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Der Martiniplan neu entdeckt

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Das Projekt Werkhof-Frima ist Ehrengast am Comptoir Freiburg

Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY

Hinter der Idee, die Zukunft des Werkhofs mit jener der Martini-Maquette zu verbinden, steckt der im vergangenen Februar gegründete Verein Werkhof-Frima. Die Abkürzung «Frima» steht für «Fribourg Martini» und bezeichnet ein Weiterbildungsprojekt für qualifizierte Arbeitslose. Seit zehn Jahren arbeiten Architekten, Zeichner, Ingenieure, Historiker, Grafiker, Fotografen und Physiker daran, den berühmten Stadtplan des Goldschmieds und Graveurs Martin Martini aus dem Jahr 1606 der Öffentlichkeit auf neue Weise zugänglich zu machen: einerseits mit einer 55 Quadratmeter grossen, massstabsgetreuen Maquette und andererseits mit einer ausgeklügelten, interaktiven Multimedia-Animation.Aus Anlass des 400-Jahr-Jubiläums des Martini-Plans ist der Verein Ehrengast des diesjährigen Comptoirs im Forum Freiburg. Im Mittelpunkt des Standes steht ein Teil der Originalmaquette. Dazu gibt es in Form von Leinwand-Projektionen eine Auswahl der historischen Dokumente zu entdecken, die für die Arbeiten verwendet wurden. Auf einem Bildschirm erhalten die Besucher bereits erste Eindrücke von der Computeranimation. In Form einer Maquette und eines Videos wird ausserdem gezeigt, wie der Werkhof dereinst aussehen könnte. Ebenfalls präsent ist das Amt für den Arbeitsmarkt.«Unser Traum wäre es, den Werkhof im Jahr 2007 zum 850. Geburtstag der Stadt Freiburg zu eröffnen», sagte Vereinspräsident Georges Baechler gegenüber den FN. Dazu brauche es zunächst einmal eine stabile finanzielle Grundlage. Das ganze Projekt dürfte rund 3,5 Millionen Franken kosten. Davon will die Stadt Freiburg 1,5 Millionen Franken übernehmen, wenn der Generalrat im November sein Einverständnis gibt. Sobald man wisse, ob es mit dem Beitrag der Gemeinde klappe, werde sich der Verein seinerseits auf die Suche nach Sponsoren für die restlichen zwei Millionen Franken machen, sagte Baechler. «Wir werden nicht starten, wenn wir nicht mindestens 70 bis 80 Prozent des Geldes beisammen haben.»Während es bei der Finanzierung also noch Fragezeichen gibt, sind die Arbeiten an der Maquette schon weit fortgeschritten: Etwa 85 Prozent des Modells sind laut Baechler fertig. Dazu wurden im Vorfeld rund 20 000 historische Dokumente registriert und jedes einzelne Gebäude mit Hilfe moderner architektonischer Techniken am Computer gezeichnet.

150 000 Arbeitsstunden

Bei der virtuellen Präsentation bleibe hingegen noch mehr zu tun. «Für wenige Sekunden Projektion braucht es einen ganzen Tag Arbeit», präzisierte Baechler. Insgesamt haben bis heute rund 400 Personen 150 000 Arbeitsstunden für das Projekt geleistet.

Breit abgestützt

«Das Hauptziel von Frima bleibt die Weiterbildung von qualifizierten Arbeitslosen», betonte der Präsident. Das Amt für den Arbeitsmarkt wird das Projekt auf jeden Fall weiterführen. Klappt es mit der Ausstellung im Werkhof, sollen die Arbeitsplätze ebenfalls hier eingerichtet werden.Der 1554/55 gebaute und 1998 fast vollständig abgebrannte Werkhof soll aber nicht nur dem Martiniplan ein Zuhause bieten. Geplant sind ebenfalls Räume für die Quartiervereine und die Freizeitzentren, ein grosser Ausstellungssaal, Ateliers für Handwerker und Künstler, Büros, ein High-Tech-Saal für Konferenzen und Seminare, eine grosse Empfangshalle und ein Café. Entsprechend breit abgestützt ist auch der Verein Werkhof-Frima. Der Vorstand setzt sich zusammen aus Vertretern aus Politik und Wirtschaft, aber auch der Quartiervereine und der Agenda 21.Weitere Informationen: www.frima1606.ch.

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