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«Der Kanton könnte die Quelle schliessen»

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Die Quellfassung Saga ist für die Gemeinde St. Silvester neben der zweiten Quelle Nesslera die einzige Wasserressource. «Die Quelle Saga liefert uns 900 Liter pro Minute», sagte Gemeinderätin Doris Rotzetter an der Gemeindeversammlung vom Freitagabend. Diese Wasserversorgung steht auf der Kippe. Denn die Quellfassung entspricht technisch nicht mehr den kantonalen Vorgaben. Zudem ist auch die Schutzzone, in der sich die Quelle befindet, nicht genehmigt. «Der Kanton könnte die Quelle schliessen», sagte Rotzetter. Der Gemeinderat schlug deshalb vor, die Quelle zu versetzen und neu zu bauen. Damit würden zwei Fliegen auf einen Streich geschlagen: Die Quellfassung entspräche den Normen, und die neue Schutzzone würde genehmigt, wodurch wiederum angrenzende Bauprojekte nicht beeinträchtigt wären. Um einen neuen Standort zu finden, beantragte der Gemeinderat einen Planungskredit von 60 000 Franken. Damit wird eine Bohrung rund 70  Meter westlich der heutigen Fassung durchgeführt, ein hydrogeologisches Profil erstellt und ein Pumpversuch zur Ermittlung des Potenzials durchgeführt. Bei den 48 anwesenden Bürgerinnen und Bürger sorgte die Versetzung für Fragen: Was, wenn es am neuen Standort nicht mehr gleich viel Wasser hat? «Wir können nicht garantieren, dass wir wieder auf dieselbe Menge stossen», so Rotzetter. In der Hoffnung, einen geeigneten Standort zu finden, waren gar schon Rutengänger vor Ort, sagte die Gemeinderätin auf eine Frage einer Bürgerin bezüglich Wasserruten. Eine Frage zur zweiten Quellfassung Nesslera zeigte, dass auch diese nicht konform ist. «Momentan ist einfach die Saga aktuell», so Rot­zetter. Die Versammlung unter der Leitung von Ammann Alexander Kolly stimmte dem Planungskredit mit 44 Ja- zu 2 Nein-Stimmen zu.

Ein neues Rückhaltebecken

Doris Rotzetter stellte auch den Antrag für einen Investitionskredit über 650 000 Franken für eine Meteorwasserkanalisation und ein Rückhaltebecken im Gebiet Ebnet. In diesem Gebiet sind Abwasser und Meteorwasser nicht getrennt. «Wenn es stark regnet, hebt es die Deckel und das Wasser läuft über», sagte sie. Die heutige Leitung wird weiterhin für Schmutzwasser gebraucht. Hinzu kommt eine Meteorwasserleitung, die in ein neues Retentionsbecken mündet. «Das Becken hält bei Starkregen das Wasser zurück, damit nicht alles aufs Mal in den Tschüprubach fliesst», erklärte Syndic Kolly auf die Rückfrage eines Bürgers. Das Thema sorgte für angeregtes Gemurmel. Die Anwesenden zeigten sich uneinig, ob das Becken, das 800 Kubikmeter fasst, den Tschüprubach wirklich schützt. Der Bau ist zudem auf dem Land eines Bürgers geplant. «Wir können erst über das Land verhandeln, wenn der Kredit genehmigt ist», so Syndic Kolly. Der Gemeinderat überzeugte bei drei Gegenstimmen die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger vom Kredit.

Die Versammlung stimmte zudem einstimmig der Finanzierung einer neuen Steuerung der Wasserversorgung von 50 000 Franken zu.

Drei Asphaltierungen

Drei weitere Kreditbegehren des Gemeinderats betrafen Asphaltierungen. Zweien der drei Projekte stimmte die Versammlung einstimmig zu. Damit wird der Platz zwischen dem Schulhaus und dem Feuerwehrlokal sowie der Eingangsbereich des Probelokals für 57 000 Franken und der Pausenplatz vor dem Mehrzweckgebäude für 50 000 Franken asphaltiert. Auch ein acht Meter breiter Streifen vor der Sammelstelle wird für 50 000 Franken geteert. Letzterem stimmten die Bürger mit einer Enthaltung und einer Nein-Stimme zu.

Für 5 Enthaltungen und 43  Ja-Stimmen, aber kaum Diskussionen sorgte die Walderschliessung Riederwäli. «Mit der Investition nutzen wir nicht nur den Wald, sondern haben auch die Möglichkeit für einen Wanderweg», begründete Gemeinderat René Vonlan­then die Kosten in Höhe von 41 000 Franken.

Finanzen

Voranschlag 2020 und Steuersenkung

Der Voranschlag 2020 der Gemeinde St. Silvester weise eine schwarze Null aus, wie Syndic Alexander Kolly an der Gemeindeversammlung sagte. Der Ertragsüberschuss liegt bei 6500 Franken bei Ausgaben und Einnahmen von rund 3,5 Millionen Franken. Die Investitionsrechnung weist Ausgaben von gut 2,9  Millionen Franken und Einnahmen von 181 000  Franken aus. Beidem stimmte die Versammlung einstimmig zu. Das Budget für das kommende Jahr hatte der Gemeinderat bereits inklusive einer Steuersenkung für natürliche und juristische Personen von 98  Prozent auf 95 Prozent berechnet. Zwar stellte ein Bürger den Antrag auf eine Senkung von 90 Prozent, doch die Gemeinde war sich, mit einer Gegenstimme, einig, dass der Steuerfuss auf 95  Prozent sinkt.

sf

 

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