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Der Kanton will weniger subventionieren

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Im März 2016 wurde das umgebaute Spital in Merlach feierlich eröffnet. Am Donnerstag haben die Gemeindevertreter an der Delegiertenversammlung des Gesundheitsnetzes See (GNS) den Schlussbericht genehmigt. Der Umbau kostet 53,1 Millionen Franken. Das sind 2,4 Millionen Franken oder 4,3 Prozent weniger als budgetiert. Trotz der guten Zahlen bleibt eine Unsicherheit: Der Kanton Freiburg übernimmt 55 Prozent der Baukosten, was 29,2 Millionen Franken entsprechen würde. Nun klammert das kantonale Finanzinspektorat für die Berechnung der Subventionen mehrere Rechnungspositionen aus. Es beantragt deshalb dem Staatsrat, rund 814 000 Franken weniger an die Baukosten beizutragen. «Dass der Kanton die Schlussabrechnung überprüft, ist zwar nicht unüblich», sagte Vorstandspräsident Markus Ith nach der Versammlung gegenüber den FN. «Wir sind aber überrascht, dass die Korrekturen so hoch ausfallen, obwohl wir das Budget klar unterschritten haben.» Der Vorstand werde mit dem Kanton das Gespräch suchen.

Nicht die Bewilligungskosten

Serge Renaud vom kantonalen Finanzinspektorat stellt klar: «Der Kanton hat auch bei den Sanierungen der anderen Bezirksspitäler Abzüge bei der Schlussabrechnung vorgenommen.» Dieses Vorgehen sei üblich. Welche Kosten der Kanton gemäss Finanzinspektorat nicht subventionieren soll, will Reynaud nicht ausführen. Losgelöst vom Fall Merlach sagt er aber: «Der Kanton subventioniert nur Kosten, die direkt im Zusammenhang mit dem Bau stehen.» Nicht dazu gehören laut Reynaud zum Beispiel Entschädigungen für die Baukommission oder die Kosten für die Baubewilligung.

Bleibt der Kanton hart, müssen die Gemeinden insgesamt Kosten von 24,7 Millionen Franken tragen. Die Delegierten bewilligten dieses Szenario. «Finden wir mit dem Kanton eine Lösung, können wir den Gemeinden mehr zurückerstatten», sagt Oberamtmann Daniel Lehmann.

Alle Kredite bewilligt

Neben dem Spitalumbau gab vor allem ein Kreditantrag für den Umbau des Pflegeheims in Courtepin zu reden: Für 10 Millionen Franken soll das Pflegeheim unter anderem Einzelzimmer mit eigenen sanitären Anlagen erhalten. «Das Heim entspricht einfach nicht mehr den heutigen Anforderungen», erklärte die Murtner Gemeinderätin Petra Schlüchter-Liniger namens der Baukommission. Das Projekt selbst war unbestritten. Gemeinderat Urs Hecht (Kerzers) stellte einen Antrag auf Rückweisung, bis der Finanzierungsmodus definitiv geklärt sei. Im Herbst hatten die Delegierten entschieden, das Projekt nicht über das Netz, sondern mittels Beiträgen der Gemeinden zu finanzieren. Nachdem der Vorstand versprach, die Frage im Herbst nochmals den Delegierten vorzulegen, lehnte am Donnerstag nur Kerzers den Kredit ab.

Zwei weitere Kreditanträge waren unbestritten. Für 75 000 Franken richtet das Gesundheitsnetz im Pflegeheim in Murten eine zentrale Apotheke ein. Bis jetzt wurden die Medikamente auf jeder Station einzeln gelagert, laut Botschaft des Vorstandes teilweise auch in Lebensmittelkühlschränken. Nach Kritik des Kantonsapothekers will das GNS die Situation verbessern. Zudem investiert das Gesundheitsnetz im Pflegeheim in Sugiez rund 148 000 Franken in eine neue Gestaltung des Aussenraums. Zurzeit entstehen neben dem Pflegeheim neue Alterswohnungen. Das Pflegeheim will mit der Genossenschaft, die den Bau der Alterswohnungen verantwortet, eine gemeinsame Begegnungszone schaffen.

«Wir sind überrascht, dass die Korrekturen so hoch ausfallen, obwohl wir das Budget unterschritten haben.»

Markus Ith

Präsident Vorstand GNS

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