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Der letzte Tag der Poststelle St. Ursen

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Autor: karin aebischer

St. Ursen Lange hatte sich der Gemeinderat von St. Ursen gegen die Schliessung der Poststelle im Dorf gewehrt. Schliesslich musste er sich geschlagen geben. Die Post hatte ohne Einverständnis der Gemeinde entschieden, die Poststelle wegen ungenügender Nutzung in eine Agentur umzuwandeln (FN vom 9. Dezember 2010). Morgen Samstag ist die Poststelle nun ein letztes Mal geöffnet, bereits um zehn Uhr schliesst sie ihre Türen definitiv. «Mit der Postagentur in der Gemeindeverwaltung können wir der Bevölkerung die zweitbeste Lösung zur Verfügung stellen», sagt Ammann Pierre-André Jungo. Diese befindet sich im selben Gebäude. Er sei auf der anderen Seite aber immer noch enttäuscht darüber, dass die Poststelle zugeht und für die Post die wirtschaftlichen Überlegungen im Vordergrund gestanden seien.

In Bezug auf die Qualität, zum Beispiel punkto Diskretion, sei eine Agentur in der Gemeindeverwaltung sicher angenehmer als in einem Dorfladen, so Jungo. «Damit verbunden hofft der Gemeinderat, dass die Bevölkerung die Dienstleistungen auch nutzt.» Das Angebot der Post bleibt praktisch dasselbe, nur Bar-Einzahlungen sind nicht mehr möglich.

Postagentur länger offen

Mit der Umwandlung in eine Agentur werden die Öffnungszeiten jenen der Gemeindeverwaltung angepasst und damit stark erweitert. Zuletzt war die Poststelle lediglich dreieinhalb Stunden pro Tag offen.

«Wir sehen der neuen Lösung gelassen entgegen», sagt Gemeindeschreiber Bruno Tinguely. Das Verwaltungspersonal wurde von der Post während zwei Halbtagen geschult. Für die leer stehenden Räumlichkeiten der Poststelle sucht die Gemeinde einen Mieter. Der Mietvertrag mit der Post läuft bis Ende Juni 2013. Die Gemeinde würde sich gemäss Bruno Tinguely jedoch wünschen, dass auf der rund 140 Quadratmeter grossen Fläche möglichst bald ein Büro oder ein Gewerbebetrieb einzieht.

Zukunft: Post verhandelt auch mit St. Silvester

Auch den Poststellen St. Silvester und Plasselb droht die Umwandlung in eine Agentur, der Ersatz durch einen Hausservice oder die Schliessung. «Wir sind in Gesprächen mit der Post», sagt die Gemeindeschreiberin von St. Silvester, Manuela Ducrot. Im Juni findet ein nächstes Treffen statt – die Post habe die Gemeinde für einen Termin angefragt. «Wir hatten jetzt zwei Jahre Ruhe», so Ducrot. Per E-Mail hat die Post auch Plasselb um einen Termin gebeten. Noch hat die Gemeinde nicht reagiert. «Wir warten einen formellen Brief ab», sagt Gemeindeschreiber Anton Raemy. In beiden Gemeinden ist es das Ziel, die Poststelle zu erhalten. In Verhandlung mit der Post ist auch Plaffeien – dies in Bezug auf die Poststelle in Schwarzsee. Die Gemeinde erwartet keinen Entscheid vor Ende Jahr. ak

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