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Der Kronprinz: Thierry Steiert will besser kommunizieren – auch auf Deutsch

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Marie-Thérèse Maradan Ledergerber tritt nicht mehr an – damit wird ein Sitz der SP im Freiburger Gemeinderat frei. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Thierry Steiert. Der Sozialdemokrat tritt erstmals zu den Wahlen für die Stadtregierung an: «2006 habe ich abgewunken, weil ich nicht zu einer aussichtslosen Wahl antreten wollte.» Sicher sei seine Wahl aber auch mit der jetzigen komfortablen Ausgangslage nicht: «Es gibt nichts Unsichereres als politische Wahlen.»

Die Politik mitgestalten

Er würde gerne die städtische Politik mitgestalten. «Ein Generalrat hat da nicht viele Kompetenzen.» Er muss es wissen, sitzt er doch seit dreizehn Jahren im Stadtparlament. In dieser Zeit habe er immer mehr politische Visionen entwickelt. «Diese würde ich nun gerne umsetzen.»

So würde der 48-Jährige, der ruhig und überlegt wirkt, als Gemeinderat die Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden verstärken. «Ob das über die Agglomeration oder über eine Fusion läuft, ist zweitrangig – wichtig ist die Zusammenarbeit, denn alleine kann Freiburg nicht alle anstehenden Probleme lösen.» Wolle beispielsweise die Stadt ihre Verkehrsströme verändern, sei sie auf die Mitarbeit der umliegenden Gemeinden angewiesen. «Und auch ein Schwimmbad kann die Stadt nicht alleine bauen.»

Dem zweisprachigen Steiert ist wichtig, dass die Deutschfreiburger wieder eine Vertretung im Gemeinderat erhalten. «Der jetzige Gemeinderat zeigt in der Sprachenfrage eine mangelnde Sensibilität.» Die Stadt Freiburg sei zweisprachig, auch wenn das juristisch nicht so festgelegt sei. «Schon nur die Tatsache, dass die Primarschule in beiden Sprachen geführt wird, zeigt, dass sie zweisprachig ist.»

Als Gemeinderat würde er die Kommunikation verbessern. «Einige Probleme haben sich unnötig verschärft, weil der Gemeinderat die Kommunikation vernachlässigt hat.» Er denkt dabei an die «Emotionen rund um die Etappierung der Deutschsprachigen Orientierungsschule Freiburg» oder an die Einführung der Einbahnstrasse.

Die Beziehung zum Kanton

Der Jurist, auf dessen Pult ein Tintenfass steht, ist seit zwei Jahren Generalsekretär der kantonalen Sicherheits- und Justizdirektion; zuvor arbeitete er während zehn Jahren in verschiedenen Funktionen für diese Direktion. «Mit meinen Erfahrungen und mit meinen Beziehungen zur Kantonsverwaltung könnte ich zu einem besseren Verhältnis zwischen Kanton und Stadt beitragen.» In verschiedensten Dossiers müssten die beiden am gleichen Strick ziehen, «doch ist oft gegenseitiges Misstrauen zu spüren».

Steiert lebt seit 19 Jahren mit seiner Partnerin und deren Tochter zusammen. njb

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