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Der kleine Filmemacher

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mehrere Holzschwerter liegen auf dem Tisch, ein Ritterkostüm hängt über dem Stuhl, und ein grosses Plakat vom Drehbuch des Films befindet sich am Boden.

Voller Freude präsentiert Nicolas Zacharias Lehmann bei sich zu Hause in Schmitten sein Mindmap des eigenen Filmprojekts. «Die meisten Szenen hatte ich schon von Anfang an im Kopf, aber ich musste noch einige Details ändern oder anpassen.» Die Idee für ein Filmprojekt sei an einem Geburtstagsfest entstanden, als seine Freunde und er nicht mehr wussten, was sie spielen sollten.

Zudem schaue er sowieso gerne Filme, und seit er schreiben könne, habe er immer wieder kleinere Geschichten geschrieben. Deshalb fing er letzten Winter an, ein Drehbuch der Geschichte über die Suche nach dem heiligen Schwert zu schreiben.

Alles selbst organisiert

«Als wir mit dem Filmprojekt angefangen haben, hätte ich nicht gedacht, dass es so gross werden wird», sagt die Mutter von Nicolas, Sarah Chardonnens Lehmann. Sie habe ihm beim Nähen der Kostüme und beim Abtippen der Dialoge geholfen. «Den Rest hat er ganz alleine gemacht», bemerkt die stolze Mutter, die mit ihren beiden Söhnen ausschliesslich Französisch spricht. Auch Nicolas’ jüngerer Bruder Raphaël hat beim Projekt mitgeholfen, indem er an einem Familienfest auf Sponsorensuche ging. «Um Material und Kostüme zu bezahlen», erklärt der Neunjährige, der auch im Film mitspielt.

Drehort in Oberzirkels

Die Schauspieler des Films sind Schulkollegen und Freunde aus der Nachbarschaft von Nicolas. In den Sommerferien schickte er diesen 15 Freunden aus Schmitten das Drehbuch mit den Dialogen, die sie auswendig lernen sollten. Er hatte sie vorher alle angefragt, ob sie eine Rolle mit mehr oder weniger Text übernehmen wollten. «Danach suchten wir einen geeigneten Drehort in Schmitten und fanden ihn in Oberzirkels», sagt Nicolas, der in seiner Freizeit auch Klavier spielt und Karate ausübt.

Drei Tage gedreht

Einen Monat später war es dann so weit: Innerhalb dreier Tage drehte die Gruppe den Film. Wie es auch in Hollywood üblich ist, mussten einige Szenen mehrmals gedreht werden, bis sie wunschgemäss im Kasten waren. «Einmal verwechselte der König das Wort «Tochter» mit «Schwester», als er zur Prinzessin sprach. Und das deshalb, weil sie wirklich Geschwister sind», sagt Nicolas lachend. Während des Kampfes gingen dazu noch einige Schwerter kaputt, die sie am Abend noch reparieren mussten. Am schwierigsten sei die erste Szene gewesen, weil da die Schauspieler noch unkonzentriert gewesen seien. Die meisten Protagonisten sind zehn Jahre alt, gleich wie Nicolas. Sie sprechen im Film Hochdeutsch. Einer der Schauspieler machte die Filmaufnahmen, und wenn er gerade vor der Kamera stand, half die Mutter von Nicolas aus.

Der Film «Das heilige Schwert – und die Geheimnisse der Legende» dauert rund 40 Minuten und wird am kommenden Sonntag im Primarschulhaus in Schmitten der Öffentlichkeit gezeigt. Um die Kosten vollständig zu decken, wird eine Kollekte organisiert.

Nächster Film in Planung

Bei der Kulturkommission Schmitten zeigt man sich erfreut über das Engagement des Schülers: «Mir gefällt, wie Nicolas dieses Projekt umgesetzt hat, deshalb unterstützen wir es auch gerne», sagt Olivier Flechtner, Präsident der Kulturkommission Schmitten. Die Kommission stellt den Mehrzwecksaal für die Spezialvorführung zur Verfügung.

Ein nächstes Filmprojekt für den kommenden Sommer sei bereits geplant. «Ich habe die Geschichte schon im Kopf», sagt Nicolas, verraten will er allerdings noch nichts.

Mehrzwecksaal Primarschulhaus, Schmitten. So., 1. Oktober, 17 Uhr.

«Als wir mit dem Filmprojekt angefangen haben, hätte ich nicht gedacht, dass es so gross werden wird.»

Sarah Chardonnens Lehmann

Mutter von Nicolas

 

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