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Der letzte politische Akt ist vollbracht

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Am Donnerstagabend herrschte im Saal des Senslerhofs eine andächtige Stimmung. Das Stimmengewirr war nicht laut, ausgelassen gelacht hat niemand. Es war die letzte Gemeindeversammlung von St. Antoni. Ein historischer Moment, zu dem sich mehr Stimmbürgerinnen und Stimmbürger versammelt hatten als zu anderen Versammlungen. 66 Personen hoben im Einklang die Hände bei den wenigen Abstimmungen, die noch pendent waren. Fragen und Diskussionen gab es keine mehr.

Die Stimme des Syndic Ernst Leiser klang etwas aufgeregt. Seine Mimik blieb hinter der Gesichtsmaske versteckt, doch seine korrekt sitzenden Krawatte verriet: Es ist ein besonderer Anlass. «Gerne hätten wir die Gemeinde St. Antoni in einem würdigeren Rahmen verabschiedet», sagte der Ammann. Aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen war dies nicht möglich. Statt Tische waren Stühle im Saal verteilt. Statt eines Gläschens Wein gab es – nachdem die Hände desinfiziert und die Kontaktangaben notiert waren – Getränke aus PET-Flaschen. Ernst Leiser verstrickte sich nicht in Sentimentalitäten und ging rassig zu den Traktanden über.

Zwei Kredite

«Wir haben noch einen kleinen Planungskredit», sagte Gemeinderat Tim Spicher und stellte das Projekt an der Niedermonten-Strasse vor: Der Belag soll erneuert werden. Auch wenn das Projekt an den neuen Gemeinderat der fusionierten Gemeinde Tafers übergeben wird, betonte Tim Spicher: «Wenn wir etwas machen, wollen wir es richtig machen.» So sollen gleich die Wasserleitungen geprüft werden. Einstimmig genehmigte die Versammlung den Planungskredit von 27 000 Franken.

Tim Spicher führte in das zweite Geschäft über: Mit einem Kredit von 2,35 Millionen Franken soll die Burgbühlstrasse saniert werden. Ein Raunen ging ob dieser Geldsumme durch den Saal, und einige richteten sich in ihrem Stühlen gerade auf. Auf einer Teilstrecke ist ein Trottoir sowie eine Strassenbeleuchtung geplant. Der Kreisel bei der Abzweigung zum Fussballplatz wird mit einem Rechtsvortritt ersetzt. Zudem wird die Kanalisation und die Strassenentwässerung erneuert. Für das Meteorwasser soll eine Versickerungsmulde entstehen. Auch bei dieser Abstimmung gab es keine Fragen und die Gemeindeversammlung genehmigte den Kredit einstimmig.

Schliesslich kam auch die letzte Abstimmung einstimmig durch: Aufgrund der Fusion mit Alterswil und Tafers löst sich der Abwasser-Gemeindeverband ARA Taverna auf. Mitglieder sind auch St. Ursen und Heitenried. Künftig übernimmt ein interkommunaler Rat diese Aufgabe. Stimmen alle beteiligten Gemeinden zu, ist dieser eher formelle Wechsel möglich.

Grosses Dankeschön

«Ja, jetzt ist es so», sagte Ernst Leiser als er wieder ans Mikrofon trat. Ein bisschen wehmütig sei er schon. Er bedankte sich und verabschiedete den Gemeinderat: Cornelia Rappo, die 12 Jahre im Gemeinderat war, Christian Sommer und Michel Modoux, die sich beide acht Jahre engagiert hatten und die in den Gemeinderat der Fusionsgemeinde gewählt worden sind, Marius Pürro, der fünf Jahre, und Tim Spicher, der seit eineinhalb Jahren Teil des Gemeinderats waren. Cornelia Rappo schnappte sich ein Mikrofon: Mit einem lachenden und weinenden Auge dürfe sie Ernst Leiser verabschieden. Seit 2014 war er im Gemeinderat und seit 2016 Ammann. Der darauffolgende Applaus glich mehr demjenigen nach einem fulminanten Konzert als dem typisch formellen Applaus nach Gemeindeversammlungen. Das letzte Wort hatten die Bürgerinnen und Bürgern. Ein Bürger gab dem Gemeinderat von Tafers ein Anliegen mit auf den Weg: Er zählte die vielen Weiler von St. Antoni auf und bat, dass Tafers auch die Randregionen berücksichtigen möge. Seine Anmerkung begleiteten einige mit Zurufen und Applaus. Damit war es getan: St. Antoni hatte die letzte politische Amtshandlung hinter sich.

«Gerne hätten wir die Gemeinde St. Antoni in einem würdigeren Rahmen verabschiedet.»

Ernst Leiser

Ammann

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