Freiburg bereits mehrere Erfahrungen mit regionalen Zusammenschlüssen gesammelt.»

Staatsrat

Ganz neu ist die Idee der Kulturregionen im Kanton Freiburg nicht. «Mit der Agglomeration Freiburg, Option Gruyère oder Coriolis hat Freiburg bereits mehrere Erfahrungen mit regionalen Zusammenschlüssen gesammelt», schreibt der Staatsrat in seinem Bericht zur Vernehmlassung. Nun sollen auch in den anderen Regionen solche Strukturen geschaffen werden. Welchen geografischen Umfang diese Kulturregionen haben werden, will der Kanton den Gemeinden überlassen. Einzig verschiedene Kriterien, wie ein bedeutendes Einzugsgebiet, mindestens eine Zentrumsgemeinde und eine ständige Kulturkommission für die Vergabe von Fördermitteln, sind vorgegeben. «Die Aufteilung der Finanzierung ist den Gemeinden entsprechend ihrer kulturellen Gegebenheiten überlassen», hält der Staatsrat fest. Verschiedene Verteilschlüssel seien möglich, zum Beispiel in Relation zur Bevölkerung oder zur Anzahl der Kultureinrichtungen.

Kulturkonferenz und Kulturausschuss

Bei der Förderung kultureller Aktivitäten stellt der Staatsrat fest, dass die heute bestehende Verflechtung zwischen Staat, Gemeinden und bestehenden interkommunalen Vereinbarungen zu wenig effizient sei, um den Herausforderungen in der Branche zu begegnen. Unter anderem würden von der Kultur neue Funktionen erwartet, wie die Förderung der Standortattraktivität oder eines sozialen Zusammenhalts. Auch gebe es eine zunehmende Urbanisierung mit sich verändernden Kulturpraktiken, und das Publikum sei mobiler bei der Nutzung der kulturellen Angebote an verschiedenen Orten.

In der Vernehmlassung schlägt der Staatsrat vor, dass die öffentlichen Körperschaften zusammenarbeiten, um die Kohärenz, Wirksamkeit und Effizienz ihrer Fördermassnahmen zu gewährleisten. Diese Koordination soll in einer politischen Kulturkonferenz und einem Kulturausschuss erfolgen. Mitglieder der Kulturkonferenz wären Vertreterinnen und Vertreter von Kanton, Gemeinden und Kulturregionen. Der Ausschuss hingegen bestehe bereits in Form einer Arbeitsgruppe, die mit dem Gesetz eine neue rechtliche Grundlage bekommen könnte. Diese setzt sich zusammen aus den Kulturbeauftragten des Kantons, der Städte Freiburg und Bulle, Option Gruyère, der Agglomeration Freiburg, Coriolis und der Gemeinde Estavayer-le-Lac. Für die Kulturakteurinnen und -akteure ist eine Föderation der anerkannten kantonalen Dachverbände vorgesehen. Hier kommen die Dachverbände, die die Interessen von verschiedenen Kultursparten vertreten, zusammen. An einem jährlichen Kulturtreffen sollen sich Vertreterinnen und Vertreter von Kultur, Tourismus, Gesellschaft und Wirtschaft austauschen können.

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