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Der Kanton will mit den Fischern eine Leistungsvereinbarung abschliessen

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Seit der Freiburgische Verband der Fischervereine festgestellt hatte, dass das kantonale Amt für Wald, Wild und Fischerei Patentgelder nicht wie in seinen Augen vorgeschrieben für den Fischbesatz verwendet hat, war das Verhältnis zwischen den beiden Seiten angespannt. Ein Audit mit einer rechtlichen, finan­ziellen und technischen Expertise sprach den Kanton zwar von Fehlverhalten frei, doch die Fischer zogen das Ergebnis in Zweifel.

Nun scheinen die Beziehungen zwischen den Fischern und dem Kanton aber langsam wieder in geregelten Bahnen zu verlaufen. An der Delegiertenversammlung des Fischerverbands vom Samstag in Le Crêt meinte Präsident Bernard Jaquet zwar, einige Themen seien noch offen. Er rief aber dazu auf, von einer konstruktiven Zukunft zu sprechen.

Des Lobes voll war Jaquet über den neuen kantonalen Fischereiverwalter, Manuel Pompini. «Er liess bei uns rasch Hoffnung aufkommen auf eine aktive und offene Zusammenarbeit mit den Freiburger Fischern», so Jaquet. Nach einigen Sitzungen mit Pompini hätten die Fischer die Belastungen sowie die wiederholten Missverständnisse der letzten zwei Jahrzehnte vergessen. «Die neue Zusammenarbeit ist erfreulich», so der Präsident.

Wie bei den Jägern

Erstmals an der Delegiertenversammlung der Fischer anwesend war Staatsrat Didier Castella (FDP), Direktor der Ins­titu­tionen und der Land- und Forstwirtschaft. «Wir wollen einen Schlussstrich unter das Geschehene ziehen», so Castella. Er erwähnte, dass seine Direktion die Zusammenarbeit mit den Fischern in einer Leistungsvereinbarung festlegen wolle, so wie es mit den Jägern der Fall sei. In der Vereinbarung sollten über mehrere Jahre die Rollen aller Beteiligten festgelegt werden. «So schaffen wir auch ein Klima des Vertrauens», so Castella.

Aus dem Jahresbericht über Bewirtschaftung und Fischbesatz ging hervor, dass in den kantonalen Seen seit 2008 kein Besatz mehr vorgenommen wurde. Das sei aber dieses Jahr anders, erklärte der neue Fischereiverwalter. Dieses Jahr werden nämlich auf die zwei Seen verteilt 100 000 junge Hechte ausgesetzt. Ein erster Schritt erfolgt gleich heute Montag: Je 40 000 Fischbrütlinge werden von der Hechtaufzucht in Murten im Schiffenen- und im Greyerzersee ausgesetzt. Die Fischer beteiligen sich an dieser Arbeit.

Weitere 20 000 Junghechte werden in drei bis fünf Wochen ausgesetzt. Sie werden in einem Teich in Laupen vorerst noch etwas wachsen. Diese Lösung wurde gefunden, nachdem die Fischzucht in Esta­vayer immer noch nicht in Betrieb gehen konnte.

Auch für den etwas komplizierteren Zanderbesatz scheint es dieses Jahr eine Lösung zu geben: Der Kanton Thurgau produziert Schweizer Zander, und Freiburg hat in der Ostschweiz 10 000 dieser Fische bestellt.

Tannen in den See

Der Vorstand der Fischer zeigte in einem Film, wie bei dem häufig tiefen Wasserstand des Greyerzersees die Ufer ohne jegliche Vegetation sind. Um dennoch Laichplätze anbieten zu können, werden nun Tannen oder Tannäste auf Uferzonen gelegt. Der Kanton unterstützt diese Aktion.

Weiter kamen an der Versammlung die zuletzt häufigen Gewässerverschmutzungen zur Sprache. Insbesondere die Glane war in den letzten Wochen sehr oft betroffen.

Ein anderes Problem bei den Fischervereinen sind der Mitgliederschwund und die Überalterung. Der Vertreter des Schweizer Verbands sagte, dass man sich nun an jenen Sektionen orientieren wolle, die einen Zuwachs haben.

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