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Der Konflikt ums Trinkwasser in Bärfischen geht in die nächste Runde

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Autor: Lukas Schwab

Seit Jahren steht die Gemeinde Bärfischen beim Versuch, die Trinkwasserversorgung mit einer gemeindeeigenen Quelle sicherzustellen, mit dem Ehepaar Waeber im Streit (siehe Kasten). Mit dem Ende der öffentlichen Auflage der Dossiers zur Trinkwasserversorgung geht der Konflikt nun in die nächste Runde: Das Ehepaar Waeber hat gegen alle drei Dossiers, die je einen Teilaspekt der Wasserversorgung betreffen, eine Einsprache eingereicht.

Mit Einsprachen gerechnet

Bei den drei Dossiers handelt es sich um die Baubewilligung für die Erschliessung der Quelle, eine Rodungsbewilligung für das Waldstück, wo sich die Quelle befindet, und die Einzonung der nötigen Schutzzonen um die Quelle.

«Wir haben mit den Einsprachen gerechnet», erklärt Carole Plancherel, Syndique von Bärfischen. Der Gemeinderat habe sie bereits besprochen und zu zwei der drei Einsprachen eine Stellungnahme verfasst. Bei der dritten Einsprache seien noch weitere Abklärungen nötig. Sind diese getätigt, werden die Einsprachen mit den Stellungnahmen des Gemeinderates an die zuständigen kantonale Ämter überwiesen.

Mängel der Gesuche

Der Anwalt des Ehepaars Waeber, Jacques Meyer, bestätigt die drei Einsprachen seiner Mandanten und erläutert die zentralen Punkte. Bei der Baubewilligung für die Quellerschliessung fehlt laut Meyer die nötige Änderung des Zonenplans; sie stütze sich lediglich auf eine Ausnahmebewilligung. «Da es aber andere Möglichkeiten für die Trinkwasserversorgung gäbe, sind nach unserer Meinung die Bedingungen für eine Ausnahmebewilligung gar nicht erfüllt», erklärt Meyer.

Beim Rodungsgesuch müsse der Gesuchsteller nach Bundesrecht die Notwendigkeit der Rodung nachweisen. Dazu müssten alternative Varianten ohne Rodung geprüft werden und die Gesuchsteller müssten nachweisen, dass diese mit schwerwiegenden Nachteilen behaftet sind. «Dies hat die Gemeinde unserer Meinung nach nicht gemacht», so Meyer.

Des Weiteren bemängelt der Anwalt den von der Gemeinde vorgeschlagenen Ort der Wiederaufforstung, der sich in einer Schutzzone befinde. «Wir haben einen Ort auf Gemeindeland vorgeschlagen, was aber vom Gemeinderat abgelehnt wurde», erklärt Meyer.

Die Einsprache gegen die Schutzzonen richte sich nicht gegen den Inhalt, sondern ergebe sich aus den beiden anderen Einsprachen: «Wird die Quelle nicht erschlossen, sind die Schutzzonen gar nicht nötig.»

Syndique ist optimistisch

Carole Plancherel hält fest, die bereits angelaufene Ortsplanungsrevision werde die für die Quelle nötige Umzonung beinhalten. Betreffend der Aufforstung hätte Catherine Weber zudem einen Ort auf ihrem Land vorschlagen sollen und nicht auf Gemeindeland.

Plancherel hofft, dass die Einsprachen von den zuständigen Stellen abgewiesen werden. In diesem Falle bestünde für das Ehepaar Waeber noch die Möglichkeit, Rekurs gegen die Entscheide einzulegen. «Das heisst aber nicht unbedingt, dass wir die Arbeiten für die Wasserversorgung einstellen müssten», erklärt Plancherel. Wann ein definitiver Entscheid fallen werde, sei ungewiss. «Wir hoffen aber, dass wir bis im Herbst die nötigen Bewilligungen haben.»

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