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Der Krebsgang hält an

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Individuelle Aussetzer, Gegentreffer, Verunsicherung, mangelndes Selbstvertrauen – es ist jener Teufelskreis, in dem die Spieler von Gottéron zurzeit stecken. Spätestens seit dem letzten Null-Punkte-Wochenende mit zwölf kassierten Toren befinden sich die Freiburger endgültig in einer dieser so gefürchteten Negativspiralen. Zweifel machen sich allenthalben breit, bei jedem Einsatz, und verschärfen sich mit jedem weiteren Fehler. Der Weg aus der Baisse führt zwangsläufig nur über Siege. Am besten gleich ein paar in Serie. Gestern, an diesem für ein Eishockeyspiel ungewohnten Montagabend, bot sich den Freiburgern in einem vorgezogenen Spiel der 40. Runde ausgerechnet beim Meister aus Zürich die Möglichkeit, den ersten Schritt aus der Krise zu tun. Gegen die Lions hat sich Gottéron den bisher einzigen Dreier–zuhause beim Saisonauftakt–in extremis erarbeitet. Gewiss, es gibt wohl einfachere Pflaster als das Hallenstadion, um Punkte einzufahren. Für derlei Überlegungen gibt es in der aktuellen Situation der Freiburger allerdings keinen Raum, zumal leichte Gegner in dieser Liga der Vergangenheit angehören.

Fragile Freiburger

Derweil Trainer Hans Kossmann im Angriff neuerlich mit permanenten Rochaden aktiv Impulse zu setzen versuchte, liessen die Freiburger in der Defensive zunächst kaum etwas zu. Mit durchschnittlich fünf erhaltenen Toren pro Match durfte das 0:0 im ersten Abschnitt aus der Perspektive der Gäste durchaus als Teilerfolg gewertet werden. Gottéron stellte die Wege der Zürcher in der neutralen Zone zu und liess den Gegner nur selten in den Gefahrenbereich vor Goalie Benjamin Conz eindringen.

Doch zur momentanen Verfassung der Freiburger gehört eben auch, dass es nur sehr wenig benötigt, damit das ohnehin bereits arg strapazierte Nervenkostüm zusätzliche Risse erhält. So geschehen nach dem wenig zwingenden 1:0 der Lions bei Spielmitte durch ihren Topskorer Roman Wick. Die Hände der Freiburger zitterten wieder stärker, die Beine wurden schwerer. Erneute individuelle Fehler waren die logische Konsequenz. Beim zweiten Zürcher Treffer konnte Mark Bastl allein im Slot stehend abziehen, und beim 3:1 (38.) des Heimteams – Benjamin Plüss hatte zwischenzeitlich in Überzahl verkürzen können – reagierte Robert Nilsson viel schneller als etwa Joel Kwiatkowski, der seit Saisonbeginn nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Ein Zustand, der im Freiburger Dispositiv selbstredend nicht exklusiv auf den Kanadier zutrifft.

Dass ein Zwei-Tore-Rückstand in der einschläfernden Atmosphäre des Hallenstadions nur schwerlich aufzuholen ist, muss nicht explizit erwähnt werden. Dies umso mehr, als Gottéron in der Offensive kaum Druck aufbauen konnte. Stellvertretend sei an dieser Stelle Jeff Tambellini erwähnt, der an alter Wirkungsstätte praktisch unsichtbar blieb. Selbiges galt im Übrigen aber auch für den zweiten ehemaligen Zürcher, Thibaut Monnet, der im Schlussdrittel nach einem Bock im Zusammenspiel mit Kwiatkowski vorübergehend unter die Wolldecke musste. Und just als der Internationale wieder ran durfte, markierte Dan Fritsche das 4:1. Bezeichnend.

So musste Freiburg gegen insgesamt nur durchschnittliche Lions die sechste Niederlage im achten Spiel hinnehmen, und der von Generaldirektor Raphaël Berger erhoffte Befreiungsschlag blieb ebenso aus wie eine signifikante Steigerung. Morgen Mittwoch tritt Gottéron in der Neuauflage des Schweizer Cups im Rahmen der Sechzehntelfinals bei 1.-Ligist Uni Neuenburg an. Ziel der Freiburger muss dort primär sein, zumindest ein Stück der verlorenen Spielfreude zurückzugewinnen, bevor am Wochenende Punkte in Biel und im St. Leonhard gegen Ambri-Piotta zur Pflicht werden. Andernfalls dürften die Zeichen bei Gottéron bereits in der ersten Qualifikationsrunde unausweichlich auf Sturm stehen.

Telegramm

ZSC Lions – Gottéron 4:1 (0:0, 3:1, 1:0)

7989 Zuschauer.–SR Kurmann/Wiegand; Fluri/Kovacs.Tore:30. Wick (Malgin, Blindenbacher) 1:0. 33. Bastl (Bärtschi, Trachsler) 2:0. 35. Plüss (Huguenin, Bykow/Ausschluss Bastl) 2:1. 39. (38:00) Nilsson (Shannon, Bergeron/Ausschluss Helbling). 55. Dan Fritsche (Künzle) 4:1.Strafen:7-mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 3-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

ZSC Lions:Flüeler; Blindenbacher, Smith; Seger, Bergeron; Stoffel, Geering; Siegenthaler; Baltisberger, Malgin, Wick; Keller, Shannon, Nilsson; Künzle, D. Fritsche, Schäppi; Bärtschi, Trachsler, Bastl; Neuenschwander.

Freiburg-Gottéron:Conz; Helbling, Abplanalp; Ngoy, Kwiatkowski; Huguenin, Schilt; Montandon; Sprunger, Wirtanen, Vauclair; Mottet, Dubé, Plüss; John Fritsche, Pouliot, Monnet; Hasani, Bykow, Tambellini; Ness.

Bemerkungen:ZSC Lions ohne Cunti (verletzt) und Tabacek (überzähliger Ausländer). Gottéron ohne Mauldin und Kamerzin (beide verletzt).–NLA-Debüt von Malgin.

Die FN-Besten:Fritsche und Plüss.

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