Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Der Müller vom Gantrischgebiet

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Rohstoff für die Dittligmühlein Längenbühl stammt aus dem Naturpark Gantrisch. Nur die besten rund 300 Tonnen Getreide der Gantrisch-Bauern schaffen es in die Mühle von Georges Wenger. Der Vollblutmüller hat die Dittligmühle von seinem Vater übernommen.

Als eingefleischter Müller fühlt sich Georges Wenger nur im Lärm wohl: «Die Maschinen müssen laufen, sonst ist etwas nicht gut», sagt der Müller und lacht. «Wenn ich in den Ferien bin, sehne ich mich wieder nach diesem Betrieb.» Immer in Bewegung müsse alles sein, sagt der 63-Jährige von der Dittligmühle in Längebühl und kontrolliert die Maschinen. «Stillstand heisst, dass der Strom ausgefallen ist oder etwas nicht stimmt.»

Das Mahlwerk läuft, der Lärm ist nicht übermässig laut, aber konstant. Durch die Mühlen des Betriebs von Georges Wenger läuft ausschliesslich Korn von Landwirten aus dem Naturpark Gantrisch. Bereits in der sechsten Generation stellen Wengers in der Dittligmühle verschiedene Mehle her. Ursprünglich wurde die Mühle mit Wasserrad und Mahlsteinen betrieben, das ist über 100 Jahre her. «Vor 150 Jahren herrschte ein Kampf um das Wasser, welches das Wasserrad für die Mühle antrieb.» Mal habe es zu wenig, mal zu viel Wasser gehabt. «Aber das Rad muss für das Mahlen des Korns konstant drehen, das war damals nicht einfach.» Deshalb habe sein Grossvater um die Jahrhundertwende das Wasserrad durch eine Turbine ersetzt, erzählt Wenger. Den ersten Motor hätten sie 20 Jahre später angeschafft. Noch früher war die Dittligmühle auch eine Pferdewechselstation und Poststelle. «Von hier aus sind sie damals ins Gurnigelbad gestartet», erzählt Wenger.

 Der falsche Weg

Sein Grossvater habe noch Pferde und Schweine gehabt, sein Vater nur noch die Mühle betrieben. «Ich bin der jüngere von zwei Brüdern und war in meiner Freizeit immer in der Mühle anzutreffen», sagt Wenger. «Mein Vater erzählte mir von seinen Sorgen um die Mühle, so bin ich mit dem Mühlevirus infiziert worden.» Wegen seines Vaters habe er Mühlebauer gelernt: «Ich war in Uzwil SG bei den Gebrüdern Bühler in der Lehre.» Anschliessend absolvierte er eine Zusatzlehre als Müller bei seinem Vater. Nach dem Abschluss als Müllereitechniker an der Müllereifachschule in St. Gallen übernahm er die Mühle 1984 von seinem Vater und baute eine neue Futtermühle «für die moderne Tierfütterung». Doch mit dem Kraftfutter seien sie auf dem falschen Weg gewesen. «Durch die Agrarreform 2000 ging die Nachfrage massiv zurück.» Wenger stellte den Betrieb ein, vermietete die Silos an die Landi und fand eine Anstellung bei der Cremo. «Das Mahlwerk stand still.»

Die Vision des Vaters

Die Erfahrungen in der Cremo motivierten Wenger, eine neue, moderne Mühle zu bauen und selber Mehl zu produzieren. Die Vision setzte er noch während seiner Anstellung in der Cremo in die Tat um: «In der Freizeit baute ich die Futtermühle in eine Mehlmühle um–die Vision eine Mehlmühle zu bauen hatte bereits mein Vater und ich habe sie übernommen.» Aus der Vision wurde Wirklichkeit: 2009 nahm Wenger das neue Mahlwerk in Betrieb. Hergestellt werden hauptsächlich Backmischungen der Marke Gantrisch Goldkorn mit dem Label des Naturparks Gantrisch. «Das beste Getreide kommt vom Längenberg, aus dem Gürbetal oder vom Belpberg.» In seiner Mühle verarbeitet er zu 80 Prozent Weizen, 15 Prozent sind Dinkel und fünf Prozent Roggen. Das Korn der Landwirte werde auf seine Qualität geprüft und nur die besten rund 300 Tonnen Getreide aus dem Naturpark Gantrisch fänden den Weg in seine Mühle. «Wir können es uns leisten, nur die beste Qualität zu nehmen.» Das restliche Korn der Landwirte gehe über die Landi zur Fenaco.

Auf Kleinpackungen ausgerichtet, verkauft Georges Wenger sein Mehl an Grossverteiler sowie im Hausladen direkt an die Kunden. Backmischungen wie von der Dittligmühle gebe es nirgends sonst in der Schweiz, sagt der Vollblutmüller. «Wir verwenden zu 100 Prozent Getreide von hier und verzichten auf künstliche Konservierungs- und Farbstoffe.» Wenger ist zufrieden, dass er von der kleinen Mehlproduktion leben kann. «Wir schwimmen halt gegen den Strom», sagt er. Dennoch: «Die Verkaufszahlen der Dittligmühle steigen rasant an», freut sich Wenger.

Fakten

Das alte Mahlwerk ist Teil des Bistros

Im ältesten Gebäudeteil der Dittligmühle war Ende des 18. bis weit ins 19. Jahrhundert sowohl eine Mühle wie auch eine Brotbäckerei untergebracht. Der Geschäftsführer der Dittligmühle, Georges Wenger, hat das alte Mahlwerk, das noch im 19. Jahrhundert von seinen Urahnen betrieben wurde, zu Dekorationszwecken restauriert. Seine Ehefrau Irma betreibt heute in den Räumlichkeiten ein Bistro, in dem auch diverse Kunsthandwerke und Raritäten zu entdecken sind. In dem Lokal «Irmas Mahlwerk» finden zudem kulturelle Anlässe wie Konzerte und Tanzvorstellungen statt. Gruppen können das Bistro für Anlässe mieten und das spezielle Mahlwerk-Ambiente geniessen. Neben dem Lokal ist der Hausladen «Goldkorn Shop» untergebracht.emu

 

Mehr zum Thema