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Der Maler mit der Schleifmaschine

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Farbtropfen sind die Grundlage vieler Arbeiten, welche der Sensler Maler Franz Brülhart im Museum Murten aufgehängt hat. Seine eigens für das Museum konzipierte Ausstellung trägt den Namen «Drowning by colors». Und tatsächlich ertrinken die Besucher geradezu in den Farbschlachten, welche Brülhart in seinem Atelier in Mariahilf produziert hat. Zwei Dutzend Gemälde, die Brülhart mit verschiedenen Techniken hergestellt hat, stehen in den Räumen des Museums, in einigen allein, in anderen zwischen den historischen Exponaten. Gestern führte Brülhart durch die Ausstellung und gab Einblicke in seine Kunst.

Das zentrale Thema der Bilder ist Wasser, beginnend mit den Wolken am Himmel auf dem obersten Stockwerk bis hin zum riesigen Gemälde, das den stürmischen Murtensee samt blutigen Burgunderalgen darstellt. Die häufigsten Motive sind die Säusel-Bilder: kleinere, zumeist quadratische Gemälde. Sie entstehen, indem Brülhart Farbe auf eine Unterlage tropfen lässt, das Bild gestaltet und, wenn die Endfassung erreicht ist, die obersten Farbschichten mit einer Schleifmaschine entfernt. So entstehen aus Tropfen bunte Kreise. «Diese Bilder sind taktil», bemerkt Brülhart.

Ausser diesen kleineren, ruhiger und tiefer wirkenden Bildern ziehen sich breitformatige Panoramagemälde durch die Ausstellung–wild, explosiv und bewegt. Brülhart nennt sie «Garachos». Schliesslich prägen mehrere Riesenbilder die Ausstellung, unter ihnen eines mit dem für Brülharts Ausstellungen typischen Rabensujet.

Musik aus Wasser

Ein wichtiges Element der Ausstellung neben den Bildern ist die Klanginstallation «DropInOut» des Musikers André Rossier. Auch durch seine Musik ziehe sich das Wassermotiv, sagt Rossier: «Es ist mal wild, mal leise, es tropft oder hat grosse und kleine Wellen.» Er habe «Wasser» gedreht, zusammengestaucht, auseinandergezogen. Die Musik ermögliche einen Zoom in die Bilder, so Brülhart. «Wer dazu Musik hört, kann sich einfacher in den Bildern versinken lassen», weiss der Maler, «die Musik bringt die Bilder in Bewegung.» Unter dem Einfluss der Toninstallation werde der Betrachter von den Bildern umschlossen.

Laut dem 1960 in Freiburg geborenen Brülhart bildet die Ausstellung in Murten den dritten Teil einer Reihe, welche in Freiburg begann und in Bern weiterging. 2012 wurden sich der Murtner Museumsleiter Ivan Mariano und Brülhart einig, dass die alte Mühle am See ein passender Ort für die Bilder des Künstlers sei. Dabei passte Brülhart sein Konzept auch den Begebenheiten im Museum an.

 

Programm

Mit Musik und Kunst in den Frühling

Morgen Samstag, 18 Uhr, findet die Vernissage der Ausstellung «Drowning by colors» von Franz Brülhart im Museum Murten statt. Musiker André Rossier spielt eine Variation seiner Klanginstallation «DropInOut» live. Danach ist die Ausstellung bis zum 29. Mai offen. Am 23. April führt Brülhart um 19 Uhr die Besucher durch seine Ausstellung. Am 14. Mai lädt Rossier nochmals zu einem Art Livekonzert mit Remixes seines Sounds unter dem Titel «Drowning by Sounds». Mit dabei ist auch der Pianist Colin Vallon.fca

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